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Pressebereich

Auf dieser Seite haben wir für Sie Pressenews zusammengestellt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V.
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broschuere fluechtlingshilfe april 2017 cover 250Der Arbeiter-Samariter-Bund ist seit 2014 verstärkt in der Flüchtlingshilfe aktiv. Zeitweise betreute er deutschlandweit über 50.000 Geflüchtete in über 170 Einrichtungen, davon allein 25.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASB unterstützen die Geflüchteten mit Kompetenz und Leidenschaft. Schon seit längerem rücken dabei Integrationsprojekte in den Vordergrund. Willkommenstreffpunkte, Arbeitsmarktintegration, Erste-Hilfe-Kurse und Jugendwohngruppen für Geflüchtete sind hier nur einige Beispiel für ASB-Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen.

Den Menschen im Mittelpunkt zu sehen, ist das Credo des ASB bei seinen Hilfeleistungen. Als politisch und konfessionell ungebundener Verband steht er für Vielfalt, Respekt und Solidarität. Er hilft jedem unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion und sexuellen/geschlechtlichen Identität.

Eine neue Broschüre des ASB NRW zeigt die Leistungen und die Haltung und Werte des ASB in NRW in der Flüchtlingshilfe und bei den Integrationsmaßnahmen. Ein Download des 28-seitigen Heftes ist hier als PDF möglich. Gedruckte Exemplare können, solange der Vorrat reicht, kostenfrei bestellt werden beim ASB NRW e.V. per E-Mail unter velte (at) asb-nrw.de.
Bild: ASB NRW

Empfang17 06Für eine solidarische, respektvolle und vielfältige Gesellschaft

Der Jahresempfang 2017 der Samariterinnen und Samariter in Nordrhein-Westfalen stand ganz im Zeichen der anstehenden Wahlen in NRW und auf Bundesebene. Fast 250 Gäste aus Verbänden, Ministerien, Parlamenten, Verwaltungen und Institutionen waren der Einladung des Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. gefolgt, darunter auch Hannelore Kraft, die Ministerprädentin von NRW, und Carina Gödecke, Präsidentin des Landtags von NRW.

Zu Beginn der Veranstaltung, die am 04. März 2017 im Düsseldorfer Museum Kunstpalast stattgefunden hatte, würdigte die Ministerpräsidentin in ihrem Grußwort den Einsatz der Samariterinnen und Samaritern für die Gesellschaft. Das Gemeinwesen wäre ohne das ehren- und hauptamtliche Engagement der ASB´ler/innen ärmer. Sie bedankte sich im Namen des Landes NRW für den engagierten Einsatz der ASB´ler/innen in vielen Bereichen, gerade auch bei den Herausforderungen in der Flüchtlingshilfe. Zudem warnte sie vor einer zunehmenden Respektlosigkeit und Gewaltbereitschaft gegenüber Rettungsdienstmitarbeitern, Polizisten und Ordnungskräften. Hier gelte es, in aller Klarheit gegenzusteuern.

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In seiner anschließenden Grundsatzrede hob der ASB-NRW-Vorsitzende Dr. Georg Scholz die gute Zusammenarbeit mit dem Land NRW und der Landesregierung NRW hervor, etwa im Katastrophenschutz und bei der Hilfe für Geflüchtete. Er betonte das solidarische Weltbild des ASB: Der Verband stehe für einen gesellschaftlichen Ansatz, der Vielfalt als Bereicherung und Chance begreife. Er verwies auf die ASB-Kampagne „Unsere Stimme für …“ zur NRW-Wahl 2017, mit der der ASB ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Populismus und Hass setze. Zudem thematisierte er die schleichende Umverteilung des Eigentums von Unten nach Oben, die weltweite Zunahme von Menschen auf der Flucht und die grassierenden Politikverdrossenheit. Hier müssten am Wohl der Menschen orientierte Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Zudem forderte er die Politik auf, ein Einwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen und den von Deutschland aufgenommenen Flüchtlingen unabhängig von der Bleibeprognose Gastfreundschaft, Respekt und Unterstützung zukommen zu lassen.

