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Pressebereich

Auf dieser Seite haben wir für Sie Pressenews zusammengestellt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V.
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erste hilfe asb 250 1Zum "Internationalen Tag der Ersten Hilfe" am 10. September 2016 appelliert der ASB an die Bürgerinnen und Bürger, regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen und so auch den Umgang mit einem AED zu lernen. Denn die Einbeziehung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) erhöht wesentlich die Überlebenschancen beim plötzlichen Herzstillstand.

„In Deutschland starten bei einem plötzlichen Herzstillstand nur 17 Prozent der umstehenden Menschen mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung", sagt Michael Sonntag, Referent für Notfallausbildung beim ASB-Bundesverband.

Viele Bürgerinnen und Bürger helfen nicht, weil sie sich nicht mehr an die Handgriffe erinnern können, da ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs Jahrzehnte zurückliegt. Der ASB empfiehlt deshalb, regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. In der Erste-Hilfe-Grundausbildung, die seit April 2015 nur einen Unterrichtstag umfasst, lernen die Teilnehmer nicht nur die Herz-Lungen-Wiederbelebung, sondern auch den Umgang mit einem automatisierten externen Defibrillator (AED).

„Zu wenige Helfer beziehen ein AED-Gerät, von denen es im öffentlichen Raum immer mehr gibt, in die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit ein. Dabei lassen sich so die Überlebenschancen eines Menschen wesentlich verbessern und Folgeschäden minimieren", gibt der Notfallexperte Michael Sonntag zu bedenken. Auch Laien können ein AED sicher und einfach bedienen und überbrücken somit optimal die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. „Ersthelfer können mit einem AED nichts falsch, dafür aber sehr viel richtig machen", betont der Erste-Hilfe-Experte Michael Sonntag. In öffentlichen Einrichtungen oder vor Unternehmen weist ein grünes Schild mit weißem Herz auf einen Defibrillator in unmittelbarer Nähe hin.

Der Arbeiter-Samariter-Bund bietet bundesweit eine Vielfalt an Erste-Hilfe-Lehrgängen an: Die Erste-Hilfe-Grundausbildung mit neun Unterrichtseinheiten richtet sich an Führerscheinanwärter, Ersthelfer im Betrieb, Übungsleiter und an alle Interessierten. Außerdem gibt es die Kurse „Erste Hilfe bei Kindernotfällen", „Erste Hilfe am Hund" und „Erste Hilfe für Kita-Kinder". Die ASB-Verbände vor Ort stehen für Informationen zu den Kursen zur Verfügung.
Foto: ASB/Marten Soltau

broschuere gewaltschutz fluechtlingshilfe cover 250Der Schutz vor Gewalt und die Berücksichtigung von Bedürfnissen besonders schutzbedürftiger Personen ist ein grundlegendes Thema in Flüchtlingseinrichtungen.

Die Unterkünfte bergen durch das Zusammenleben von Personen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Sprachen, dem engen Zusammenleben, der oftmals mangelnden Privatsphäre, der Unsicherheit über den Aufenthaltsstatus und weiterer Faktoren Konfliktpotentiale. Zudem sind Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und rechtsradikal motivierte Straftaten traurige Realität. Ein Gewaltschutzkonzept, das auf Prävention und ein respektvolles Miteinander setzt und in Krisensituationen praktikable Handlungsempfehlungen gibt, ist daher essentiell.

Aus diesem Grund haben der ASB Regionalverband Münsterland und der ASB NRW die Broschüre „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“ entwickelt und stellt diese ab sofort allen mit dem Thema befassten ASB-Gremien, aber auch Institutionen außerhalb des ASB, zur Verfügung. Der Gewaltschutz geht dabei über das Eingreifen bei tatsächlichen Tätigkeiten hinaus und beinhaltet unter anderem ein Konzept zur Raumaufteilung und ein Bekenntnis zu einem harmonischen und respektvollen Umgang innerhalb der Einrichtung. Die Handreichung enthält daher auch Empfehlungen für präventive Maßnahmen.

