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Vielfalt im ASB

Der ASB steht für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern, von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, von Hetero-, Homo- und Transsexuellen, von Menschen mit und ohne Behinderung, jungen und alten Menschen ... kurzum: Vielfalt ist gelebte Realität im ASB.

Der ASB begreift Vielfalt als Bereicherung und Chance. Selbstverständlich sind für die Samariterinnen und Samariter ein kultursensibler Umgang und der Respekt vor dem Anderssein. Auch Schwule, Lesben und Trans* bringen sich auf allen Ebenen des ASB ein, ob haupt- oder ehrenamtlich, ob sichtbar als LSBTTI* oder nicht – sie sind ein fester Bestandteil des Verbandes.

Die LSBTTI*-Thematik taucht selbstverständlich auch bei Angeboten des ASB – also auf Kundenseite – immer wieder auf, etwa im Bereich der „kultursensiblen“ Pflege, bei Sanitätsdiensten für LSBTTI*-Veranstaltungen und in der Flüchtlingshilfe.

Seit März 2016 gibt es das bundesweite Netzwerk "Vielfalt im ASB". Interessierte sind herzlich eingeladen, sich hier inhaltlich und organisatorisch einzubringen. Wir sehen uns!


Aktuelle Nachrichten zu LSBTTI* 


 

Rückblick auf das vierte bundesweite Netzwerktreffen „Vielfalt im ASB“

stoerer netwerktreffen rueckblick nov 2017 250Die Chancengleichheit der Geschlechter, die internationale Situation von LSBTTI*, der Umgang mit rechtspopulistischen Strömungen und die Teilnahme an den kommenden CSD-Veranstaltungen waren spannende und herausfordernde Themen des vierten LSBTTI*-Netzwerktreffens „Vielfalt im ASB“.

Die Veranstaltung fand am 10. und 11. November 2017 in den neuen Tagungsräumlichkeiten des ASB NRW e.V., dem ASB Forum NRW in zentraler Kölner Lage, statt. Renate Sallet vom Vorstand des ASB NRW begrüßte die aus Nah und Fern angereisten Samariterinnen und Samariter aus vier Landesverbänden und dem Bundesverband. In ihrem Grußwort machte sie deutlich, wie wichtig Vielfalt für eine demokratische Gesellschaft und einen Verband wie den ASB – der sich für Werte wie Respekt, Solidarität und Weltoffenheit stark macht – sind. Sie verurteilte das Hetzen rechtspopulistischer Kräfte gegen Minderheiten und wandte sich gegen das zunehmende Propagieren konservativer Geschlechterrollen. Sie wünschte sich, dass der ASB sich noch stärker als gelebtes positives und vielfältiges Gegenmodell zu den rechtspopulistischen Strömungen in der Gesellschaft positioniert.

netzwerktreffen vielfalt 1 250Anschließend gab Wilhelm Müller (Foto links) vom Präsidium des ASB Deutschland einen Einstieg in das erste Tagungsthema, der Chancengleichheit der Geschlechter. Mit seinen profunden und bewegenden Einblicken in die Geschichte der Samariterinnen verdeutlichte er das bedeutsame Engagement von Frauen im Arbeiter-Samariter-Bund seit dessen Gründung im Jahr 1888. Bemerkenswerterweise herrschte schon von Anfang an eine große Selbstverständlich zwischen den Samaritern beiderlei Geschlechts. Dabei war das Engagement der weiblichen Samariter substanziell für den Verband. So wäre ohne Ernestine Dietrich, die Ehefrau des ASB-Gründers Gustav Dietrich, der erste „Lehrkurs für Arbeiter in Erster Hilfe“ wahrscheinlich niemals zustande gekommen. Sie war es, die einen Arzt dazu animierte, den Kurs zu leiten. Schon ab 1890 standen Frauen beim ASB in Führungsverantwortung und frühe historische Fotos dokumentieren Samariterinnen bei Einsätzen, etwa beim Transport von Verletzten. Auch in gesellschaftspolitischen Fragen stand der ASB auf der Seite der Frauen, wie in den 1920er-Jahren beim Kampf um die Abschaffung des Abtreibungsparagraphen 218. Wilhelm Müller rundet seine Ausführungen mit dem Apell ab, dass sich der ASB zukünftig noch intensiver gesellschaftlich engagieren und noch klarer Stellung zu aktuellen politischen Debatten beziehen sollte.

