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Aktuelles zu ASB und Digitalisierung

Welche Chancen bietet die Digitalisierung für Mitarbeiter*innen, Ehrenamtliche und Kund*innen? Welche technischen Herausforderungen gilt es zu meistern? Welche Risiken für die informationelle Selbstbestimmung gibt es – vor allem, wenn man dabei vulnerable Gruppen in den Blick nimmt?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines gemeinsamen Workshops, den der ASB NRW e.V. gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) am 13. Dezember 2018 im ASB Forum NRW in Köln durchführte.
Bild: ASB NRW e.V.

Die Digitalisierungsstrategie des ASB NRW e.V. ist kein Alleingang des ASB-Landesverbandes in Nordrhein-Westfalen. Die zentralen Eckpunkte der Strategie wurden gemeinsam mit den ASB-Verbänden in NRW erarbeitet und immer wieder auf den Prüfstand gestellt. Ziel war es, ein praxistaugliches Konzept für die Umsetzung von Digitalisierungsprozessen im Sozialwesen in allen ASB-Einrichtungen in NRW vorzulegen.

Um einen Überblick darüber zu geben, welche Ebenen bisher beteiligt waren, hat die Referentin für Digitalisierung des ASB NRW e.V. eine Übersicht erstellt. Folgende Meilensteine sind festzuhalten:

  • Vortrag bei der Vorstandsitzung ASB NRW e.V., Köln, 03.02.3018
  • Vortrag und Diskussion beim Arbeitskreis der Geschäftsführer*innen des ASB NRW, Köln, 28.02.2018
  • Denkfabrik „Digitalisierung und Wohlfahrtspflege“ des ASB NRW e.V. Köln, 08.03.2018
  • Vortrag mit Schwerpunkt Altenhilfe bei der Tagung der Geschäftsführung des ASB Düsseldorf, 30.06.2018
  • Vortrag bei der Sitzung des Landesausschusses des ASB NRW e.V., 8.10.2018

Die Vorträge beinhalteten jeweils einen Input zu dem Thema Digitalisierung und beschäftigten sich mit Fragen wie: Was ist Digitalisierung? Was ist Wohlfahrt 4.0? Wie sieht die bisherige Forschung zum Thema Wohlfahrt 4.0 aus? Wie hoch ist die Verbreitung von Digitalisierung im Sozialwesen und warum sollte die Wohlfahrt sich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen? Welche Chancen und Risiken birgt die Digitalisierung für das Sozialwesen?

Anschließend wurde über den aktuellen Stand der Strategie zur Digitalisierung für den ASB NRW e.V. informiert und gemeinsam diskutiert, wie diese weiterentwickelt werden sollte. Input und die Strategie wurden nach jeder Diskussionsrunde angepasst und somit iterativ auf die Bedürfnisse des ASB NRW e.V. zugeschnitten.

Zudem flossen auch externe Impulse in die Strategie-Entwicklung ein. So wurden Erkenntnisse aus folgenden Veranstaltungen genutzt, bei denen der ASB NRW vertreten war:

  • Landtagstalk „Arbeit und Digitalisierung“, 13.02.2018
  • EVR-Forum (Evangelischer Verbund Ruhr): Sprungbrett Digitalisierung – neue Chancen für Versorgung und Kollaboration, 22.02.2018
  • Ethikjahrestagung Berlin: „Herausforderungen durch neue Technologien. Die Menschenwürde in unserer Hand“, 28.06.2018
  • Landesarbeitsgruppe Bürgerschaftliches Engagement und Digitalisierung, 5.07.2018 lagfa NRW
  • Kickoff-Workshop Digitale Jugendarbeit (Paritätischer), 06.06.2018
  • Austausch zum Thema Digitalisierung zwischen dem ASB NRW und dem Päritätischen NRW e.V., 26.03.2018
  • Austauschgespräch mit Christina Kampmann MdL (Sprecherin des Ausschusses für Digitalisierung und Innovation im Landtag NRW), 19.09.2018
  • Workshop (Vorbereitung) von ASB NRW e.V. und dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) zum Thema „Chancen und Risiken der Digitalisierung für die informationelle Selbstbestimmung unter besonderer Berücksichtigung von vulnerablen Gruppen“, Köln, 13.12.2018
  • „Bundeskongress Soziale Arbeit 2018. Der Wert des Sozialen – Der Wert der Sozialen Arbeit“, 07.09.2018
  • Jahresempfang des ASB NRW e.V., Düsseldorf, 07.04.2018

Update 2019: Die fertige Strategie können Sie hier nachlesen.

 

Bild: ASB NRW e.V.

Der ASB NRW hat einen Flyer zum Thema Digitalisierung unter dem Titel "Technik verantwortungsbewusst entwickeln und einsetzen – Digitalisierung: Chancen und Herausforderungen für den sozialen Bereich" veröffentlicht.