Anlässlich der Veröffentlichung der Handreichung am 25.08.2016 in Münster erklärt Solveig Velte, Referentin für Flüchtlingshilfe beim ASB NRW e.V: „Beim ASB arbeiten Haupt- und Ehrenamt Hand in Hand, um Flüchtlingen einen menschenwürdigen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. Wenn Menschen in Flüchtlingseinrichtungen auf engem Raum zusammenleben, kann dies leider auch zu Konflikten führen. Unsere Handreichung will hier den Helferinnen und Helfern in den Einrichtungen eine Übersicht über die Problematik und zudem einen praxisorientierten Handlungsleitfaden geben.“

Ergänzend erklärt Karsten Berndt, Fachbereichsleiter Flüchtlingshilfe und Migration vom ASB Regionalverband Münsterland e.V.: „Die Menschen, die zu uns gekommen sind, haben in ihren Heimatländern und auf der Flucht oftmals schlimme Gewalterfahrungen gemacht. Mit unseren Handlungsempfehlungen wollen wir alle Beteiligten für das Thema sensibilisieren und Sicherheit vermitteln: Einerseits den Helferinnen und Helfern die Sicherheit im Umgang mit konkreten Gewaltsituationen geben und andererseits den Gästen in unseren Einrichtungen ein friedvolles, durch Wertschätzung und Respekt geprägtes Zusammenleben in der neuen Gemeinschaft ermöglichen.“

Die Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen werden. Gedruckte Einzelexemplare können (solange der Vorrat reicht) kostenfrei bestellt werden beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. per E-Mail: kontakt (at) asb-nrw.de.

Praxishilfen zur Erstellung von Willkommensmappen

willkommenmappe deckblatt cover 250Ergänzend zur Broschüre „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“ wurden vom ASB NRW mit Unterstützung des ASB Regionalverband Münsterland auch Empfehlungen und Dokumente für Willkommensmappen erarbeitet. Willkommensmappen können Flüchtlingen die Orientierung in einer Einrichtung und in der deutschen Gesellschaft erleichtern und für mehr Transparenz sorgen. Die Dokumente sind hier herunterladbar:

Allgemeine Empfehlungen für die Erstellung von Willkommensmappen (PDF)

Titelseite/Deckblatt für Willkommensmappe (JPG) (PDF)

Nachfolgend sind Muster für Einleger (Begrüßungsschreiben, Inhaltsverzeichnis, ASB-Leitbild, ASB-Selbstdarstellung) für Willkommensmappen  eingestellt (wahlweise als PDFs in einer PDF-Datei oder als einzelne Worddokumente in einer ZIP-Datei zusammengefasst):

Albanisch PDF-Datei bzw. Word-Dokumente (ZIP)

Arabisch PDF-Datei bzw. Word-Dokumente (ZIP)

Dari PDF-Datei bzw. Word-Dokumente (ZIP)

Deutsch PDF-Datei bzw. Word-Dokumente (ZIP)

Englisch PDF-Datei bzw. Word-Dokumente (ZIP)

Farsi PDF-Datei bzw. Worddokumente (ZIP)

Französisch PDF-Datei bzw. Worddokumente (ZIP)

Kurdisch PDF-Datei bzw. Worddokumente (ZIP)

Russisch PDF-Datei bzw. Worddokumente (ZIP)

Serbisch PDF-Datei bzw. Worddokumente (ZIP)

Nach und nach werden zusätzliche Einleger zu weiteren Themen veröffentlicht.

Fragen? Anregungen? Zum Thema steht Frau Solveig Velte, Fachreferentin für Flüchtlingshilfe beim ASB NRW, gerne zur Verfügung unter velte (at) asb-nrw.de.