Inken Renner (Foto rechts), Bundesvorstandsmitglied des Lesben- und Schwulenverbandes Deutschland (LSVD), beleuchtete in ihrem darauffolgenden Referat „Geschlecht und Geschlechterrollen und die beruflichen und gesellschaftlichen Auswirkungen“ die Möglichkeiten und Strategien einer Gleichstellung von Frauen und Männern, gerade auch unter dem Aspekt des Diversity Managements. Das Netzwerktreffen widmet sich schon seit seiner Gründung vor zwei Jahren intensiv dem Thema Diversity (siehe auch www.charta-der-vielfalt.de). Dabei ist die Dimension „Geschlecht“ im Diversity Management von grundlegender Bedeutung. Es geht insbesondere darum, alle Geschlechter nachhaltig in allen Bereichen des beruflichen Lebens gleichberechtigt einzubinden und die Diskriminierung von Menschen, egal welcher geschlechtlichen oder sexuellen Identität, abzubauen.

Die Referentin stellte ihre Ausführungen unter ein Zitat der EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, Věra Jourová: „Gleichstellung bedeutet nicht, dass Frauen mehr wie Männer werden sollen. Vielmehr geht es um die Schaffung eines Umfelds, in dem beide Geschlechter gleiche Wahlmöglichkeiten haben und uneingeschränkt am sozialen, Arbeits- und Familienleben teilhaben können“. Frau Renner identifizierte fünf Bereiche, die Möglichkeiten für eine aktive Gleichstellungsarbeit in Organisationen, also auch beim ASB, bieten: Sprache, Gremien, Familie & Beruf, Außendarstellung und Struktur & Sichtbarkeit. In allen Kategorien gelte es, die unterschiedlichen Bedarfe zu analysieren und Möglichkeiten zu schaffen, um gleiche Chancen für alle Geschlechter zu realisieren.

netzwerktreffen vielfalt karte 250Über die internationale Situation von LSBTTI* und die zivilgesellschaftlichen Handlungsspielräume von NGOs zur Stärkung von LSBTTI*-Strukturen berichtete dann Klaus Jetz, Geschäftsführer der Hirschfeld-Eddy-Stiftung und des LSVD Bundesverbandes. Er erläuterte anhand einer Weltkarte (PDF) die unterschiedlichen Lebenssituationen von LSBTTI*, die von der Bedrohung mit der Todesstrafe bis zu „Ehe für Alle“ und einer Antidiskriminierungsgesetzgebung reichten. Er konstatierte, dass trotz der positiven Entwicklung in manchen Ländern, es auch eine entgegengesetzte globale Tendenz gäbe. Zivilgesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten wären etwa durch rechtliche Einschränkungen in verschiedenen Staaten bedroht, zum Beispiel durch sogenannte „Agentengesetze“ bzw. „Propagandagesetze“. Im Anschluss berichtete Bernd Ilg vom ASB Bundesverband über die Struktur und die Arbeitsweise der Auslandshilfe des ASB Deutschland. Er gab einen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten der Unterstützung von Menschen in Not und die strukturellen, gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen bei der Arbeit vor Ort.

Beim letzten inhaltlichen Tagesordnungspunkt am ersten Netzwerktag diskutierten die Samariterinnen und Samariter über den erstarkenden Rechtspopulismus in Deutschland. Von Teilnehmenden wurde angeregt, dass sich der Verband hier klarer positionieren müsse, nicht nur aufgrund seiner Werte, die von Solidarität, Vielfalt und Toleranz geprägt wären, sondern auch aufgrund der Verbandsgeschichte: Der ASB war ab 1933 von den Nationalsozialisten de facto verboten worden und konnte erst nach dem zweiten Weltkrieg wieder seine Arbeit aufnehmen.

