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Aktuelles zu ASB und Digitalisierung

Der ASB NRW e.V. widmet sich – nicht zuletzt aufgrund der Ergebnisse seines umfangreichen Verbandsentwicklungsprozesses – mit großem Engagement den Chancen und Herausforderungen neuer Technologien, insbesondere der Digitalisierung.

Das beim ASB NRW e.V. eingerichtete Referat für Digitalisiserung ist dabei nicht nur bei der konkreten Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen einbezogen, sondern befasst sich auch mit den ethischen Implikationen von digitalen Transformationsprozessen. Nun wurden diese Aspekte in eine Gesamtstrategie gegossen und in einer Broschüre veröffentlicht. Das 16-seitige Dokument kann hier als PDF aufgerufen werden.
Foto: ASB NRW e.V.

Soziale Organisationen befinden sich zwischen einerseits wahrgenommener Notwendigkeit, innovativer Technologien einzuführen, sehen andererseits aber auch Risiken, die die Digitalisierung für Mitarbeitende und Klient_innen birgt. Wie geht man damit verantwortungsvoll um?

Diese und andere Fragen beantwortet Dr. Birte Schiffhauer, Referentin für Digitalisierung des ASB NRW, in einem Interview mit dem Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, Landesgruppe Baden-Württemberg, anlässlich des Landestages der Psychologie am 13. Juli 2019 in Stuttgart.

Darin beschreibt Dr. Schiffhauer unter anderem ihren wissenschaftlichen Ansatz: "Als Sozialwissenschaftlerin interessieren mich andere Aspekte als Ingenieure und Ökonomen. Es geht nicht nur um höhere Produktivität und Effizienz, sondern darum, was die durch Digitalisierung, KI und Globalisierung in Gang gekommene kreative Zerstörung – sprich: Disruption – mit Menschen machen wird, inwiefern sie ihnen dienen, inwiefern sie schaden kann und was man gegebenenfalls tun muss, damit es zu Letzterem nicht kommt."

Zudem erklärt sie, warum für Sie als Wissenschaftlerin eine Zusammenarbeit mit dem ASB NRW besonders reizvoll erschien: "Bereits bei ersten Vorgesprächen wurde klar, dass der ASB NRW e.V. und ich ähnliche Ziele verfolgten: beide Seiten wollten ethische und soziale Aspekte in den Blick nehmen und nicht innovative Technologien um jeden Preis durchdrücken. Es sollte möglich sein, sich von Fall zu Fall auch gegen solche zu entscheiden, wenn sie sozial oder ethisch nicht vertretbar sind."

Das gesamte Interview können Sie hier nachlesen.

Bild: ASB NRW e.V.

Wie kann Digitalisierung menschenzentriert, ethisch und sozial gestaltet werden? Dieser Frage geht Dr. Birte Schiffhauer, Referentin für Digitalisierung des ASB NRW e.V., in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Archiv für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit" nach.

Die Ausgabe hat den Schwerpunkt "Soziale Arbeit in der digitalen Transformation" und beschäftigt sich in verschiedenen Aufsätzen mit der Bedeutung von Digitalisierung für die Wohlfahrtspflege. Dr. Birte Schiffhauer legt die vier Dimensionen dar, die bei der Entwicklung der Digitalisierungsstrategie für den ASB NRW e.V. im Mittelpunkt standen: Digitalisierung als Risiko, als Verantwortung, als Chance und als Notwendigkeit. Sie geht auf innovative Einzelprojekte beim ASB in NRW ein und erklärt das Vorgehen im Verband.

Schließlich erläutert der Artikel die menschenzentrierte Einführung von digitalen Technologien, die beim ASB in NRW in Zukunft zum Einsatz kommen soll. Dabei stehen die  ethischen und sozialen Implikationen der Technologien im Mittelpunkt. "Bei den Diskussionsrunden und der Denkfabrik im ASB NRW. e.V. wurde deutlich, dass die Einführung innovativer Technologien menschenzentriert, ethisch und sozial erfolgen soll. Um diesen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, wurde ein Prozess erarbeitet, der die sozialen und ethischen Implikationen bei der Einführung innovativer Technologien berücksichtigt."