asb walking act 2016 250Das Bundesland Nordrhein-Westfalen feiert in 2016 sein siebzigjähriges Bestehen. Vom 26. bis 28. August 2016 wird das Jubiläum ganz groß in der Landeshauptstadt Düsseldorf gefeiert. Bühnen, Stände und Events in weiten Teilen der Stadt laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Mit dabei sind auch die Samariterinnen und Samariter aus NRW. Im Rahmen der „Blaulichtmeile“, einem Info- und Erlebnisbereich von Hilfsorganisationen, präsentiert der Arbeiter-Samariter-Bund auf ca. 2000 Quadratmetern ein buntes Programm für Jung und Alt. Zu sehen sind unter anderem verschiedene Einsatzfahrzeuge, eine Ausstellung gibt einen lebendigen Einblick in die Geschichte des mittlerweile über 125-jährigen Verbandes und ein Walking-Act wird (nicht nur) die jüngeren Gäste unterhalten. Zudem wird eine Feldküche gezeigt und Hundefreunde erhalten Erste-Hilfe-Tipps für in Not geratene Hunde.

Die Angebote auf der „Blaulichtmeile“ sind am 27. und 28. August 2016 auf der linken Rheinseite ("Kirmeswiese") zu finden. Den Präsentationsbereich der Samariterinnen und Samariter organisiert federführend der ASB Region Düsseldorf. Viele Informationen (Programm, Anreisetipps etc.) zum NRW-Tag 2016 findet man hierhier und hier.
Foto: Archiv/Michael Schuff

csd 2016 koeln 1 250„Wir helfen hier und jetzt. Und das ist auch gut so“: Unter diesem Slogan stand die CSD-Teilnahme des Arbeiter-Samariter-Bund NRW und der Arbeiter-Samariter-Jugend NRW beim Colognepride am 03. Juli 2016 in Köln.

Mit zwei Fahrzeugen, einer Fußgruppe in knallgelben T-Shirts und viel guter Laune beteiligten sich die Samariter/innen an der Veranstaltung, einer der größten LSBTTI*-Demos weltweit. Auf Transparenten forderten die ASB´ler/innen ein „Nein zu Homo- und Transphobie“, „Vielfalt leben!“ und „Respekt statt Hass“. Sie kamen aus Hannover, Herne, Mannheim, Bergisch Land, Köln und anderen Städten und Regionen. Von der nordrhein-westfälischen ASB-Ebene waren unter anderem Renate Sallet vom Vorstand, Geschäftsführer Dr. Stefan Sandbrink und ASJ-Jugendsprecher Tino Niederstebruch mit dabei.

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„Vielfalt macht reich! Und Vielfalt macht stark! Der Cologepride hat dies eindrücklich gezeigt", erklärte ASB-NRW-Vorstandsmitglied Renate Sallet anlässlich des Kölner CSD. "Hundertausende Menschen forderten friedlich, aber mit Nachdruck, eine weltoffene und solidarische Gesellschaft, die den Menschen und gleiche Rechte für alle in den Mittelpunkt stellt. Dafür steht ebenfalls der ASB und sein Jugendverband ASJ. Und das ist auch gut so!“

Landesgeschäftsführer Dr. Stefan Sandbrink zeigte sich am Ende der Veranstaltung begeistert vom Engagement der Samariter/innen: "Ein herzliches Dankeschön an die vielen fleißigen Hände, die den Auftritt des ASB und der ASJ zu einem vollen Erfolg gemacht haben!".

Am Colognepride nahmen 100 Demonstrationswagen, Dutzende Fußgruppen und viele Tausend Einzelpersonen teil. Gesäumt wurde der Paradeweg von hunderttausenden Menschen. Am Ende der Parade waren sich die Samariterinnen und Samariter einig: Im nächsten Jahr möchte man wieder mit dabei sein!

Tipp: Am Samstag, den 13. August 2016, lädt der ASB Regionalverband Mannheim/Rhein-Neckar alle Samariterinnen und Samariter aus Nah und Fern zum CSD Rhein-Neckar in Mannheim ein. Mehr Infos unter www.csdrn.de oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Foto: ASN NRW

video4 alle achtung fuer die pflege 250Der aktuelle Film der ASB-NRW-Kampagne "Alle Achtung für die Pflege" ist ein "Dankeschön" an alle Pflegenden.

