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Aktuelles zu ASB und Digitalisierung

Welche Chancen bietet die Digitalisierung für Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Kunden? Welche technischen Herausforderungen gilt es zu meistern? Welche Risiken für die informationelle Selbstbestimmung gibt es – vor allem, wenn man dabei vulnerable Gruppen in den Blick nimmt?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines gemeinsamen Workshops, den der ASB NRW e.V. gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband Deutschlands (LSVD) am 13. Dezember 2018 im ASB Forum NRW in Köln durchführte.
Bild: ASB NRW e.V.

Der ASB NRW hat einen Flyer zum Thema Digitalisierung unter dem Titel "Technik verantwortungsbewusst entwickeln und einsetzen – Digitalisierung: Chancen und Herausforderungen für den sozialen Bereich" veröffentlicht.

Der Verband informiert darin über seine grundsätzliche Haltung zur Digitalisierung und zeigt anhand von Beispielen, wie Digitalisiserung beim Arbeiter-Samariter-Bund in Nordrhein-Westfalen eingesetzt wird. Der Flyer kann hier als PDF angesehen werden.
Foto: ASB NRW e.V.

schaltplan 250Welche Chancen bietet die Digitalisierung? Und welche Herausforderungen kommen durch deren immer umfassenderen Einsatz auf die Gesellschaft zu?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Gedankenaustausches zwischen der Landtagsabgeordneten Christina Kampmann (SPD) und Vertreter/innen des ASB NRW e.V. am 19. September 2018 im nordrhein-westfälischen Landtag.

Die Abgeordnete, die stellvertretendes Mitglied in der Enquetekommission "Digitale Transformation der Arbeitswelt in Nordrhein-Westfalen" ist und bis Mitte 2017 NRW-Familienministerin war, betonte im Gespräch, dass bei allen technologischen Entwicklungen der Mensch im Mittelpunkt stehen müsse.

Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW, und Birte Schiffhauer, Referentin für Digitalisierung beim ASB NRW, erläuterten die Digitalisierungsstrategie ihres Verbandes. Sie führten aus, dass sich der ASB NRW durch die Digitalisierung nicht nur inhaltlich, serviceorientiert und strukturell weiterentwickeln werde, sondern auch einen Beitrag dazu leiste, Werte wie Selbstbestimmung, Solidarität und Respekt als tragende Säulen der Gesellschaft bei der sich immer weiter beschleunigenden technologischen Entwicklung zu erhalten und weiter auszubauen.

„Es geht darum, die soziale Infrastruktur in einem zunehmend digitalen Umfeld zu gewährleisten und auszubauen. Das sehen wir als eine der großen Aufgaben für uns als ASB. Dabei ist uns wichtig, die Positionen der Sozialverbände bei der Digitalisierung in der Debatte deutlich herauszuarbeiten, auch weil der soziale Sektor zu den großen Arbeitergebern und Dienstleistern in Deutschland zählt.“, resümierte Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW, nach dem Termin. Die Gesprächspartner vereinbarten, zu diesen zukunftsweisenden Thema weiterhin im Dialog zu bleiben.
Bild: ASB NRW e.V.

asb nrw jahresempfang 2018 2 250Mit den Themen Digitalisierung und Vielfalt rücke der ASB zwei überaus bedeutsame Zukunftsthemen in den Mittelpunkt seiner Arbeit, betonte Ministerpräsident Armin Laschet in seiner Rede anlässlich des Jahresempfangs 2018 des ASB NRW e.V.

Über 200 Gäste aus Parlamenten, Verbänden, Ministerien, Verwaltungen, Firmen und befreundeten Hilfsorganisationen waren der Einladung der Samariterinnen und Samariter am 07. April 2018 in das Düsseldorfer Museum Kunstpalast gefolgt. Darunter auch die Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel. 

Fotogalerie auf Facebook; Twitter-Nachrichten der Staatskanzlei zum Jahresempfang hier und hier

digitalisierung asb nrw austausch maerz 2018Digitalfunk im Katastrophenschutz, Aufklärungsdrohnen zur Orientierung bei Sanitätsdiensten, Tourenplanung in der ambulanten Pflege, der Austausch zwischen Kund/innen und Mitarbeiter/innen über Soziale Medien und vieles mehr: Digitale Technik wirkt sich tagtäglich auf die Arbeit des ASB aus – wie auch auf alle Menschen und Organisationsformen weltweit.