Empfang17 07Der ASB NRW hatte zu seinem diesjährigen Jahresempfang Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, mit welchen der ASB in verschiedenen Bereichen kooperiert, als Impulsgeber eingeladen. Die vier Gastredner/innen formulierten aus ihrer Perspektive Forderungen und Anregungen für eine zukunftsorientierte Politik und gaben Hinweise und Handlungsempfehlungen für ein Meistern der derzeitigen und anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen. Dabei waren das bürgerschaftliche Engagement, die Flüchtlingshilfe, gleiche Rechte für alle Menschen, und das Bewahren und ausbauen einer weltoffenen, demokratischen und vielfältigen Gesellschaft wichtige Themen.

So hob Maja Tölke, stellvertretende Vorsitzende des Landesjugendrings NRW, die Bedeutung einer Jugendverbandsarbeit für eine lebendige Demokratie hervor. Gerade die Erfahrung, selbst entscheiden zu können und die eigenen Interessen zu organisieren, wären für Jugendliche wichtige Entwicklungshilfen zu einem grundlegenden Verständnis von Demokratie. Gerade in den Jugendverbänden würden Kinder und Jugendliche gemeinsam und voneinander lernen, sie erlebten, dass Unterschiede bereichernd sind, könnten Verantwortung übernehmen und dürften auch mal Fehler machen ohne Sanktionen fürchten zu müssen. In Zeiten wachsenden Rechtspopulismus böten die Jugendverbände Kindern und Jugendlichen aller Schichten Bildungs- und Freizeitangebote, machten Mitbestimmung erfahrbar und junge Menschen stark gegen rechte Propaganda.

Günter Dworek vom Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) betonte, dass nur in einer offenen Gesellschaft erreichbar wäre, was eine menschliche Gesellschaft auszeichnen müsste: Nämlich die Freiheit aller, jederzeit, an jedem Ort ohne Angst verschieden sein zu können. Und er konstatierte: „Die Verteidigung der offenen Gesellschaft kann nicht heißen, den Status quo zu verteidigen. Die Antwort auf Hass und Hetze muss lauten: Jetzt erst recht! Jetzt erst recht mehr Integration, mehr Unterstützung für Geflüchtete, mehr Einsatz gegen Diskriminierung, mehr demokratische und soziale Teilhabe für alle. Und jetzt erst recht endlich gleiche Rechte für alle Menschen."

Gülcan Yildiz, Vorsitzende des Bundes der Alevitischen Jugendlichen in NRW (BDAJ-NRW) verwies auf gemeinsame Projekte mit der Arbeiter-Samariter-Jugend und dem Arbeiter-Samariter-Bund, etwa in den Bereichen Erste-Hilfe-Ausbildung und Qualifizierung von freiwillig Aktiven in der Geflüchtetenhilfe. Sie verstehe die gemeinsame Kooperation auch als Bündnis im Engagement gegen Rechtspopulismus, Angstmache und eine Ellbogengesellschaft. Sie appellierte: „Lassen Sie uns gemeinsam gegen Intoleranz arbeiten, ganz egal aus welcher Richtung dieser kommt. Lassen Sie uns keinen Zentimeter denjenigen überlassen, die die Gesellschaft mit ihrem Hass vergiften wollen.“