Der zweite Netzwerktag hatte starken Praxisbezug und befasste sich mit der Charta der Vielfalt, dem „Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie“ (IDAHOT) und den kommenden CSD-Veranstaltungen. So wurde angeregt, dass neben dem ASB Deutschland und einiger weiterer ASB-Gliederungen vor Ort, noch mehr Verbände bei der Unternehmensinitiative Mitglied werden sollten (siehe hier), um so inner- und außerverbandlich ein deutliches Zeichen für Vielfalt zu setzen. Ebenfalls eine attraktive und gut umzusetzende Möglichkeit, sich als vielfältiger Verband darzustellen, ist einen Teilnahme am „Deutschen Diversiy Tag“, der in 2018 am 05. Juni stattfindet (Beispiele für ASB-Aktivitäten dazu findet man hier).

csd mannheim 2017 250In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Teilnahme von ASB-Verbänden an den CSD-Veranstaltungen auf besonders positive inner- und außerverbandliche Resonanz stößt, sowohl im Bereich des Sanitätsdienst, als auch durch eine Beteiligung am Demonstrationszug. Sicher ist in 2018 eine ASB-Teilnahme mit einen Paradewagen bei den CSD-Veranstaltungen in Köln und Mannheim, einige weitere sind ganz konkret im Gespräch. Im Internet stehen hier Tipps, Infos und Downloads für ASB-Verbände bereit, die sich bei CSD-Veranstaltungen einbringen möchten. Beim nächsten Treffen, das in der ersten Hälfte 2018 stattfinden wird, werden die anstehenden Aktivitäten des ASB bei den CSD-Veranstaltungen ein Schwerpunktthema sein. Einen kurzen Rückblick auf die CSD-Teilnahmen in 2017 findet man zum Beispiel hier: CSD in Köln, CSD in Mannheim.

Neben der intensiven inhaltlichen Arbeit war auch das gegenseitige Kennenlernen und sich Vernetzen ein wichtiger Aspekt des Treffens. Ein gemeinsamer Besuch einer Aufführung des legendären Kölner Scala-Theaters rundete das Treffen ab. Zum nächsten Netzwerkreffen „Vielfalt im ASB“ sind wieder alle Samariterinnen und Samariter aus ganz Deutschland eingeladen.

Immer aktuell:
Internet: www.asb-queer.de
Facebook: asbqueer

Fotos: ASB NRW/Frank Hoyer

Der Anmeldecountdown läuft! Bundesweites Treffen „Vielfalt im ASB“ im November 2017 in Köln

stoerer netwerktreffen nov 2017 250Das mittlerweile vierte bundesweite LSBTTI*-Netzwerktreffen "Vielfalt im ASB" findet am 10. und 11. November 2017 in Köln statt.

Als inhaltliche Schwerpunkte sind die Themen „Geschlecht und Geschlechterrollen und die beruflichen und gesellschaftlichen Auswirkungen“ und die internationale Situation von LSBTTI* vorgesehen. Auch das Thema „Diversity Management“, also die Gewinnung und Bindung von Kund/innen, Mitarbeiter/innen und Mitgliedern, wird – wie beim Treffen im März 2017 – zur Sprache kommen.

Getagt wird am Freitag, den 10. November 2017, von 11:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr und am Samstag, den 11. November 2017, von 10:00 Uhr bis ca. 13:30 Uhr im neuen ASB Forum NRW (Hansaring 10, 50670 Köln). Das ASB Forum NRW befindet sich wenige Meter entfernt von der Landesgeschäftsstelle des ASB NRW e.V. (Kaiser-Wilhelm-Ring 50, 50672 Köln).

Für Grußworte zur Veranstaltung konnten Wilhelm Müller (Präsidium ASB Deutschland) und Renate Sallet (Vorstand ASB NRW) gewonnen werden. Das ausführliche Programm und das Anmeldeformular sind hier als PDF downloadbar. Am Freitagabend ist ein gemeinsamer Besuch des legendären Kölner Scala-Theaters vorgesehen.