Der Verband informiert darin über seine grundsätzliche Haltung zur Digitalisierung und zeigt anhand von Beispielen, wie Digitalisierung beim Arbeiter-Samariter-Bund in Nordrhein-Westfalen eingesetzt wird. Der Flyer kann hier als PDF angesehen werden.
Foto: ASB NRW e.V.

schaltplan 250Welche Chancen bietet die Digitalisierung? Und welche Herausforderungen kommen durch deren immer umfassenderen Einsatz auf die Gesellschaft zu?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Gedankenaustausches zwischen der Landtagsabgeordneten Christina Kampmann (SPD) und Vertreter/innen des ASB NRW e.V. am 19. September 2018 im nordrhein-westfälischen Landtag.

Die Abgeordnete, die stellvertretendes Mitglied in der Enquetekommission "Digitale Transformation der Arbeitswelt in Nordrhein-Westfalen" ist und bis Mitte 2017 NRW-Familienministerin war, betonte im Gespräch, dass bei allen technologischen Entwicklungen der Mensch im Mittelpunkt stehen müsse.

Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW, und Dr. Birte Schiffhauer, Referentin für Digitalisierung beim ASB NRW, erläuterten die Digitalisierungsstrategie ihres Verbandes. Sie führten aus, dass sich der ASB NRW durch die Digitalisierung nicht nur inhaltlich, serviceorientiert und strukturell weiterentwickeln werde, sondern auch einen Beitrag dazu leiste, Werte wie Selbstbestimmung, Solidarität und Respekt als tragende Säulen der Gesellschaft bei der sich immer weiter beschleunigenden technologischen Entwicklung zu erhalten und weiter auszubauen.

„Es geht darum, die soziale Infrastruktur in einem zunehmend digitalen Umfeld zu gewährleisten und auszubauen. Das sehen wir als eine der großen Aufgaben für uns als ASB. Dabei ist uns wichtig, die Positionen der Sozialverbände bei der Digitalisierung in der Debatte deutlich herauszuarbeiten, auch weil der soziale Sektor zu den großen Arbeitergebern und Dienstleistern in Deutschland zählt.“, resümierte Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW, nach dem Termin. Die Gesprächspartner/innen vereinbarten, zu diesen zukunftsweisenden Thema weiterhin im Dialog zu bleiben.
Bild: ASB NRW e.V.

asb nrw jahresempfang 2018 2 250Mit den Themen Digitalisierung und Vielfalt rücke der ASB zwei überaus bedeutsame Zukunftsthemen in den Mittelpunkt seiner Arbeit, betonte Ministerpräsident Armin Laschet in seiner Rede anlässlich des Jahresempfangs 2018 des ASB NRW e.V.

Über 200 Gäste aus Parlamenten, Verbänden, Ministerien, Verwaltungen, Firmen und befreundeten Hilfsorganisationen waren der Einladung der Samariterinnen und Samariter am 07. April 2018 in das Düsseldorfer Museum Kunstpalast gefolgt. Darunter auch die Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel. 

Fotogalerie auf Facebook; Twitter-Nachrichten der Staatskanzlei zum Jahresempfang hier und hier

digitalisierung asb nrw austausch maerz 2018Digitalfunk im Katastrophenschutz, Aufklärungsdrohnen zur Orientierung bei Sanitätsdiensten, Tourenplanung in der ambulanten Pflege, der Austausch zwischen Kund/innen und Mitarbeiter/innen über Soziale Medien und vieles mehr: Digitale Technik wirkt sich tagtäglich auf die Arbeit des ASB aus – wie auch auf alle Menschen und Organisationsformen weltweit.

Im Rahmen eines fachlichen Austausches am 08. März 2018 kamen Samariter/innen aus verschiedenen Arbeitsbereichen und Gremien zusammen, um sich über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für den sozialen Bereich auszutauschen. Inhaltlich gestützt wurde die Debatte durch Impulsvorträge von Dr. Birte Schiffhauer, Referentin für Digitalisierung beim ASB NRW, und Christoph Buro, Vorstand der MW10 AG aus Gräfelfing. Die Softwarefirma MW10 entwickelt derzeit in Zusammenarbeit mit dem ASB Regionalverband Münsterland eine App für Kitas und für den ASB NRW e.V. (und weitere ASB-Verbände) ein Kundenmanagementsystem.

Die Diskutant/innen identifizierten für den ASB Möglichkeiten, durch die Digitalisierung und den weiteren technischen und medizinischen Fortschritt seine Dienste weiterzuentwickeln, neue Arbeitsplätze zu schaffen und innovative Leistungsbereiche zu etablieren. Sie sahen aber auch die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Werte wie (informationelle) Selbstbestimmung, Solidarität und Respekt als tragende Säulen unserer Gesellschaft bei der sich immer weiter beschleunigenden technologischen Entwicklung zu erhalten und weiter auszubauen.

Die an der Diskussion beteiligten Samariter/innen waren sich einig, dass nicht alles, was technisch möglich ist, auch gut für den ASB – also zum Beispiel für seine Kund/innen und die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen – und letztendlich für die Gesellschaft ist. "Die Auswirkungen der Digitalisierung gehören in den Fokus einer umfassenden gesellschaftlichen Debatte. Der ASB in NRW wird sich aktiv und mit Nachdruck daran beteiligen," erklärte Renate Sallet vom Vorstand des ASB NRW nach der Veranstaltung.
Foto: ASB NRW/Stefan Klein

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