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Kulturarbeit mit Kindern

Ku.Ki fördert Kinder spielerisch

proj3Ein Projekt des ASB Nordrhein-Westfalen

Mit dem Modellprojekt „Kulturarbeit mit Kindern" (Ku.Ki) hat der Arbeiter-Samariter-Bund im Stadtteil Duisburg-Hochfeld im Frühjahr 2006 ein Kulturprojekt für Kinder gestartet. Ziel des Projektes ist es, die Alltagskompetenz von Kindern durch kulturelle Aktivitäten zu fördern, neue Möglichkeiten von Freizeitaktivitäten aufzuzeigen und deren Berufschancen zu erhöhen. Außerdem sollen die lokalen Koopera­tions- und Ressourcennetzwerke zur Verbesserung der Lebenslage von Kindern unterstützt und vernetzt werden.

Über die konkrete Umsetzung des Projektes in Duisburg-Hochfeld hinaus wurde aufgrund der dreijährigen Projekterfahrungen in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen ein Empfehlungskatalog für zukünftige kulturpädagogische Präventions- und Interventi­onsprogramme in benachteiligten Stadtteilen erarbeitet.

Zum Erreichen der Projektziele wurden über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt drei kulturpädagogische Projekte unter theater- und musik­pädagogischer Anleitung im Stadtteil realisiert. Dabei wurde eine Musical- bzw. Musiktheater-Reihe mit den Kindern entwickelt und zur Aufführung gebracht. Neben der Stärkung der Selbstbewusstseins und sozialen Kompetenz der Kinder durch die praktische Arbeit am Projekt, wurden durch das breite Tätigkeitsspektrum, das mit einer musikorientierten Veranstaltung abgedeckt werden (insbesondere Tanzen, Singen, Pantomime, Musizieren, Schauspielen, Organisieren, Re­qui­siten herstellen) auch Freizeitperspektiven für die Teilnehmer aufgezeigt.

In Duisburg-Hochfeld wurde ein vierköpfiges Künstler-Team zusammengestellt, das mit Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsgrundschule Friedenstraße an den Aufführungen arbeitete. Bei der Zusammenstellung des Teams wurde darauf geachtet, dass alle für das Projekt benötigten künstlerischen Sparten abgedeckt und die Künstler/-innen zudem erfahren im Umgang mit Kindern sind. Die Künstler/-innen des Teams arbeiteten in ihren Spezialgebieten, nämlich in den Sparten „Gesang/Schauspiel", „Instrumente/Musik", „Tanz/Schauspiel" und „Bühnenbild/Kostüme".

Zum Projektbeginn hatten die Kinder die Möglichkeit, die verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen kennen zu lernen, um sich anschließend zu entscheiden, in welchem kreativen Bereich sie aktiv sein möchten. Dementsprechend konnte sehr intensiv in Kleingruppen gearbeitet werden und die Musikaufführungen entwickelt werden, die die Kinder ganzheitlich fordern und ihr Selbstbewusstsein enorm stärken.

Prominente Unterstützung erhielt das Projekt durch den Komponisten Felix Janosa: Bekannt unter anderem durch seine beliebte Figur „Ritter Rost" und seine Arbeit für „Die Sendung mit der Maus", hatte er eigens für das Projekt Songs komponiert, die, von den projektbeteiligten Kindern im Tonstudio eingesungen, auch auf einer Musik-CD erschienen sind.

Das „Kulturarbeit mit Kindern"-Projekt wurde gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW in Zusammenarbeit mit der „GSP - Gemeinnützige Gesell­schaft für soziale Projekte mbH" - eine Projektgesellschaft des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes LV NRW e.V. Das „Kulturarbeit mit Kindern"-Projekt ist in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen (Lehrstuhl Prof. Dr. Strasser) ent­standen. Die AG Soziale Brennpunkte e.V. Bottrop führte „Kulturarbeit mit Kindern" in gleicher Form in Bottrop-Boy/Welheim als zweiten Projektstandort durch.