Hermann Zaum, Geschäftsführer des Paritätischen NRW, hob hervor, dass der ASB nicht nur eine gewichtige Mitgliedsorganisation im Paritätischen wäre, sondern vor allem ein ganz starker Partner im Engagement für ein soziales, offenes und vielfältiges Nordrhein-Westfalen. Gerade in NRW wäre der ASB mit seiner breiten Projektarbeit ein Innovationsmotor der sozialen Arbeit, sei es mit Erste-Hilfe-Kursen für Gehörlose, der von ASB, LSVD und Parität entwickelten Handreichung zur Betreuung von LSBTTI-Flüchtlingen, dem Wünsche-Wagen des ASB Ruhr und vielem mehr. „Meinungsfreiheit ist ein Eckpfeiler unserer demokratischen Kultur. Wir müssen vieles aushalten können. Nicht aber Menschenverachtung, Volksverhetzung und Angstmache mit Hassparolen. Den bürgerlichen Brandstiftern werden wir weiterhin gemeinsam - gerade in den anstehenden Wahlkämpfen - entgegentreten. Die Petrys, Gauland, Höckes und Pretzells brauchen wir wirklich nicht in unseren Parlamenten. Sie sind schon so beschämend genug!“, resümierte er am Ende seiner Rede.

Empfang17 09Traditionell wurden beim ASB-Empfang Samariterinnen und Samariter, die sich um die gute Sache verdient gemachte haben, stellvertretend für die vielen tausend engagierten Menschen im ASB ausgezeichnet. Dies war zum einen Gerhard Kunsteller vom ASB Ruhr für sein 50-jähriges Engagement in der Erste-Hilfe-Ausbildung und zum anderen Hanne Weißenberg, die seit zwei Jahrzehnten im Betreuungsverein des ASB Bergisch Land aktiv ist. Die Laudatoren waren der Bundestagsabgeordnete Dirk Heidenblut und die Landtagsabgeordnete Helene Hammelrath.

Für humoristisch-nachdenkliche Momente auf der Bühne sorgte der Kabarettist Klaus-Jürgen "Knacki" Deuser. Im Veranstaltungssaal präsentierte sich, neben anderen ASB-Initiativen, die Arbeiter-Samariter-Jugend NRW mit einem Stand. Die jungen Samariterinnen und Samariter stellten dort speziell entwickelte Erste-Hilfe-Unterlagen für Flüchtlinge vor. Zudem informierten sie über die Kampagne „#jungesnrw – eine Perspektive für alle“, die vom Landesjugendring NRW initiiert wurde und im Zuge der Landtagswahl die Belange von jungen Menschen in den Vordergrund rückt. Im Innenhof des Museum Kunstpalast wurden den Veranstaltungsbesuchern verschiedene ASB-Leistungsbereiche präsentiert. Dies waren ein vom Bundesinnenministerium gefördertes Katastrophenschutzfahrzeug (GwSan) und ein Einsatzleitfahrzeug des ASB Bergisch Land. Der Sanitätsdienst der Veranstaltung lag in den Händen des ASB Region Düsseldorf.

Der Empfang endete mit einem Beisammensein bei Speisen und Getränken und der Möglichkeit zum Austausch und Vernetzung, die rege in Anspruch genommen wurde.

Fotos: ASB NRW/Michael Schuff

ASB NRW Plakat Stimme fur 2017 A1mit ASJ RZ 250Im "Wahljahr 2017" werden unter anderem der Landtag von Nordrhein-Westfalen am 14. Mai und der Bundestag am 24. September neu gewählt.

Der ASB NRW e.V. und die ASJ NRW haben deshalb die Aktion "Unsere Stimme für ..." (www.unsere-stimme-fuer.de) ins Leben gerufen. Mit der Kampagne möchten die Samariterinnen und Samariter ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Populismus und Hass setzen und das Bewusstsein für ein solidarisches und gerechtes Gemeinwesen schärfen.

So unterschiedlich die ASBler/innen sind, so unterschiedlich sind auch die Kundinnen und Kunden des Verbandes, die Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt. Deshalb ist es wichtig, dass Vielfalt und Respekt gelebte Realität sind.

asb wahlkaktion 2017 franz muentefering 250Machen Sie mit, wie zum Beispiel der ASB-Präsident Franz Müntefering (Foto). Geben Sie Ihre Stimme für eine Gesellschaft, die zusammensteht und die auf Werte wie Respekt, Solidarität, Weltoffenheit, Gleichberechtigung und Vielfalt setzt. Zeigen auch Sie Flagge, fotografieren Sie sich mit unseren Kampagnenschildern (Download hier) und stellen Ihr Bild mit dem Hashtag #unserestimmefuer online, zum Beispiel in den Sozialen Medien. Zeigen Sie Hass, Diskriminierung und Respektlosigkeit die rote Karte!

