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Pressebereich

Auf dieser Seite haben wir für Sie Pressenews zusammengestellt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V.
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50672 Köln
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Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
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Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Esther Finis
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Besuchen Sie auch den Online-Pressebereich des ASB Bundesverbandes mit einem umfangreichen Foto-Downloadbereich und vielen Informationen zu den Hilfsleistungen des ASB. mehr


 

IDC und ASB unterstützen LSBTI-Flüchtlinge in Serbien

Gemeinsam mit IDC, dem serbischen Samariterbund, setzt sich der ASB NRW e.V. für Flüchtlinge in Serbien ein.

Im Mittelpunkt des gemeinsamen Projektes, das auch von der Auslandhilfe des ASB Deutschland unterstützt wird, stehen LSBTI-Geflüchtete. Viele von ihnen waren in ihrem Herkunftsland Repressionen ausgesetzt und sind auch auf der Flucht vor Diskriminierung und Gewalt nicht sicher.

regenbogen schirm 250

Ziel der Zusammenarbeit zwischen IDC und ASB ist es, den Betroffenen Beratung und Hilfe anzubieten und sie über ihre Rechte aufzuklären. Zusammen mit serbischen Selbsthilfeorganisationen für LSBTI entwickeln die Samariter im Rahmen des Projekts Angebote für psychologische Beratung, Rechtsberatung und die Gesundheitsprävention. Auch die Information von gesellschaftlichen und politischen Verantwortungsträgern gehört zu den Maßnahmen.

Darüber hinaus erarbeiten die serbischen Samariter eine Richtlinie zum Umgang mit LSBTI-Geflüchteten, die auch von anderen Akteuren der humanitären Hilfe in Serbien genutzt werden kann. Diese Informationen, die die Bevölkerung auf die besondere Situation der Betroffenen aufmerksam machen, auf lokaler und regionaler Ebene zur Verfügung zu stellen, rundet das Projekt ab.

Die in IDC organisierten serbischen Samariter sind Mitglied im IRIS-Netzwerk, einem Zusammenschluss von Hilfsorganisationen in Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Montenegro, Mazedonien, Albanien und im Kosovo, die sich gemeinsam für Gerechtigkeit, Frieden und Entwicklung einsetzen. Im Rahmen des Projektes für LSBTI-Geflüchtete sollen Selbsthilfeorganisationen für Geflüchtete mit unterschiedlicher sexueller und geschlechtlicher Identität in das Netzwerk aufgenommen und die neu entwickelten Materialien möglichst vielen Menschen zugängig gemacht werden.

Die serbischen Samariter sind seit 2015 für Geflüchtete im Einsatz. Mit mobilen Teams und zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern verteilen sie Kleidung und Lebensmittel, bieten medizinische Versorgung und juristische Beratung an. Gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen setzt IDC sich für einen besseren Schutz von Migranten und die Entwicklung einer Interessensvertretung für Flüchtlinge in Serbien ein.

Für Fragen zum Projekt stehen Esther Finis und Frank Hoyer vom ASB NRW e.V. unter Telefon 0221-9497070 und E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerne zur Verfügung.

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Die Bezeichnung LSBTI steht für:
L = Lesben
S = Schwule
B = Bisexuelle
T = Trans
I = Intersexuelle
Das auch oft verwendete Sternchen * steht für die Vielfalt geschlechtlicher und sexueller Identitäten. Detailliertere Erläuterungen zur Vielfalt der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität findet man zum Beispiel unter http://echte-vielfalt.de/wort-schatz

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english version:

ASB NRW and IDC join forces to support LGBTI refugees in Serbia

Together with IDC, the Initiative for Development and Cooperation in Serbia, ASB NRW e.V. is establishing a new project to support refugees in Serbia.

Main focus of the cooperation, that is also supported by the foreign aid department of ASB Germany, are LGBTI refugees. Many of them have been affected by repression in their countries of origin and still face discrimination and violence during their flight.

regenbogen schirm 250The main focus of the cooperation between ASB NRW and IDC is to offer relief, counselling and consulting services to inform the refugees on their rights. Together with Serbian self-help organisations for LGBTI, IDC and ASB NRW are developing psychological care, legal advice services as well as medical prevention. Furthermore, information of social and political responsibles are part of the measures to ensure a better care and standing of LGBTI refugees in Serbia.

Furthermore, IDC will develop a guide to better work with LGBTI persons in a migration context. The guide can then also be used by other stakeholders in humanitarian aid in Serbia. Information activities on local and regional level providing awareness for the host communities will complete the project measures.