Die Publikation hat einen Umfang von 80 Seiten und kostet 14,50 Euro, für Mitglieder des Deutschen Vereins 10,70 Euro. ISBN: 978-3-7841-3127-6. Sie kann versandkostenfrei beim Deutschen Verein bestellt werden unter www.verlag.deutscher-verein.de

Bild: ASB NRW e.V.

Am 21.05.2019 hat Dr. Birte Schiffhauer, Referentin für Digitalisierung des ASB NRW e.V., ein Konzept für die Untersuchung von Technostress im Sozialwesen im Rahmen des ASB NRW-Digitalisierungsprozesses vogestellt.

Im Rahmen der Tagung "Digitalisierung der Arbeit im Gesundheits- und Sozialsektor. Formen, Spannungsfelder und Gestaltungsherausforderungen" in Gelsenkirchen referierte sie zu den Erkenntnissen, die der ASB in NRW mit Digitalisierung im Sozialwesen gewonnen hat. Der Vortrag, der in Zusammenarbeit mit Dr. Anna Lena Rademaker entstand, trug den Titel "Digitalisierung im Sozial- und Gesundheitswesen - Identifikation von Veränderung und ihre Auswirkungen auf die Mitarbeiter*innen". Gemeinsam mit der anwesenden Fachcommunity wurden dabei die zentralen Aspekte von digitalen Technologien konstruktiv diskutiert, insbesondere auch von solchen, die als positiv wahrgenommenen werden.

Organisatoren der Tagung waren das Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) Düsseldorf, das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen sowie das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen.

„Digital vor analog“ als das neue „ambulant vor stationär“ müsse – so eine zentrale Diskussionslinie –  von Gesundheits- und Sozialwesen kritisch reflektiert und gestaltet werden. Saskia Freye vom FGW betonte: „Viele der aktuell diskutierten Themen sind nicht neu. In diese Debatten können Forschung und Praxis ihre Erkenntnisse, Erfahrungen und Expertise offensiv einbringen.“ Ein Risiko sahen die Tagungs-Teilnehmer*innen darin, dass aktuelle und zukünftige Perspektiven auf Digitalisierung in der Arbeit selten wirkungsbezogen, sondern meist technologiegetrieben praktiziert werden könnten.

Weitere Informationen zur Digitalisierung im Sozialwesen und Informationen des ASB NRW zu diesem Thema finden Sie hier.

Foto: ASB NRW e.V.

Erkenntnisse zu „Innovations- und Digitalisierungsprozesse(n) in Wohlfahrtsverbänden“ stellte Dr. Birte Schiffhauer am 26.04.2019 auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit in Stuttgart vor.

Bei der Tagung zum "Wandel der Arbeitsgesellschaft Soziale Arbeit in Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und Prekarisierung" richtete sie den Fokus auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf Mitarbeiter*innen in sozialen Berufen. Vor interessiertem Publikum aus Praxis und Wissenschaft diskutierte Dr. Schiffhauer ethische und soziale Konzepte zur Digitalisierung am Beispiel des ASB NRW e.V.

Bild: ASB NRW e.V.

Welche Chancen bietet die Digitalisierung für Mitarbeiter*innen, Ehrenamtliche und Kund*innen? Welche technischen Herausforderungen gilt es zu meistern? Welche Risiken für die informationelle Selbstbestimmung gibt es – vor allem, wenn man dabei vulnerable Gruppen in den Blick nimmt?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines gemeinsamen Workshops, den der ASB NRW e.V. gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) am 13. Dezember 2018 im ASB Forum NRW in Köln durchführte.
Bild: ASB NRW e.V.

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