Übrigens: Der Arbeiter-Samariter-Bund und seine Jugendorganisation Arbeiter-Samariter-Jugend sind parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Sie stehen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern, von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, Menschen mit und ohne Behinderung, jungen und alten Menschen, Menschen mit unterschiedlicher sexueller und geschlechtlicher Identität ...

Beim ASB arbeiten bundesweit 50.000 Menschen Hand in Hand, um die zahlreichen Hilfs- und Dienstleistungen Tag für Tag zu gewährleisten und auszubauen. Und wir werden immer mehr.

Wenn auch Sie für andere da sein wollen, wenn für Sie Solidarität und Respekt nicht einfach nur Worte, sondern wichtige Parameter Ihres Handeln und Denkens sind, dann sind Sie bei uns richtig. Denn Helfen ist unsere Leidenschaft!

ASB. Wir helfen hier und jetzt.

asb nrw broschuere pflegebeduerftig was nun 2017 250Mit den neuen Pflegegraden und den aktuellen Einstufungskriterien ab 2017

Pflegebedürftigkeit kann plötzlich oder schleichend eintreten und man ist fast nie darauf vorbereitet. Der Hilfebedarf kann völlig unterschiedlich sein, in dem einen Fall kann eine hauswirtschaftliche Unterstützung ausreichen, ein anderer benötigt regelmäßig Hilfe bei der Körperpflege, wiederum andere brauchen fast ständig Betreuung.

Die Pflegeversicherung bietet ein komplexes System an Hilfeangeboten und deren Finanzierungsmöglichkeiten, das manchmal nur schwer zu überschauen ist. Zudem hat das am 01. Januar 2017 in Kraft getretene Pflegestärkungsgesetzt II den neuen Pflegegraden und überarbeiteten Einstufungskriterien wichtige Änderungen mit sich gebracht.

Ziel der Neuauflage der ASB-Broschüre „Pflegebedürftig – was nun?“ ist es, sich in diesem „Dschungel“ zurechtzufinden. Sie informiert über die vielfältigen Leistungsmöglichkeiten der Pflegeversicherung für Betroffene und deren Angehörige, deren Möglichkeiten und Grenzen. Das Heft berücksichtigt insbesondere die Gesetzgebung in Nordrhein-Westfalen.

Broschüre hier als PDF anschauen/herunterladen

Gedruckte Einzelexemplare des 36-seitigen Ratgebers können kostenfrei bestellt werden beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. ausschließlich unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (solange der Vorrat reicht). Wichtig: Bitte Absender nicht vergessen. 

wuenschewagen 250Das vom ASB Regionalverband Ruhr e. V. entwickelte Projekt „Der Wünschewagen – letzte Wünsche wagen“ wurde in die Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen“ aufgenommen.

Vorab hatte sich das Projekt beim NRW-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation Pflege und Alter um die Aufnahme beworben. „Der Wünschewagen“ ist als vorbildlich für die Weiterentwicklung des nordrhein-westfälischen Gesundheitswesens bewertet worden.

Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg – der Wünschewagen ist mittlerweile in vielen Bundesländern on Tour. Den Grundstein legte der ASB Ruhr, der die Idee zum Projekt hatte und erfolgreich umsetzte. Aufgrund der hohen Nachfrage an Wunschfahrten erweitert das Wünschewagen-Team seine ehrenamtlichen Dienste: Ab dem Frühjahr 2017 wird es beim ASB Ruhr nun einen zweiten Wünschewagen geben.