Vorhang auf und Film ab! Das ASB-Projekt "Kulturarbeit mit Kindern" (Ku.Ki) in Ratingen lud 2010 zu einer "Reise rund um die Welt" ein:



"Kulturarbeit im Kindern" im Internet unter www.ku-ki.de

Bei Rückfragen zu „Kulturarbeit mit Kindern" wenden Sie sich bitte an:
Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V.
Projekt „Kulturarbeit mit Kindern"
ASB-Projektleitung Frank Hoyer
Eupener Straße 161 A
50933 Köln
Telefon: 0221/949707-21
Fax: 0221/949707-19
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weiterhin erhältlich: Leitfaden/Projektbericht „Kulturarbeit mit Kindern“

kuki-broschuere-250Das ASB-Projekt "Kulturarbeit mit Kindern" (Ku.Ki) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Alltagskompetenz von Kindern durch kulturelle Aktivitäten zu fördern, neue Möglichkeiten von Freizeitaktivitäten aufzuzeigen und deren Berufschancen zu erhöhen.

Von 2006 bis 2009 wurde das Projekt von der Universität Duisburg-Essen wissenschaftlich betreut. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in einer Broschüre zusammengefasst, die auch einen nützlichen Leitfaden zur Durchführung ähnlicher Projekte enthält.

Das bunt illustrierte Heft kann, solange der Vorrat reicht, kostenfrei bestellt werden unter der E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

ASB NRW stellt „Kulturarbeit mit Kindern“ bei Fachtagung in Marburg vor

kuki-marburg-2011-250Kulturelle Betätigungen helfen Kindern in Armutsverhältnissen bei Persönlichkeitsentwicklung

Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Mittelhessen veranstaltete am 4. November 2011 die Fachtagung "Kinderarmut: arm aber nicht ohne Mut – vom Grundrecht auf Teilhabe" in den Räumen des Technologie und Tagungszentrum (TTZ) Marburg. Anlass für die Veranstaltung ist die zunehmende Kinderarmut: Mittlerweile ist in Deutschland jedes fünfte Kind arm bzw. von Armt bedroht.
Durch die Veranstaltung führte MdL Thomas Spies, Vorstandsmitglied des ASB Regionalverbandes Mittelhessen. Referentin Gerda Holz vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt am Main erläuterte in ihrem Vortrag „Armut und soziale Teilhabe – eine komplexe Herausforderung“ die Ursachen von Kinderarmut und schilderte anhand von umfangreichem statistischem Material die Verhältnisse von armen Kindern und deren Familien. Dr. Christian Bachmann, Psychiater an der Charité in Berlin, sprach von den speziellen psychischen Folgen von Armut bei Kindern. Im Anschluss stellte Projektleiter Frank Hoyer das Projekt „Kulturarbeit mit Kindern“ (Ku.Ki) des ASB NRW vor. Er erläuterte die positiven Einflüsse von Kulturarbeit auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und stützte sich dabei auf die Evaluierungsergebnisse der Universität Duisburg-Essen zum Ku.Ki-Projekt (www.ku-ki.de). Ein Markt der Möglichkeiten mit Mut machenden Beispielen rundete die Veranstaltung ab.
Wie schon mit der ersten Fachtagung zum Thema „Frühe Hürden - frühe Hilfen – Chancen für Familien“ im Jahr 2010 nimmt sich der ASB mit dem Komplex "Kinderarmut" eines großen sozialpolitischen Themas an und unterstreicht damit die Ernsthaftigkeit seines Engagements für Menschen in Hilfssituationen.
Das Bild zeigt den Auftritt des Kinderchors der Astrid-Lindgren-Grundschule in Marburg bei der Eröffnung der Veranstaltung. Foto: Frank Hoyer

ASB unterstützte Schüler-Kulturprojekt in Ratingen

kuki-kus-ratingen-2011"Die Wegsucher - der Dschungel lauert überall" ein großer Erfolg

Kinder der Erich-Käster-Grundschule und der Astrid-Lindgren-Grundschule in Ratingen luden nach wochenlager Probenarbeit zur Aufführung eines selbst entwickelten Musik-Theater-Tanz-Stücks ein.
Am 19. Mai 2011 hob sich der Vorhang im Ratinger Stadttheater für die Premiere von "Die Wegsucher - der Dschungel lauert überall".
Mit viel Liebe zum Detail und großem Engagement erzählten die Kinder ein spannendes Stück über Freundschaft und Vertrauen. Am Ende wurden die Mühe der Protagonisten durch den tosenden Applaus des begeisterten Publikums belohnt. Eine finanzielle Unterstützung zur Realisierung des engagierten Projekts erhielten die jungen Kreativen vom ASB LV NW e.V. im Rahmen seines Ku.Ki-Projekts.
Foto: Kultur und Schule Ratingen