Überall in NRW leisten Pflegekräfte jeden Tag einen wertvollen Dienst für Pflegebedürftige, deren Angehörige und die gesamte Gesellschaft. Der ASB macht diese wichtige Arbeit mit seiner Aktion sichtbarer und wirbt für mehr öffentliche Wertschätzung für Pflegende. Auf  YouTube ist nun ein weiterer Film der Kampagne online, der unter anderem ASB-Präsident Franz Müntefering und Gisela Schulte vom ASB-NRW-Landesvorstand zu Wort kommen lässt.

„Alle Achtung für die Pflege“ ist nicht nur im Internet, sondern auch in verschiedenen Städten in NRW mit Informationen und Mitmachaktionen live zu erleben. Mehr unter www.alle-achtung-fuer-die-pflege.de
Foto: ASB NRW/Screenshot Video

transparent 2016 diversity tag 2016 250Anlässlich des bundesweiten Diversity-Tags am 07. Juni 2016 hat der ASB NRW e.V. eine Transparentaktion in Köln durchgeführt.

„Wir leben Vielfalt“ stand auf dem 11 Meter langen Banner, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASB NRW vor ihrer Geschäftselle am Kaiser-Wilhelm-Ring 50 in Köln entrollten und so ein Signal für eine weltoffene Gesellschaft setzten. Das Transparent wurde anschließend an der Hausfassade aufgehängt.

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Renate Sallet (Foto vorne), Vorstandsmitglied im ASB NRW e.V., erklärte während der Aktion: "Der ASB begreift Vielfalt als Bereicherung und Chance. Der respektvolle Umgang miteinander sowie die gegenseitige Achtung und Wertschätzung sind fundamentale Grundsätze des ASB. Diese bestimmen den Umgang im Verband selbst als auch mit seinen Mitgliedern, Kunden, Förderern und der Öffentlichkeit. Selbstverständlich sind für die Samariterinnen und Samariter ein kultursensibler Umgang und der Respekt vor dem Anderssein."

Der ASB NRW e.V. hat, neben anderen Arbeiter-Samariter-Bund-Verbänden, auch die „Charta der Vielfalt“, auf deren Initiative der deutsche Diversity-Tag zurückgeht, unterzeichnet. Mehr Infos unter www.charta-der-vielfalt.de

Foto: ASB NRW/Frank Hoyer

cover broschuere handreichung lsbtti fluechtlinge 2 auflage juni 2016 250Die Betreuung von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten stellt in der Flüchtlingshilfe eine große Herausforderung dar. Auch Flüchtlinge mit LSBTTI*-Hintergrund sind, wie etwa Schwangere, Menschen mit Behinderung, Opfer des Menschenhandels und unbegleitete Minderjährige, als besonders schutzbedürftige Flüchtlinge anzusehen.

Nachdem von der „Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen“ bislang nur eine Ausgabe für das Bundesland Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stand, ist nun eine überarbeitete, bundesweite Ausgabe erhältlich.

Herausgegeben wurde die Publikation gemeinsam vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) und dem Paritätischen Gesamtverband mit Unterstützung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung. Gefördert wurde die Erstellung der Publikation durch die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Die 44-seitige Broschüre gibt in übersichtlicher Form eine Einführung in das Thema, wichtige Handlungsempfehlungen und nennt mit LSBTTI*-Thematik befasste Beratungsstellen in Deutschland. Zudem werden grundlegende Informationen zu Asylrechtsfragen gegeben.

Die Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen werden. Gedruckte Einzelexemplare können (solange der Vorrat reicht) kostenfrei bestellt werden beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (der Versand erfolgt ab dem 13. Juni 2016).

asb notunterkunft berlin steffi loos 2015 250Der ASB in Nordrhein-Westfalen betreut derzeit ca. 7.500 Geflüchtete in insgesamt ca. 25 Landes- und kommunalen Unterkünften. Fünfzehn der zwanzig regionalen ASB-Verbände in NRW sind immer wieder über längere Zeiträume in die Flüchtlingshilfe involviert. Zudem ist der ASB, gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen, in die Betreuung der Drehkreuze eingebunden, derzeit in Düsseldorf.

Der ASB ist dabei kompetenter und zuverlässiger Partner des Landes und der Kommunen und arbeitet vertrauensvoll mit den anderen Hilfsorganisationen zusammen.