Das Wünschewagen-Projekt unterstützt schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen in einer intensiven und mit vielen Belastungen verbundenen Zeit. Der eigens für diesen Zweck optimierter Krankentransportwagen ist mit moderner notfallmedizinischer Grundausstattung ausgestattet und bietet eine angenehme und entspannte Atmosphäre, in der der Fahrgast im Mittelpunkt steht. Eine letzte, ruhige und bewusste Reise zu sich selbst – etwa an einen wichtigen Ort der zurückliegenden Lebensgeschichte – ist so möglich wie auch die Einbindung des Wünschewagens in einen gemeinsamen Familienausflug.

Mehr Infos über den Wünschewagen auf dessen Internetseite und Facebook-Seite.
Foto: ASB Ruhr

foto broschuere 2 250 1Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, benötigen praktische Unterstützung, ihrem Bedarf entsprechend aufbereitete Informationen und Orientierung in der für sie neuen Gesellschaft.

Vom Arbeiter-Samariter-Bund, dem Paritätischen Gesamtverband und dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) wurde nun eine Orientierungshilfe zum Themenbereich „Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ entwickelt. Unterstützt wurde die Erstellung der Publikation von www.refugeeguide.de und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Der Text erläutert den gleichberechtigten Status von Frauen und Männern und von Menschen verschiedener sexueller Orientierung bzw. geschlechtlicher Identität in Deutschland. Die Ausführungen betonen die gelebte Vielfalt der individuellen Lebensentwürfe in der deutschen Gesellschaft und fordern ein respektvolles Zusammenleben von Frauen und Männern als auch von Heterosexuellen, Lesben, Schwulen und Trans* ein.

Die Orientierungshilfe wurde in zehn Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Albanisch, Arabisch, Dari, Farsi, Kurdisch, Russisch und Serbisch) in einer 12-seitigen Broschüre veröffentlicht. Ergänzend ist eine Version des Textes in einfachem Deutsch hier verfügbar.

Die Publikation eignet sich zur Auslage in Beratungsstellen, an Treffpunkten und in Schulungseinrichtungen, die sich an Geflüchtete richten. Zum Einsatz kommen kann sie auch als Einleger für Willkommensmappen von Flüchtlingsunterkünften: In vielen Einrichtungen werden den Ankömmlingen Willkommensmappen überreicht um das Zurechtfinden in der Einrichtung und in der deutschen Gesellschaft zu erleichtern. Die Mappen bestehen zumeist aus einer für die Einrichtung individuell zusammengestellten Sammlung selbst erstellter Dokument (Begrüßungsschreiben, Hausordnung etc.) und Fremdmaterialien (Grundgesetz, Stadtplan etc). Sie können neben ganz praktischen Tipps, etwa über die Abläufe und Ansprechpartner/innen in der Flüchtlingsunterkunft, auch Erläuterungen und Dokumente über die Werte und das Zusammenleben von Menschen in Deutschland enthalten. Mehr zum Thema Willkommens-/Begrüßungsmappen findet man hier.

Ein Download der Orientierungshilfe als PDF-Dokument ist hier möglich und unter:
www.der-paritaetische.de/download/lsbtti
www.queer-refugees.de
Ein Download der einzelnen Texte in verschiedenen Sprachen gibt es hier: Deutsch, Englisch, Französisch, Albanisch, Arabisch, Dari, Farsi, Kurdisch, Russisch und Serbisch.

Gedruckte Exemplare können, solange der Vorrat reicht, kostenfrei bestellt werden beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. ausschließlich per E-Mail unter presse (at) asb-nrw.de.

Ergänzende Publikationen zum Themenkomplex, die von oder in Zusammenarbeit mit dem ASB erstellt wurden:

  • „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“: PDF-Download
  • "Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen": PDF-Download

woche des respekts 2016 logo 250Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat vom 14. bis 18. November 2016 die Woche des Respekts ausgerufen. Sie setzt so ein Zeichen gegen Hass und Gewalt und für ein friedliches Zusammenleben und mehr Wertschätzung im Umgang miteinander.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und ihre Kabinettsmitglieder werden in der "Woche des Respekts" landesweit für mehr Respekt werben und in öffentlichen Veranstaltungen sowie in kleinen, wertschätzenden Terminen, das Thema Respekt sichtbar in den Mittelpunkt stellen. Auf dem Programm stehen unter anderem Treffen und Aktionen mit Jugendorganisationen, Schulen, Polizei- und Rettungskräften.