Kulturarbeit mit Kindern: Oriental trifft HipHop

kuki-2010ASB Nordrhein-Westfalen unterstützt Kreativworkshop in Bottrop

Unter dem Titel „Oriental trifft HipHop“ wird im November und Dezember 2010 ein Workshop für Kinder aus dem Bottroper Stadtteil Boy mit Unterstützung des ASB Nordrhein-Westfalen durchgeführt.
Zwei Gruppen mit insgesamt 15 Kindern können durch gemeinsames Musizieren, Tanzen und Schauspielern die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden Kulturen und Stile erleben. Am Ende des Projekts sind eine Fotoausstellung und eine Live-Aufführung mit viel Musik vor Freunden, Eltern und Mitschülern geplant. Mehr Infos über das ASB-Projekt „Kulturarbeit mit Kindern“ (Ku.Ki) hier
Foto: Frank Hoyer

Ku.Ki-Fotoausstellung seit Anfang Oktober 2010 in Wuppertal

kuki-ausstellung-01-10-2010Spannende Einblicke in Kinderkulturarbeit

Gemeinsam mit dem Paritätischen NRW und der AGSB Bottrop hatte der ASB Nordrhein-Westfalen am 01. Oktober 2010 zur Eröffnung einer Fotoausstellung über das gemeinsame Modellprojekt „Kulturarbeit mit Kindern – Ku.Ki“ in der Landesgeschäftsstelle des Paritätischen in Wuppertal eingeladen. Neben ca. 40 großformatigen Fotos, die über das ganze Haus verteilt aufgehängt sind, geben Aufsteller und kostenlos ausliegende Flyer einen Einblick in das engagierte Projekt.
Die Ausstellung wurde durch eine musikalische Aufführung von Kindern des Bottroper Ku.Ki-Projekts eröffnet. Im anschließenden Redebeitrag betonte Cord Wellhausen, Landesvorsitzender des Paritätischen Landesverbandes NRW, die enorme Bedeutung von Kulturarbeit zur Förderung von Kindern. In dem von der Europäischen Kommission ausgerufenen „Europäischen Jahr 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ mit dem Themenfeld "Jedes Kind ist wichtig - Entwicklungschancen verbessern!" wäre Kulturarbeit mit Kindern ein wichtiger Mosaikstein.
Cornelia Kavermann von der AGSB Bottrop und Mitglied im Landesvorstand des Paritätischen NRW, gab danach einen kurzen Überblick in die Kinderkulturarbeit vor Ort und dankte allen Mitwirkenden für ihren Einsatz während des Projekts und der Ausstellungsvorbereitungen. Beim anschließenden Rundgang durch die Ausstellungsräumlichkeiten konnten sich die Gäste anhand der Fotografien einen guten Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der Kinderkulturarbeit verschaffen.
Die Ausstellung ist voraussichtlich noch bis Ende November 2010 zu sehen (Anfahrtsbeschreibung unter www.paritaet-nrw.org
).
Foto: Frank Hoyer