Sollte noch ein Übernachtungsplatz benötigt werden, bitten die Organisatoren um umgehende Rückmeldung. Auch bei inhaltlichen Anregungen bzw. Fragen zum Netzwerktreffen steht Frank Hoyer vom Organisationsteam unter der Telefonnummer 0221-949707-21 bzw. per E-Mail hoyer (at) asb-nrw.de gerne zur Verfügung.

Egal ob lesbisch, schwul, trans* oder hetero, ob Frau oder Mann, ob ehren- oder hauptamtlich, von Nah oder Fern … wir freuen uns über Ihre Teilnahme! Wir sehen uns in Köln! 

Foto: ASB NRW

ASB bringt seine Expertise ein bei LSVD-Workshop zu bürgerschaftlichem Engagement

lsvd workshop oktober 2017 250Die Gewinnung von freiwillig Aktiven ist für viele Organisationen und Gruppen eine kontinuierliche Aufgabe, denn ohne Ehrenamt könnten eine Vielzahl an gesellschaftlichen Herausforderungen nicht gemeistert werden.

Der Arbeiter-Samariter-Bund hat am 14. Oktober 2017 in Würzburg seine jahrzehntelange Erfahrungen in diesem Themenfeld im Rahmen eines Workshops beim Bund-Länder-Treffen des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) eingebracht.

Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW, erläuterte in einem Impulsreferat die Voraussetzungen für eine gelingende Aktivierung von Menschen und eine nachhaltige Begeisterung für ein Engagement in Organisationen. Anschließend wurden in verschiedenen Kleingruppen die inhaltlichen und organisatorischen Voraussetzungen für das Ehrenamt diskutiert und genauer geschaut, was die Motivation von freiwillig Aktiven ist.

„Ich habe mich über den intensiven fachlichen Austausch mit dem LSVD sehr gefreut.“, resümierte Dr. Sandbrink am Ende der Veranstaltung. „Die vielfältigen Erfahrungen unserer Organisationen können zu neuen spannenden Ergebnissen führen. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem LSVD.“

Der ASB NRW e.V. und der LSVD haben schon in der Vergangenheit immer wieder bei verschiedenen Projekten kooperiert, unter anderem bei der Erstellung der Broschüren Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen und Orientierungshilfe für Flüchtlinge: Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität.
Foto: ASB NRW

Positionspapier der ASJ Deutschland: Rechtspopulisten entgegentreten

xu berlin 250In einem anlässlich der Bundestagswahl 2017 veröffentlichten Positionspapier bezieht die ASJ Position gegen rechtspopulistisches Gedankengut und betont die große Bedeutung einer gelebten Demokratie für ein gelingendes Gemeinwesen.

In der Stellungnahme der jungen Samariterinnen und Samariter wird auch der dringend notwendige Schutz von gesellschaftlichen Minderheiten – wie zum Beispiel Schwulen, Lesben und Trans* – hervorgehoben. Die ASJ hinterfragen zudem konservative Geschlechter- und Familienmodelle und warnt vor einem Ausschluss von Minderheiten am gesellschaftlichen Leben, etwa von Personen mit körperlichen oder geistigen Handicaps.

Von substantieller Bedeutung ist den ASJ'lerinnen und ASJ'lern ein Engagement für die Demokratie und eine Teilhabemöglichkeit aller Menschen am demokratischen System. Das Positionspapier kann hier heruntergeladen werden.
Foto: ASJ Deutschland

Jetzt anmelden! Bundesweites Treffen „Vielfalt im ASB“ im November 2017 in Köln

stoerer netwerktreffen nov 2017 250Das mittlerweile vierte bundesweite LSBTTI*-Netzwerktreffen "Vielfalt im ASB" findet am 10. und 11. November 2017 (wie gehabt) in Köln statt.

Als inhaltliche Schwerpunkte sind die Themen „Geschlecht und Geschlechterrollen und die beruflichen und gesellschaftlichen Auswirkungen“ und die internationale Situation von LSBTTI* vorgesehen. Auch das Thema „Diversity Management“, also die Gewinnung und Bindung von Kund/innen, Mitarbeiter/innen und Mitgliedern, wird – wie beim Treffen im März 2017 – zur Sprache kommen.