Der ASB NRW e.V. unterstützt die "Woche des Respekts" mit einem Video. ASB-Landesvorstandsmitglied Renate Sallet bezieht in dem Film klare Stellung gegen Hass und Diskriminierung und für eine Gesellschaft der Vielfalt und des Respekts. zum Video

asb pflegeberatung foto b bechtloff 2502017 wird das Pflegestärkungsgesetz II umgesetzt. Die Pflegereform bringt viele Änderungen mit sich. Die Pflegeexperten des ASB-Bundesverbandes geben Pflegebedürftigen und Angehörigen Tipps, was zu beachten ist.

Auf Pflegebedürftige und ihre Angehörigen kommen im nächsten Jahr wichtige Änderungen zu. Denn ab dem 1. Januar 2017 wird das Pflegestärkungsgesetz II, das 2016 in Kraft getreten ist, umgesetzt. Im Mittelpunkt der Änderungen stehen der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsverfahren. Dabei orientiert sich die Begutachtung von Pflegebedürftigen ausschließlich an den Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit und den Fähigkeiten der Betroffenen. Bei der Begutachtung geht es deshalb nicht mehr um die Frage, welche körperliche Einschränkungen der Pflegebedürfte hat, sondern darum, wie die Fähigkeiten des Pflegebedürftigen sind, um seinen Alltag selbstständig zu bewältigen. „Von diesen Änderungen werden vor allem Menschen mit Demenz profitieren. Es wird mit zusätzlich 500.000 Menschen gerechnet, die nun Anspruch auf Pflegeleistungen haben", erklärt Holger Dudel, Fachreferent für Pflege beim ASB-Bundesverband.

Automatische Umstellung in Pflegegrade

Ebenfalls neu sind ab nächstem Jahr die fünf Pflegegrade. Sie ersetzen die bisherigen Pflegestufen. Die Umstellung von den bisherigen Pflegestufen in die neuen Pflegegrade erfolgt automatisch, ohne neue Begutachtung. „Pflegebedürftige und Angehörige brauchen dafür keinen Antrag zu stellen. Sie erhalten in den nächsten Wochen einen Bescheid der Pflegeversicherung", sagt Dr. Marion Wilhelm, ebenfalls Pflegereferentin im ASB-Bundesverband. Den Pflegegrad 1 erhalten ab 2017 Menschen, die geringe körperliche Einschränkungen haben und im alten System nicht begutachtet worden sind.

Bei der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade gelten folgende Faustregeln: Bei Menschen mit körperlichen Einschränkungen greift die Grundregel „+1". So wird zum Beispiel ein Pflegebedürftiger mit körperlichen Einschränkungen und Pflegestufe 2 ab 2017 dem Pflegegrad 3 zugeordnet.

Bei Pflegebedürftigen mit zusätzlich beeinträchtigter Alltagskompetenz hingegen gilt „+2" Pflegegrade. Ein Pflegebedürftiger mit eingeschränkter Alltagskompetenz und Pflegestufe 2 wird dann dem Pflegegrad 4 zugeordnet. Durch die Umstellung wird kein Pflegebedürftiger finanziell schlechter gestellt.

Menschen mit Pflegestufe 1 profitieren vom Systemwechsel

„Vor allem Pflegebedürftige, die ambulant gepflegt werden und in niedrigen Pflegegraden eingestuft sind, werden ab 2017 mehr Pflegeleistungen als vorher erhalten", erklärt Pflegeexperte Holger Dudel. Wer heute Pflegestufe 1 hat, erhält im Moment monatlich 244 Pflegegeld oder Pflegesachleistungen in Höhe von 468 Euro. Mit der Einstufung in Pflegegrad 2 wird das Pflegegeld dann im nächsten Jahr 316 Euro betragen; die Pflegesachleistungen werden bei 689 Euro liegen.