„Kulturarbeit mit Kindern“ in Ratingen präsentiert erste Aufführung

kuki-ratingen-plakat-2010Eine musikalische Reise um die Welt

Im Herbst letzten Jahres startete an vier Grundschulen in Ratingen das Kulturprojekt „Ku.Ki – Kulturarbeit mit Kindern“. Nach intensiver und kreativer Probenarbeit werden die Kinder nun das Theaterstück „Reise um die Welt“ am Freitag, den 07. Mai 2010, auf der Bühne präsentieren.
Die Besucher erwartet eine kunterbunte Mischung aus Tanz, Theater, Musik und bildender Kunst und gemeinsam mit den jungen Darstellern kann das Publikum verschiedene Länder der Erde kennenlernen. "Die „Reise um die Welt“ wird am Veranstaltungstag gleich zweimal im Ratinger Stadttheater am Europaring 9 in Ratingen stattfinden: um 11:00 Uhr als Vormittagsveranstaltung und um 18:00 Uhr als Abendvorstellung.
„Ku.Ki.Ra – Kulturarbeit mit Kindern in Ratingen-West“ ist ein Kulturprojekt, das der Umbra Kulturverein e.V. in Zusammenarbeit mit der Karl-Arnold-Grundschule, Astrid-Lindgren-Grundschule, Erich-Kästner-Grundschule und Paul-Maar-Grundschule in Ratingen-West durchführt. Finanziell unterstützt wird das schulübergreifende Stadtteilprojekt vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Landesprogramms „Kultur und Schule“, vom Schulverwaltungsamt und Kulturamt der Stadt Ratingen, vom Flughafen Düsseldorf, vom Erzbistum Köln und der Kirchengemeinde Heilig Geist.
Der ASB Landesverband Nordrhein-Westfalen, der in der dreijährigen wissenschaftlichen Phase von „Kulturarbeit mit Kindern“ als Träger beteiligt war, unterstützt das in diesem Schuljahr erstmalig in Ratingen stattfindende Ku.Ki-Projekt durch Sach- und Finanzmittel. Projektziel ist es, dass Kinder in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und dazu motiviert werden, ihr Leben und ihren Alltag aktiv zu gestalten. Dabei nimmt die Vermittlung von positiver Selbsterfahrung eine zentrale Stellung ein. Im künstlerischen Schaffensprozess angeleitet und begleitet von pädagogisch erfahrenen Künstlern erhalten die Kinder der beteiligten Schulen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten, Neigungen und Talente in Musik (Wolfgang Milles), Tanz (Viola Vormann), Theater (Michael Schmidt) und bildender Kunst (Arnim Kaster) auszuprobieren vor Publikum aufzuführen.

 

ASB Nordrhein-Westfalen unterstützt „Kulturarbeit mit Kindern“ in Ratingen

ASB-Vizepräsidentin und MdB Kerstin Griese übergab Spende

kuki-ratingen-asb-scheckuebergabe-195Das neue Ratinger Projekt „Kulturarbeit mit Kindern" (Ku.Ki) wird durch den ASB Landesverband Nordrhein-Westfalen mit einem finanziellen Zuschuss, Sachmitteln wie Bastelmaterial und Dienstleistungen sowie dem Sanitätsdienst für die Aufführung unterstützt.

Bei einer Pressekonferenz am 14. September 2009 im Pfarrzentrum der Pfarrgemeinde Heilig Geist in Ratingen-West wurde der Start des Projekts, das unter der Trägerschaft des Umbra Kulturvereins im Kreis Mettmann durchgeführt wird, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen der Veranstaltung überreichte die Vizepräsidentin des Arbeiter-Samariter-Bundes Landesverband Nordrhein-Westfalen und Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese (Foto links) einen symbolischen Scheck über 2.000 Euro zur Unterstützung von Ku.Ki.

Bei Ku.Ki wird unter theater- und musikpädagogischer Anleitung mit den projektbeteiligten Kindern über mehrere Monate eine Musiktheater-Aufführung entwickelt. Die Kinder lernen dabei schauspielern, organisieren, basteln, sprechen, musizieren, lesen, tanzen, Konflikte lösen und mehr. Die vielfältigen Aktivitäten führen unter anderem zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins und der sozialen Kompetenz der Kinder.

MdB Kerstin Griese, Vizepräsidentin des ASB Nordrhein-Westfalen, erklärte: „Ich freue mich sehr, dass Ku.Ki in Ratingen vielen Kindern die Möglichkeit gibt, spielerisch zu lernen und ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Mit dem ASB-Zuschuss von 2.000 Euro, Sachspenden und dem Sanitätsdienstes möchten wir dazu beitragen, dass das Projekt auch in Ratingen ein Erfolg wird."
Foto: Stefan Sandbrink

Ich habe noch viel mehr Ideen!

