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hilfsorg-logos-250Hilfsorganisationen mahnen strukturelle und rechtliche Konsequenzen aus dem schockierenden Geschehen an Köln

Anlässlich des zweiten Jahrestages des schrecklichen Unglücks bei der Loveparade in Duisburg am 24.07.2010 mahnen die Hilfsorganisationen aus NRW strukturelle und rechtliche Konsequenzen an.
Am 24. Juli 2010 starben während der Loveparade 21 Besucher. Über 540 Menschen wurden verletzt. Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst waren vor, während und nach dem Unglück auf der Loveparade 2010 im Einsatz. Etwa 4.000 Hilfskräfte, 70 Rettungs- und Krankentransportwagen und neun Rettungshubschrauber waren im Einsatz.
Trotz der äußerst schwierigen Gesamtlage konnte ein professioneller und der Situation adäquater Rettungseinsatz gewährleistet werden. Vor allem aufgrund der über viele Jahre gewachsenen Strukturen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz war dies den Hilfsorganisationen möglich.Um auch bei zukünftigen Großschadenslagen Menschen schnell und fachkundig helfen zu können, fordern die NRW-Landesverbände der Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst in der anstehenden Novellierung des Landesrettungsdienstgesetzes NRW die historische Chance zu nutzen und eine enge rechtliche und strukturelle Verzahnung von Rettungsdienst und Katastrophenschutz zu schaffen.
Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst stellen alleine in NRW mehr als 16.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in 241 Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes. In vielen Kreisen, Städten und Gemeinden decken sie den Spitzenbedarf im Rettungsdienst ab, in dem sie bei Großschadenslagen und Sonderbedarf kurzfristig zusätzliche Rettungswagen mit ihren gut ausgebildeten Einsatzkräften besetzen. Gerade diese Kompetenz ist ein Alleinstellungsmerkmal der Hilfsorganisationen im komplexen deutschen Gefahrenabwehr- und Hilfeleistungssystem. Dieses zu erhalten und weiter zu stärken ist das gemeinsame Ziel der vier großen Hilfsorganisationen.

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