Über 600 Hauptamtliche und zahlreiche Ehrenamtliche arbeiten beim ASB in NRW in der Flüchtlingshilfe. Das Engagement der Haupt- und Ehrenamtlichen geht dabei noch weit über das Geforderte hinaus. Die Wahrung der Würde und Selbstständigkeit der Geflüchteten und das Helfen auf Augenhöhe stehen dabei im Vordergrund. Der Leitspruch „Solidarität und Respekt kennen keine Grenzen“ wird hier mit Leben gefüllt.

Derzeit suchen weniger Menschen Zuflucht in Deutschland als noch vor einigen Monaten. Jetzt rückt das Thema Integration in den Vordergrund. Innovative Projekte werden aktuell vom ASB konzipiert und in die Umsetzung gebracht. Hier einige Beispiele: Die Schaffung von Begegnungsräumen zwischen alteingesessener Bevölkerung und Neuzugewanderten und die Beratung und Vermittlung zwischen diesen, die Vermittlung wichtiger Grundlagen, die zum Leben in Deutschland dazugehören, oder auch Elternschulen, Deutschunterricht und Alphabetisierungskurse.

Auch die Arbeitsmarktintegration, unter anderem durch die Erfassung von Qualifikationen der Geflüchteten, die Vermittlung von Praktika und die Beratung von Unternehmen, rückt in den Fokus. Der Umgang mit besonders schutzbedürftigen Personen wird bei allen Projekten als Querschnittsthema betrachtet, es werden aber auch eigenständige Projekte, wie z.B. Wohngruppen und spezielle Angebote für allein reisende Frauen, geplant. Die „Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen“ in Flüchtlingseinrichtungen wurde schon über 4.000 Mal in gedruckter Version versandt, mehrere tausend Mal herunter geladen und wird jetzt gemeinsam mit dem Paritätischen und dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) bundesweit neu aufgelegt.

Viele Netzwerke, engagierte Sozialarbeiter und Ehrenamtliche ermöglichen zudem ein breites, tagesstrukturierendes Angebot für die Geflüchteten. Projekte mit Künstlern, gemeinsames Musikhören, spielen, tanzen, Sport und interkulturelles Kochen werden angeboten. Erste Hilfe Kurse werden für Geflüchtete gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung in mehreren Sprachen angeboten. Das Projekt der ASJ Ruhr, bei dem sie Rucksäcke für Geflüchtete Kinder packen, wurde gerade als ein Leuchtturm-Projekt vom ASB Bundesverband ausgezeichnet.

Auch der eigene Verband, wie etwa beim ASB Ruhr mit seinem Projekt SamikÖ, steht im Focus; das Projekt wird durch das BAMF gefördert. Es ist als Modellprojekt zur interkulturellen Öffnung der Strukturen, Dienste und Angebote helfender Verbände konzipiert: Beratungsangebote in Moscheen zum Umgang mit Demenz, interkulturelle Fortbildungen für Mitarbeiter/innen und kultursensible Pflege sind dabei nur einige Bereiche.

Die Flüchtlingshilfe und das gemeinsame Engagement für Menschen in Not hat den ASB in NRW noch näher zusammengebracht: Neun regionale Verbände aus NRW und der Landesverband haben Anfang 2016 zusammen die ASB Flüchtlingshilfe NRW gGmbH gegründet. Diese hat sowohl die Betreuung in den Unterkünften als auch die Integration von Geflüchteten zum Ziel.

Stand: Mai 2016
Foto: ASB/Steffi Loos

asb nrw jahresempfang 2016 250Seniorenhilfe, bürgerschaftliches Engagement und die Flüchtlingshilfe waren wichtige Themen beim Jahresempfang des Arbeiter-Samariter-Bund Nordrhein-Westfalen, der am 23. April 2016 im Museum Kunstpalast Düsseldorf stattgefunden hat, mittlerweile zum zehnten Mal.