Nachbericht: „Kulturarbeit mit Kindern" in Duisburg-Hochfeld zeigte seine vierte Aufführung

proj13Am 06. Februar 2009 verwandelte sich die Alte Feuerwache in Duisburg-Hochfeld wieder in eine bunte Theaterbühne: 20 Kinder, Schülerinnen und Schüler der Duisburger Gemeinschaftsgrundschulen Friedenstraße und Hochfelder Markt, zeigten dort, was sie in Sachen Gesang, Klangbau und Bühnendekoration über Monate mit viel Spaß und Enthusiasmus einstudiert hatten. Der Andrang war enorm: 350 kleine und große Besucher, so viele wie noch nie bei einer Aufführung von „Kulturarbeit mit Kindern", wollten bei der Premiere dabei sein.

„Ich habe noch viel mehr Ideen!" hieß das neue Stück, bei dem sich alles um Kreativität und sinnvolle Freizeitbeschäftigung jenseits von Computerspiele und Fernsehen drehte. Die Kids erzählten die Geschichte von den zwei Schülern Faruk und Susanne, die von drei geheimnisvollen, witzigen Geistern in ein Kunstmuseum eingeladen wurden und dort spannende Abenteuer erlebten.

Bei der Aufführung handelte es sich um ein von den Kindern selbst gelesenes Live-Hörspiel, dass durch Bildprojektionen, Klang- und Lichteffekte an ein Multimediaprojekt erinnerte. Eine Ouvertüre mit Xylophonklängen und schwungvolle Songs, geschrieben von Thomas Katerkamp und Reina Ilona Vildebrand, rundeten die Bühnenshow ab.

Zum Stück wurde parallel ein buntes, ansprechend gestaltetes Buch erstellt, das die Geschichte und Bühnenbilder der Aufführung dokumentiert. Einzelexemplare können kostenfrei bei der Landesgeschäftsstelle des ASB Nordhrein-Westfalen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden (solange der Vorrat reicht).

Positive Persönlichkeitsentwicklung von Kindern durch Kulturprojekte

Nachbericht Abschlussworkshop des Modellprojekts „Kulturarbeit mit Kindern"

proj12Singen, tanzen, schauspielern, musizieren und basteln: Auf umfassende Weise wurden Kinder in zwei Stadtteilen mit erhöhtem Erneuerungsbedarf über einen Zeitraum von drei Jahren in ihren kreativen Fähigkeiten gefördert - und das unter wissenschaftlicher Begleitung. Der Name des engagierten Modellprojektes: Kulturarbeit mit Kindern, kurz Ku.Ki genannt.

Am 03. Dezember 2008 fand im Duisburger Mercatorhaus der Abschlussworkshop von Ku.Ki statt. Über 50 Interessierte, unter anderem aus Wissenschaft, Kommunen und pädagogischer Arbeit, nahmen an der ganztägigen Veranstaltung teil. Das engagierte Projekt zog mit dem Workshop Resümee seiner mehrjährigen Bemühungen und wagte einen Ausblick in die Zukunft kulturorientierter Kinderpädagogik. Moderiert wurde die Veranstaltung von Rainer Kascha vom Paritätischen Jugendwerk NRW.

In seiner Eröffnungsrede mahnte Cord Wellhausen, Vorsitzender des Paritätischen NRW, mehr Engagement von Seiten der Politik und Gesellschaft für Kinder in Armutssituationen an - das Ku.Ki-Projekt hätte hier Leuchtturmfunktion und Vorbildcharakter. Der Präsident des ASB Nordhrein-Westfalen, Prof. Dr. Michael Stricker, erläuterte in seinem Grußwort das Engagement des ASB im Rahmen von „Kulturarbeit mit Kindern" und hob die enorme Bedeutung von Kinder- und Jugendarbeit für den Hilfs- und Wohlfahrtsverband hervor. Prof. Dr. Hermann Strasser, Mitinitiator von Ku.Ki, umriss die Grundzüge der Projektevaluierung durch die Universität Duisburg-Essen in seinem Eingangsstatement. Alle drei Redner betonten, dass ohne die Förderung der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW das anspruchsvolle Projekt nicht hätte realisiert werden können.