Für Grußworte zur Veranstaltung konnten Reinhard Klenke (Vorstand Parität NRW), Wilhelm Müller (Präsidium ASB Deutschland) und Renate Sallet (Vorstand ASB NRW) gewonnen werden.

Getagt wird am Freitag, den 10. November 2017, von 11:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr und am Samstag, den 11. November 2017, von 10:00 Uhr bis ca. 13:30 Uhr in der Landesgeschäftsstelle des ASB NRW e.V. (Kaiser-Wilhelm-Ring 50, 50672 Köln). Am Freitagabend ist ein gemeinsamer Besuch des legendären Kölner Scala-Theaters vorgesehen.

Das ausführliche Programm und das Anmeldeformular sind hier als PDF downloadbar. 

WICHTIG: Sollte ein Übernachtungsplatz benötigen werden und/oder Interesse an der Abendveranstaltung am 10. November 2017 betehen, ist aus organisatorischen Gründen eine verbindliche Anmeldung bis zum 29. September 2017 empfehlenswert. Sollten diese Optionen nicht gewünscht sein, genügt eine Rückmeldung bis zum 25. Oktober 2017.

Bei inhaltlichen oder organisatorischen Anregungen bzw. Fragen zum Netzwerktreffen steht Frank Hoyer vom Organisationsteam unter der Telefonnummer 0221-949707-21 bzw. per E-Mail hoyer (at) asb-nrw.de gerne zur Verfügung.

Egal ob lesbisch, schwul, trans* oder hetero, ob Frau oder Mann, ob ehren- oder hauptamtlich, von Nah oder Fern … wir freuen uns über Ihre Teilnahme! Wir sehen uns in Köln! 

Foto: ASB NRW

Thema „Vielfalt im ASB“ bei Ehrenamtsmesse in der Wedemark

asb hannover stadt ehrenamtstag vielfalt 19 08 2017 250Am 19. August 2017 veranstaltete die Freiwilligenagentur Wedemark (Region Hannover) ihre erste Ehrenamtsmesse.

Ausstellungen und Aktionen von dreißig Organisationen, Vereine und Initiativen waren dort zu erleben. Auch ein buntes Bühnenprogramm wurde geboten.

Bei der Veranstaltung war der ASB Hannover-Stadt ebenfalls dabei. Die Samariterinnen und Samariter hatten einen Rettungswagen als Eyecatcher mitgebracht und informierten an ihrem Stand über die verschiedenen Leistungsbereiche des Verbandes und die Möglichkeiten, sich beim Arbeiter-Samariter-Bund freiwillig aktiv zu engagieren.

In den Fokus gerückt wurde zudem „Vielfalt im ASB“ – ein Thema, das viele Kund/innen, Mitarbeiter/innen und Mitglieder/innen am Herzen liegt, denn die Gesellschaft wird immer bunter. Der ASB begreift Vielfalt als Bereicherung und Chance. So ist es ihm wichtig, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Weltanschauung und Religion, Behinderung, Alter, sexueller und geschlechtlicher Identität. Mehr Informationen über den ASB Hannover-Stadt hier
Foto: ASB Hannover-Stadt

Workshop zu besonderen Herausforderungen in der Arbeit mit LSBTI*-Geflüchteten

regenbogen schirm 250Am 21. August 2017 führte die ASB Flüchtlingshilfe NRW gGmbH mit Unterstützung des ASB NRW e.V. eine Schulung in der vom ASB betreuten Zentralen Unterbringungseinrichtung in Kerpen zu den besonderen Herausforderungen in der Arbeit mit lesbisch, schwul und transident lebenden Geflüchteten durch.

In Deutschland angekommen, fühlen sich die Betroffenen häufig nicht sicher. In Unterkünften, in denen sich viele Menschen auf engem Raum aufhalten, besteht die Gefahr, dass weiterhin Diskriminierung stattfindet. In vielen Fällen besteht bei den Betroffenen eine Hemmschwelle sich an offizielle Stellen und den Betreuungsverband zu wenden. Daher dürfte die Dunkelziffer an von Diskriminierung und Gewalt betroffenen LSBTI*-Geflüchteten in Flüchtlingseinrichtungen wesentlich höher sein als die bisher bekannten Fallzahlen, die schon überdurchschnittlich hoch sind.