Die Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, und der ASB-Präsident Franz Müntefering waren Gastrednerin bzw. Gastredner der Veranstaltung. 270 Gäste aus Verbänden, Ministerien, Parlamenten, Verwaltungen und Institutionen waren der Einladung der Samariterinnen und Samariter gefolgt.

Ministerpräsidentin Kraft würdigte in ihrem Redebeitrag das haupt- und ehrenamtliche Engagement des ASB, gerade auch in der Flüchtlingshilfe und bei den Integrationsmaßnahmen. Sie hob den professionellen und zeitnahen Einsatz von ASB und anderen Hilfsorganisationen bei der Unterbringung und Versorung von Geflüchteten in den vergangenen Monaten hervor. Im Rahmen ihrer Besuchsreihe „TatKraft“ hatte sie sich bereits im November 2015 bei einem Besuch einer ASB-Flüchtlingsunterkunft in Bielefeld über die ASB-Aktivitäten in diesem Bereich einen guten und authentischen Einblick verschaffen können. Zum Thema Integration verwies sie auf den Integrationsplan für NRW, der im März 2016 im Landtag von NRW von der Regierungskoalition vorgestellt wurde.

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Die Ministerpräsidentin äußerte sich entsetzt über die zunehmende Respektlosigkeit und Gewaltbereitschaft gegenüber Rettungsdienstmitarbeitern, Polizisten und Ordnungskräften. Hier müsse entschieden gegengesteuert werden. Begeistert zeigte sie sich von der landesweiten ASB-Kamapgne „Alle Achtung für die Pflege“: Die Aktion macht die wichtige Arbeit der Pflegekräfte sichtbarer und wirbt für mehr öffentliche Wertschätzung für Pflegende. „Alle Achtung für die Pflege“ besteht aus öffentlichen Veranstaltungen und einer Informationsoffensive.

Eröffnet wurde der Jahresempfang von ASB-NRW-Vorsitzenden Dr. Georg Scholz. Er wies darauf hin, dass die Mitgliederzahl des ASB in NRW mittlerweile bei 163.000 liege, einem historischen Höchststand. Er ließ die Aktivitäten des Verbandes in 2015 Revue passieren, die durch die Herausforderungen in der Flüchtlingshilfe geprägt waren. Nun stehe die Integration von Menschen im Focus, die dauerhaft in Deutschland bleiben werden. Mit „Samikö“, einem vom Bundesamt für Migration und Flüchtlingshilfe geförderten Projekt des ASB Ruhr zur interkulturellen Öffnung der Strukturen, Dienste und Angebote helfender Verbände, und anderen laufenden und geplanten Maßnahmen werde der ASB seinen Teil dazu beitragen, dass verfolgte Menschen hier ein neues Zuhause finden.

Dr. Scholz betonte, dass Mauern und Zäune weder national noch international humanitäre Probleme lösen könnten. Vielmehr gelte es, Fluchtursachen zu beseitigen, Kriege zu verhindern, Hunger zu bekämpfen und weltweite Gerechtigkeit zu schaffen. Ob dies durch Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA gelingen könne, bezweifle der ASB gemeinsam mit vielen Sozialverbänden, Wissenschaftlern und Menschenrechtsgruppen. Bevor Grenzen für Geldströme noch umfassender geöffnet werden, sollte diskutiert werden, wie man weltweit miteinander Werte, Sozialstandards und Menschenwürde grenzenlos leben könne. An die Bundespolitik formulierte Dr. Scholz den Wunsch, ein Einwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen, um Menschen eine legale Perspektive in Deutschland zu bieten.

Am Ende seiner Rede resümierte er: „Die globalisierte Welt stellt uns alle täglich vor neue Herausforderungen: sozial, wirtschaftlich und humanitär. Ich kann versichern, dass der ASB mit großem Elan mithelfen wird, dass demokratische Werte und eine von Menschlichkeit geprägte Solidarität mit Schwachen und Hilfesuchenden in Deutschland weiterhin eine Selbstverständlichkeit bleiben und - wo erforderlich - weiter ausgebaut werden. Wir werden dem Land NRW auch weiterhin als kompetenter Partner und Ideengeber zur Seite stehen – getreu unserem Motto „Wir helfen hier und jetzt“.