Datum des Antrags auf Begutachtung ist entscheidend

Wer einen Antrag auf Begutachtung seiner Pflegebedürftigkeit noch in diesem Jahr stellt, wird nach dem alten System begutachtet, auch wenn die Begutachtung erst 2017 stattfindet. „Entscheidend ist das Datum der Antragstellung", betont Marion Wilhelm. Das sollten sich Menschen mit körperlichen Einschränkungen zunutze machen. Die Pflegeexpertin empfiehlt ihnen eine Antragstellung noch in diesem Jahr, um dann eine automatische Überleitung in die neuen Pflegegrade zu erhalten. „Bei der Antragstellung bis zum 31. Dezember können Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen mit mehr Leistungen aus der Pflegeversicherung rechnen", so Dr. Wilhelm weiter. Auch die zahlreichen Unsicherheiten, die das Neue Begutachtungs-Assessment (NBA) nach wie vor aufweist, sprechen für eine Antragstellung vor dem 31. Dezember 2016.

Einstiegspflegegrad 1

Das System der Pflegegrade hat im Vergleich zum alten System der Pflegestufen eine niedrigere Einstiegsschwelle: Den Pflegegrad 1 erhalten Personen leichter als die erste Pflegestufe nach dem alten System.

Hilfsbedürftige mit Pflegegrad 1 erhalten weder Pflegegeld, noch haben sie Anspruch auf Pflegesachleistungen. Sie haben aber Anspruch auf einen einheitlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro für Betreuungsleistungen – zum Beispiel durch einen Alltagsbegleiter – und für Entlastungsleistungen – zum Beispiel durch eine Haushaltshilfe. Außerdem steht ihnen ein einmaliger Zuschuss für Wohnraumanpassung in Höhe von bis zu 4.000 Euro zu. Medizinische Hilfsmittel werden mit 40 Euro gefördert. Außerdem werden Pflegehilfsmittel wie der Hausnotruf bezuschusst.

Weitere wichtige Informationen zu den Änderungen ab 2017 finden Sie hier und hier. Gerne geben auch die Pflegedienste, Sozialstationen und Pflegeberatungsstellen des ASB in Ihrer Nähe zum Thema Auskunft.

Foto: ASB/Barbara Bechtloff

asb fluechtlingshilfe schmidt mauz 250Am 15. September 2016 verabschiedete die Rot-Grüne Landesregierung in NRW den bundesweit ersten Integrationsplan. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) NRW e.V. begrüßt den Vorstoß der Landesregierung der dringlichen gesellschaftlichen Herausforderung mit einem fachbereichsübergreifenden Integrationsplan den notwendigen Stellenwert einzuräumen.

Integration ist eine Querschnittsaufgabe und betrifft alle Bereiche des Zusammenlebens. Jede gesellschaftliche Kraft ist gefordert einen Beitrag zu leisten. Daher wäre eine gemeinsame Verabschiedung des Integrationsplans über alle Parteien hinweg wünschenswert gewesen.

Auch der ASB in NRW stellt sich als Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation seiner Verantwortung. Er betreute und betreut noch mehrere tausend Geflüchtete in Unterbringungseinrichtungen und setzt Integrationsprojekte um, wie beispielsweise im Bereich der Arbeitsmarktintegration. Dabei stehen für den ASB NRW seine Werte einer offenen, gleichberechtigten, vielfältigen, auf gegenseitigem Respekt gründenden Gesellschaft im Vordergrund. Vor diesem Hintergrund lehnt der ASB NRW die klare Abgrenzung von Flüchtlingen mit „guter“ und „schlechter“ Bleibeperspektive, die sich vor allem in der Bundesgesetzgebung aber auch im Integrationsplan NRW wiederfindet, ab. Der oftmals monatelange Aufenthalt in den Flüchtlingseinrichtungen, macht einen Zugang zu Angeboten auch für Menschen mit geringer Bleibeperspektive unabdingbar. „Die Menschenwürde muss in jedem Fall gewahrt bleiben und es sollte alles daran gesetzt werden, Konflikte und damit verbundene hohe gesellschaftliche und soziale Folgekosten, präventiv zu vermeiden“, so Dr. Stefan Sandbrink, Landesgeschäftsführer des ASB NRW e.V.

Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren, die in der Praxis der Flüchtlingshilfe und Integration tätig sind, und der Politik ist dabei nicht nur wünschenswert, sondern unabdingbar. Integration beginnt mit dem ersten Tag der Einreise der Flüchtlinge, es sollten nicht erst Monate des Wartens und der Frustration vergehen, bis die ersten Integrationsangebote greifen. Die ausführlichen Positionen des ASB NRW e.V. zum Integrationsplan der NRW-Landesregierung finden Sie hier als PDF-Download.
Foto: ASB/Schmidt-Mauz

erste hilfe asb 250 1Zum "Internationalen Tag der Ersten Hilfe" am 10. September 2016 appelliert der ASB an die Bürgerinnen und Bürger, regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen und so auch den Umgang mit einem AED zu lernen. Denn die Einbeziehung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) erhöht wesentlich die Überlebenschancen beim plötzlichen Herzstillstand.

„In Deutschland starten bei einem plötzlichen Herzstillstand nur 17 Prozent der umstehenden Menschen mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung", sagt Michael Sonntag, Referent für Notfallausbildung beim ASB-Bundesverband.

Viele Bürgerinnen und Bürger helfen nicht, weil sie sich nicht mehr an die Handgriffe erinnern können, da ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs Jahrzehnte zurückliegt. Der ASB empfiehlt deshalb, regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. In der Erste-Hilfe-Grundausbildung, die seit April 2015 nur einen Unterrichtstag umfasst, lernen die Teilnehmer nicht nur die Herz-Lungen-Wiederbelebung, sondern auch den Umgang mit einem automatisierten externen Defibrillator (AED).

„Zu wenige Helfer beziehen ein AED-Gerät, von denen es im öffentlichen Raum immer mehr gibt, in die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit ein. Dabei lassen sich so die Überlebenschancen eines Menschen wesentlich verbessern und Folgeschäden minimieren", gibt der Notfallexperte Michael Sonntag zu bedenken. Auch Laien können ein AED sicher und einfach bedienen und überbrücken somit optimal die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. „Ersthelfer können mit einem AED nichts falsch, dafür aber sehr viel richtig machen", betont der Erste-Hilfe-Experte Michael Sonntag. In öffentlichen Einrichtungen oder vor Unternehmen weist ein grünes Schild mit weißem Herz auf einen Defibrillator in unmittelbarer Nähe hin.

Der Arbeiter-Samariter-Bund bietet bundesweit eine Vielfalt an Erste-Hilfe-Lehrgängen an: Die Erste-Hilfe-Grundausbildung mit neun Unterrichtseinheiten richtet sich an Führerscheinanwärter, Ersthelfer im Betrieb, Übungsleiter und an alle Interessierten. Außerdem gibt es die Kurse „Erste Hilfe bei Kindernotfällen", „Erste Hilfe am Hund" und „Erste Hilfe für Kita-Kinder". Die ASB-Verbände vor Ort stehen für Informationen zu den Kursen zur Verfügung.
Foto: ASB/Marten Soltau

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Mit dem Hausnotruf-Service des ASB fühlen Sie sich zu Hause sicher. Rund um die Uhr! Mehr Infos hier

trailer-100-hnr-1Arbeiter-Samariter-Jugend
Wir bewegen was: Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) ist der Jugendverband des ASB. Mehr Infos hier

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Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst
Der ASB in NRW bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Mehr Infos hier

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