Im Rahmen eines fachlichen Austausches am 08. März 2018 kamen Samariter/innen aus verschiedenen Arbeitsbereichen und Gremien zusammen, um sich über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für den sozialen Bereich auszutauschen. Inhaltlich gestützt wurde die Debatte durch Impulsvorträge von Dr. Birte Schiffhauer, Referentin für Digitalisierung beim ASB NRW, und Christoph Buro, Vorstand der MW10 AG aus Gräfelfing. Die Softwarefirma MW10 entwickelt derzeit in Zusammenarbeit mit dem ASB Regionalverband Münsterland eine App für Kitas und für den ASB NRW e.V. (und weitere ASB-Verbände) ein Kundenmanagementsystem.

Die Diskutant/innen identifizierten für den ASB Möglichkeiten, durch die Digitalisierung und den weiteren technischen und medizinischen Fortschritt seine Dienste weiterzuentwickeln, neue Arbeitsplätze zu schaffen und innovative Leistungsbereiche zu etablieren. Sie sahen aber auch die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Werte wie (informationelle) Selbstbestimmung, Solidarität und Respekt als tragende Säulen unserer Gesellschaft bei der sich immer weiter beschleunigenden technologischen Entwicklung zu erhalten und weiter auszubauen.

Die an der Diskussion beteiligten Samariter/innen waren sich einig, dass nicht alles, was technisch möglich ist, auch gut für den ASB – also zum Beispiel für seine Kund/innen und die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen – und letztendlich für die Gesellschaft ist. "Die Auswirkungen der Digitalisierung gehören in den Fokus einer umfassenden gesellschaftlichen Debatte. Der ASB in NRW wird sich aktiv und mit Nachdruck daran beteiligen," erklärte Renate Sallet vom Vorstand des ASB NRW nach der Veranstaltung.
Foto: ASB NRW/Stefan Klein

Spendenuebergabe-asb-Rettungshundestaffel„So viel Engagement hat mich begeistert“, zeigt sich Rudolf Weber, Inhaber und Geschäftsführer der Tersus Gebäudedienste, von der Arbeit der ASB-Rettungshundestaffel Westmünsterland beeindruckt. „Der Enthusiasmus im Team ist wirklich riesig.“

Und diese ehrenamtliche Arbeit möchte Weber unterstützen. In diesem – so wie bereits im vergangenen Jahr – gibt es deshalb statt Geschenken für seine Geschäftskunden eine Spende für die Rettungshundestaffel aus dem Münsterland. Und die freuen sich über den Betrag von 2500 €. „Dafür werden wir uns die benötigten Digitalfunkgeräte anschaffen“, freut sich Andre Dahlhaus, Leiter der Rettungshundestaffel, über das vorzeitige Weihnachtsgeschenk. Ihm liege es sehr am Herzen, der Gesellschaft auch etwas zurückzugeben, betont Weber. Denn auch die Hundestaffel leiste mit ihrer Arbeit einen großen gesellschaftlichen Beitrag.

Dahlhaus und die fünf weiteren Hundeteams werden immer dann gerufen, wenn Personen vermisst werden. Die Teams sind für die Flächensuche ausgebildet und müssen regelmäßig ihr Können und Wissen nachweisen. „Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit zählt jede Minute“, erzählt Dahlhaus, der zusammen mit den anderen Teams drei- bis viermal die Woche trainiert und als Leiter die Einsätze koordiniert.

Und die Realität zeigt, dass die Rettungshunde trotz moderner Technik immer noch gebraucht werden. Oft sind sie die ersten, die den Vermissten mit ihrer feinen Nase aufspüren. „Mich hat vor allem beeindruckt, dass die gesamte Arbeit der Hundestaffel ehrenamtlich geleistet wird“, sagt Weber, der zwar seit sieben Jahren seinen Firmensitz in Oberhausen hat, aber ebenfalls viel im Münsterland tätig ist. Dort hat er auch die Arbeit der Rettungshundestaffel kennengelernt.

Die ehrenamtlichen Teams freuen sich schon darauf, endlich die neuen Funkgeräte ausprobieren zu können. Diese sollen nicht nur die Kommunikation untereinander, sondern vor allem auch mit den anderen Einsatzkräften vereinfachen. Wie so ein Einsatz mit den neuen Funkgeräten aussehen könnte, will sich Weber dann im nächsten Jahr bei einer Übung der Rettungshundestaffel vor Ort anschauen.

Internetseite des ASB Regionalverband Münsterland

Foto: ASB Münsterland

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