ASB-Präsident Franz Müntefering betonte in seiner Rede die Notwendigkeit von ehrenamtlichen Engagement für die Gesellschaft. Wichtig und sinnvoll wäre hierbei in vielen Bereichen eine harmonsiche Verzahnung mit hauptamtlichen Strukturen. Ein gutes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement wäre der ASB-NRW-Vorsitzende Dr. Scholz, der nun schon seit zehn Jahren den Vorsitz beim ASB NRW innehabe. Der ASB-Präsident hob auch die Leistungen und den Einsatz der vielen Samariterinnen und Samariter im sogenannten „Blaulichtbereich“, also im Rettungsdienst, im Katastrophenschutz und beim Sanitätsdienst, hervor. Diesen Menschen könne man nicht genug danken, denn sie setzten sich ohne Wenn und Aber für die Rettung von Personen in Notsituationen ein.

Beim Jahresempfang wurden besondere und innovative ASB-Projekte geehrt. Dies war zum einen das „Samikö“-Projekt des ASB Ruhr, das Geschichtsprojekt „70 Jahre danach“ des ASB-Jugendkulturhauses CULTRA in Brühl und die ASB-Kampagne „Alle Achtung für die Pflege“. Die Laudatoren waren die Vizepräsidentin des ASB NRW, Kerstin Griese, ASB-Präsident Franz Müntefering, und Wilhelm Müller, Präsidiumsmitglied des ASB Deutschland.

Die Düsseldorfer Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke hielt im Namen der Stadt Düsseldorf ein Grußwort und Kabarettist Jürgen Becker sorgte für humorvolle Momente bei der Veranstaltung. Im Außen- und Innenbereich des Museum Kunstpalast wurden den Veranstaltungsbesuchern verschiedene ASB-Leistungsbereiche präsentiert. Dies waren unter anderem der Intensivtransportwagen (ITW) des ASB Münsterland, eine Beobachtungsdrohne für Rettungseinsätze des ASB Ostwestfalen-Lippe und ein Informationsstand der Arbeiter-Samariter-Jugend NRW. Zudem präsentierte der ASB Region Düsseldorf einen Notfall-Krankentransportwagen und stellte den Sanitätsdienst der Veranstaltung.
Foto: ASB/Michael Schuff

netzwerktreffen lsbtti maerz 2016 koeln 250Am 04. und 05. März 2016 wurde in der Landesgeschäftsstelle des ASB NRW in Köln das Netzwerk „Vielfalt im ASB“ ins Leben gerufen.

Das Netzwerk „Vielfalt im ASB“ möchte mithelfen, dass im ASB-Verband das Bewusstsein für die Situation von Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund geschärft wird, denn Schwule, Lesben und Trans* bringen sich auf allen Ebenen des Verbandes ein, ob haupt- oder ehrenamtlich, ob sichtbar als LSBTTI* oder nicht. Sie sind ein fester Bestandteil des Verbandes.

Ein weiteres Anliegen ist den Netzwerkern, dass sich der ASB noch deutlicher als moderner und weltoffenerer Arbeitgeber im Markt positioniert und so auch Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund besser als haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter_innen gewonnen werden können. Wichtig ist dabei eine klar kommunizierte Haltung des ASB gegen Homo- und Transphobie.

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Das Netzwerk möchte zudem dazu beitragen, dass mehr Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund als Kund_innen gewonnen werden, dies betrifft unter anderem den Dienstleistungsbereich Seniorenhilfe. Carolina Brauckmann und Georg Roth von der `Landesfachberatung für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Senior_innenarbeit´ stellten in einem Impulsreferat die Notwendigkeit von kultursensibler Pflege gerade auch bei Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund dar – ein Chance und zugleich Herausforderung für den ASB, neue Kundenkreise anzusprechen.