Im Anschluss wurden in einer Gesprächsrunde die pädagogischen und organisatorischen Eckpfeiler der Vorortarbeit skizziert. Frank Hoyer, Ku.Ki-Projektkoordinator des ASB Nordrhein-Westfalen, erläuterte die Arbeit mit der Grundschule Friedenstraße in Duisburg-Hochfeld, die von vier Kunstpädagogen in wöchentlichen Kindergruppen durchgeführt wurde. Die Pädagoginnen Anke Schneider und Friederike Platzköster gaben Einblicke in die prozessorientierte Arbeitsweise mit teils stark verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen bei der Arbeitsgemeinschaft soziale Brennpunkte Bottrop (AGSB), dem Projektträger in Bottrop-Boy.

Henning van den Brink, Projektkoordinator des Ku.Ki-Forscherteams an der Duisburg-Essen, erläuterte in seinem Referat das Studiendesign und gab Einblicke in die Evaluierung. So wurden neben teilnehmenden Beobachtungen 150 Interviews mit Kindern, Eltern und Pädagogen geführt, diese inhaltlich ausgewertet und schließlich kontrastierend gegenüber gestellt. Anhand von Fallbeispielen erläuterte er die psychosozialen Wirkungen von Kulturarbeit und die positiven Einflüsse auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Sein Resümee: "Die Forschungsergebnisse belegen, dass die große Mehrheit der teilnehmenden Kinder von der Kulturarbeit in dreifachem Sinne profitiert: Sie werden sowohl in ihren selbstbezogenen als auch sozialen als auch künstlerischen Kompetenzen bestärkt und gefördert." In einer anschließenden Gesprächsrunde zeigten sich Prof. Dr. Hermann Strasser und Ulrike Werthmanns-Reppekus vom Paritätischen begeistert von den Projektergebnissen. Sie äußerten die Hoffnung, dass die Erkenntnisse bald Früchte tragen und „Kulturarbeit mit Kindern" so weitere Kinderkulturprojekte initiieren werde bzw. bestehende Aktivitäten von den Projekterfahrungen profitieren könnten.

Nach einer musikalischen Kostprobe von Kindern aus Bottrop erläuterte Martin Debener, Projektleiter von Ku.Ki, praxisorientierte Aspekte der alltäglichen Kinderkulturarbeit anhand des Ku.Ki-Praxishandbuchs, das, wie auch der Evaluationsbericht, zur Veranstaltung veröffentlicht wurde.

In einer finalen Gesprächsrunde diskutierten Klaus Bremen, Geschäftsführer der GSP - Gemeinnützige Gesell­schaft für soziale Projekte mbH (eine Projektgesellschaft des Paritätischen NRW), Cornelia Kavermann von der AGSB und Prof. Dr. Michael Stricker, Präsident des ASB Nordrhein-Westfalen, über Fortführungsoptionen von Ku.Ki. Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Beteiligten einig, dass Kulturarbeit mit Kindern eine wirksame Maßnahme zur Förderung von Kindern, gerade auch aus Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf, ist: Ku.Ki - ein Projekt, das zum Nachmachen und Mitmachen anregt.

Das Buch „Vorhang auf - ein Praxishandbuch für die Kulturarbeit mit Kindern" und der Evaluationsbericht können im Internet unter www.ku-ki.de heruntergeladen werden. Das Praxishandbuch ist auch in gedruckter Form gegen Unkostenbeitrag erhältlich bei der GSP - Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Projekte mbH, Loher Straße 7, 42283 Wuppertal.

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Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst
Der ASB in NRW bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Mehr Infos hier

trailer-100-hnr-1Arbeiter-Samariter-Jugend
Wir bewegen was: Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) ist der Jugendverband des ASB. Mehr Infos hier

trailer regenbogen 100 1LSBTTI-Netzwerk im ASB
Schwule, Lesben und Trans* bringen sich auf allen Ebenen des ASB ein, ob haupt- oder ehrenamtlich, ob sichtbar als LSBTTI oder nicht – sie sind ein fester Bestandteil des Verbandes. Mehr Infos hier

Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. | Kaiser-Wilhelm-Ring 50  | 50672 Köln  | Tel. 0221-949 707-0  |  Fax: 0221-949 707-19
E-Mail: kontakt@asb-nrw.de | Internet: www.asb-nrw.de

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