Es bedarf daher einer aktiven Beschäftigung der BetreuerInnen in den Flüchtlingseinrichtungen mit der Thematik und einer deutlichen Sichtbarmachung, dass man als Anlaufstelle zur Verfügung steht. Der Workshop der ASB Flüchtlingshilfe NRW gGmbH für 20 Mitarbeiterinnen war dabei ein Baustein.

Die Referentinnen* Katja Schröder und Merit Kummer vom Kölner Beratungszentrum rubicon gaben zu Beginn des Workshops Informationen zur rechtlichen, politischen und sozialen Situation von LSBTI*-Geflüchteten in Deutschland und in den Herkunftsländern. Auch Grundlegendes zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt wurde thematisiert. Das Konzept der Schulung basiert auf der Ausarbeitung der „Rainbow Refugees support group Cologne“, einer ehrenamtlichen Organisation, die seit ihrem Beginn im November 2015 mit dem rubicon kooperiert und ebenfalls eine umfangreiche Expertise aufweist.

Der Workshop regte zur Auseinandersetzung mit eigenen Werten und Normen an. Ziel war es, die Handlungssicherheit der TeilnehmerInnen zu stärken, für die spezifischen Herausforderungen zu sensibilisieren und zur Integration des Themas in Projekte oder der Entwicklung neuer Projekte anzuregen. Das auch kulturell vielfältige Team aus Kerpen konnte beim Workshop Erfahrungen im Umgang mit dem Thema aus mehreren Ländern beisteuern und war interessiert, Hintergründe zu erfahren. Ein zweiter Workshop wird im September 2017 mit Unterstützung des Flüchtlingsrats NRW stattfinden.

Hintergrundinformation

Lesbische, bisexuelle, schwule, trans- und intersexuelle Menschen (LSBTI*) werden in über 75 Staaten strafrechtlich verfolgt. Dort drohen Gefängnisstrafen, Zwangsverheiratung, Folter oder die Todesstrafe. Zugleich erleben sie auch im gesellschaftlichen Alltag Anfeindungen, soziale Ausgrenzung, Hetzkampagnen, psychische und körperliche Gewalt. Die Verfolgung aufgrund von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität ist als Asylgrund anerkannt.

Weiterführende Informationen zum Thema

In Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), dem Paritätischen Gesamtverband und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, hat der ASB eine „Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen“ herausgegeben, die hier zum Download bereitsteht. Gefördert wurde die Erstellung der Publikation durch die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Die vom ASB in NRW erarbeiteten „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“, geben praktische Empfehlungen für den Schutz vor und in erster Linie die Prävention von Gewalt in Flüchtlingseinrichtungen (Download hier).

Zudem hat der ASB, gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband und dem LSVD eine Orientierungshilfe zum Themenbereich „Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ in mehreren Sprachen entwickelt (Download hier). Unterstützt wurde die Erstellung der Publikation von www.refugeeguide.de und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Foto: Frank Hoyer

Broschüre "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" erschienen

mindeststandards fluechtlingsunterkuenfte broschuere cover 2017 250Im Rahmen der „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" haben das Bundesfamilienministerium und UNICEF „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ herausgegeben. 

Die unter der fachlichen Beteiligung des ASB NRW e.V. und vieler weiterer Partner erarbeitete Broschüre erweitert den Fokus auf besonders schutzbedürftige Personengruppen – wie Kinder, Jugendliche und Frauen – und enthält erstmals auch Leitlinien zum Schutz von geflüchteten Menschen mit Behinderung und LSBTI*-Geflüchteten. Die 52 Seiten umfassende Veröffentlichung kann hier als PDF herunterladen werden.