Ein wichtiges Thema des Treffens war zudem die Flüchtlingshilfe. Klaus Jetz, Geschäftsführer des Schwulen- und Lesbenverbandes in Deutschland (LSVD) erläuterte die spezielle Situation von LSBTTI*-Geflüchteten und gab einen eindrücklichen Überblick über die weltweite Menschenrechtssituation von Schwulen, Lesben und Trans* und die aktuelle Situation im deutschen Asylrecht unter Berücksichtigung des Asylpaket II.

Unter dem Titel „CSD: Mittendrin statt nur dabei!“ schilderte Herwin Hadameck, PR-Verantwortlicher des ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar, die Organisation und inhaltliche Ausgestaltung des CSD-Auftritts von Samariter_innen anlässlich des Christopher-Street-Day 2015 in Mannheim. Die Aktion sorgte nicht nur vor Ort, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus für positive inner-und außerverbandlich Resonanz.

Auf dem Programm des Netzwerktreffens stand zudem ein Besuch beim „Tag der Archive“ im Museum für angewandte Kunst Köln (MAKK): Dort präsentierten sich über 20 renommierte Archive, darunter auch die des ASB Deutschland und des `Centrum Schwule Geschichte´ Köln (CSG). Anschließend entführte ein LSBTTI*-Stadtrundgang durch Köln die Netzwerker in die bewegende schwul-lesbische Geschichte der Dommetropole.

Am Tagungsende fixierten die Teilnehmer_innen in einer Resolution ihre Netzwerkgründung und ihre Anliegen. Zudem entwarfen sie schon erste konkrete Aktivitäten für die nahe Zukunft: So laden sie alle Samariter_innen zu den CSD-Demonstrationen in Mannheim (13.08.2016) und Köln (03.07.2016) ein und würden sich außerdem freuen, wenn sich weitere ASB-Verbände bundesweit auch an anderen CSD-Paraden beteiligen würden. Das Netzwerk wird in den nächsten Wochen ASB-spezifische Ideen und Vorlagen für Werbe- und Informationsmaterialien für die CSD-Demonstrationen entwickeln und allen ASB-Verbänden bundesweit zur Verfügung stellen.

Am Treffen, es war das erste seiner Art in der über 125-jährigen Geschichte des ASB, nahmen 25 Personen teil. Gemeinsam dazu eingeladen hatten der ASB Region Mannheim/Rhein-Neckar und der ASB NRW. Die nach Köln gereisten Samariterinnen und Samariter mit und ohne LSBTTI*-Hintergrund kamen aus verschiedenen ASB-Organisationsstufen und vielen unterschiedlichen Regionen der Bundesrepublik. Moderiert wurde das Treffen von Frank Hoyer, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim ASB NRW. Er steht allen am Netzwerk Interessierten für Informationen, Anregungen, Rückfragen etc. unter hoyer (at) asb-nrw.de gerne zu Verfügung.

Das nächste Netzwerktreffen ist für den Spätsommer 2016 geplant.

Das Bild zeigt von links: Carolina Brauckmann und Georg Roth von der `Landesfachberatung für gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Senior_innenarbeit´, Schauspieler Claus Vincon, ASB-NRW-Landesvorstandsmitglied Renate Sallet und ASB-NRW-Geschäftsführer Dr. Stefan Sandbrink. Foto: ASB NRW/Frank Hoyer

Erläuterung: Entsprechend der Empfehlung des Paritätischen NRW wird die Bezeichnung LSBTTI* verwendet. Sie steht für: L = Lesben, S = Schwule, B = Bisexuelle, T = Transsexuelle, T = Transgender, I = Intersexuelle, * = Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten

trailer-100-hnr-1Hilfe auf Knopfdruck
Mit dem Hausnotruf-Service des ASB fühlen Sie sich zu Hause sicher. Rund um die Uhr! Mehr Infos hier

trailer-100-hnr-1Arbeiter-Samariter-Jugend
Wir bewegen was: Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) ist der Jugendverband des ASB. Mehr Infos hier

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Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst
Der ASB in NRW bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Mehr Infos hier

Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. | Kaiser-Wilhelm-Ring 50  | 50672 Köln  | Tel. 0221-949 707-0  |  Fax: 0221-949 707-19
E-Mail: kontakt@asb-nrw.de | Internet: www.asb-nrw.de

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