Ergänzend zum Thema sind folgende, vom ASB NRW teilweise mit Kooperationspartner herausgegebene Broschüren erhältlich: 

„Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“ Download als PDF

"Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen" Download als PDF

Orientierungshilfe für Flüchtlinge: „Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ Download als PDF (auch in einfacher deutscher Sprache Download als PDF)

"Von Mensch zu Mensch. Die ASB Flüchtlingshilfe in Nordrhein-Westfalen" Download als PDF

Für Rückfragen zum Thema steht Frau Solveig Velte vom ASB NRW e.V. unter Telefon 0221-94970712 und E-Mail velte (at) asb-nrw.de zur Verfügung.

ASB beim Rhein-Neckar-CSD 2017 dabei

csd mannheim 2017 250Bereits zum dritten Mal in Folge hat der Arbeiter-Samariter-Bund Region Mannheim/Rhein-Neckar bei der jährlichen CSD-Demonstration in Mannheim Flagge gezeigt. Zehntausende Menschen säumten am 12. August 2017 den Paradeweg durch die Innenstadt.

An der Demonstration nahmen über 50 Fahrzeuge und Fußgruppen teil. Die Samariterinnen und Samariter verteilten von ihrem in den ASB-Farben gehaltenen Wagen Luftballons, Infoflyer und vieles mehr. Auch für Partymusik war gesorgt. Die ASBler/innen warben mit ihrer CSD-Teilnahme für Respekt, Vielfalt und Solidarität.

Fotogalerie auf Facebook

Zum CSD-Straßenfest vor dem prunkvollen Mannheimer Schloss, zu dem viele tausend Besucher/innen kamen, hatte der ASB eine riesige Hüpfburg beigesteuert. Die Mannheimer CSD-Demonstration stand unter dem Motto „#lovewins“.
Foto: Frank Hoyer

CSD 2017 in Mannheim: ASB ist mit dabei

csd mannheim rhein neckar 250Der ASB Mannheim/Rhein-Neckar lädt auch in diesem Jahr wieder alle Samariter/innen aus Nah und Fern zur Teilnahme an der Mannheimer CSD-Parade ein.

Die Demonstration, die unter dem Motto #lovewins steht, findet am Samstag, den 12. August 2017, ab 14:00 Uhr mit einer Auftaktkundgebung statt. Dann startet um 14:30 Uhr die bunte Parade durch Mannheim mit mehreren Dutzend Wagen und Fußgruppen. Um ca. 17:00 Uhr endet die Demonstration vor dem prächtigen Barockschloss.

Alle ASB´ler/innen sind herzlich eingeladen, nach Mannheim zum CSD zu kommen und so ein Zeichen für Vielfalt und Respekt zu setzen. Treffpunkt ist ab 13:30 Uhr am Startplatz der Parade in der Innenstadt (Plan der Demoroute siehe hier). Unter anderem haben schon Samariter/innen aus Nordrhein-Westfalen ihre Teilnahme zugesagt.

Viele Infos zum CSD Rhein-Neckar findet man hier

Wir sehen uns!

Facebook "ASB Queer"

fb-logo

Aktuelle Infos zum Netzwerk "Vielfalt im ASB" und zu LSBTTI* findet man auch auf der Facebook-Seite ASB Queer

Diversity

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Auch der ASB Deutschland e.V. und der ASB NRW e.V. haben die Unternehmensinitiative "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. Die Umsetzung der Charta hat zum Ziel, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller und geschlechtlicher Identität. mehr

Die "Charta für Vielfalt" ruft jedes Jahr zur Teilnahme am Deutschen Diversity-Tag auf.

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Mit dem Hausnotruf-Service des ASB fühlen Sie sich zu Hause sicher. Rund um die Uhr! Mehr Infos hier

trailer-100-hnr-1Arbeiter-Samariter-Jugend
Wir bewegen was: Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) ist der Jugendverband des ASB. Mehr Infos hier

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Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst
Der ASB in NRW bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Mehr Infos hier

Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. | Kaiser-Wilhelm-Ring 50  | 50672 Köln  | Tel. 0221-949 707-0  |  Fax: 0221-949 707-19
E-Mail: kontakt@asb-nrw.de | Internet: www.asb-nrw.de

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