As IDC is member of the IRIS network gathering partners from Bosnia and Herzegovina, Croatia, Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania and Serbia committed to socio-economic projects, the common project of ASB NRW and IDC will also aim to include LGBTI self-help organisations into the network and thus strengthen their capacities and the number of persons the reach.

IDC is supporting refugees on the Western Balkan Route since 2015. Together with many volunteers, the Samaritan organisation set up mobile teams distributing food, water and clothing, organising medical care and legal advice for refugees and is lobbying for better protection of refugees in Serbia.

If you like to learn more about this cooperation project, please do not hesitate to contact IDC, www.idcserbia.org, or ASB NRW e.V. Esther Finis and Frank Hoyer will be pleased to answer your questions, telephone +49 221 9497070, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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The acronym LGBTI stands for:
L = Lesbian
G = Gay
B = Bisexual
T = Transsexual
I = Intersexual
Often, people also use * to symbolise the diversity of sexual identities.

ASB zum NRW-Kabinettsbeschluss zur Pflege: Trostpflaster statt wirksamer Therapie

asb pflegedienst 250Pressemitteilung vom 13.06.2018

Der Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. erwartet entschlossenere Maßnahmen von der Landesregierung, um Pflegende, Pflegebedürftige und deren Familien zu entlasten.

Mit dem aktuellen Kabinettsbeschluss zur Pflege in Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung viele kleine Schritte gemacht, aber leider nicht das dringend notwendige Gesamtkonzept vorgelegt, um eine wirkliche Entlastung von Pflegenden und Pflegebedürftigen zu erreichen, konstatiert der Arbeiter-Samariter-Bund NRW (ASB NRW).

Das Landeskabinett hatte sich am 12.06.2018 auf eine Neufassung des Wohn- und Teilhabegesetzes geeinigt, mit dem vor allem die stationäre Pflege in Nordrhein-Westfalen gestaltet werden soll.

„Das Gesetzesvorhaben wirkt wie eine Ansammlung von Trostpflastern anstelle einer wirksamen Therapie. W-Lan in Altenheimen oder ein Suchportal für Heimplätze, die derzeit nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, schaden nicht, sind aber leider keine substanziell weiterführenden Lösungsansätze“, so der Landesgeschäftsführer des ASB NRW, Dr. Stefan Sandbrink.

Die beschlossene Verzahnung der Prüfungen von kommunalen Aufsichtsbehörden und dem MDK ist sinnvoll, sollte aber schon längst Realität sein. Hier wird nur nachjustiert. Ähnlich verhält es sich mit den Klarstellungen zur rechtlichen Lage der Betreuten Wohngemeinschaften oder zu den Anforderungen an Heim- und Pflegedienstleitungen. „Das sind richtige Schritte, sie ersetzen aber keinen grundlegenden Plan zur Lösung der Probleme in der Pflege, insbesondere das der Personalknappheit.“, so Dr. Stefan Sandbrink.

„So lange nicht genug Pflegefachkräfte im ambulanten und stationären Bereich vorhanden sind, muss etwa die Verteilung der Aufgaben in ambulanten Diensten und in Pflegeeinrichtungen flexibilisiert werden“, verweist der ASB-Landesgeschäftsführer auf die vielen Vorbehaltsaufgaben, die nur von Pflegefachkräften erbracht werden dürfen. „Speziell geschulte Pflegehilfskräfte können in vielen dieser Bereiche kurzfristig gut eingesetzt werden. Pflegebedürftige und deren Familien wollen lieber die Unterstützung einer motivierten und gut vorbereiteten Hilfskraft, als auf eine Fachkraft zu warten, die nicht vorhanden ist.“

Darüber hinaus fordert der ASB NRW unter anderem eine Stärkung der Quartiersarbeit, das Heranführen von jungen Menschen an den Pflegeberuf, eine adäquate Bezahlung und eine größere Wertschätzung des Pflegeberufs.

Link zum Kabinettsbeschluss

Link zur ASB-NRW-Kampagne "Alle Achtung für die Pflege"

Foto: ASB/B. Bechtloff

Ankerzentren für Kinder und Jugendliche ungeeignet

fluechtlingshilfe asb foto stefanie loos 25024 Verbände und zivilgesellschaftliche Organisationen fordern in einem gemeinsamen offenen Brief an die Städte und Gemeinden sowie das Innen- und das Familienministerium, die Rechte und das Wohl von Kindern in der Debatte um die geplanten Ankerzentren zu achten.

Zu den Unterzeichnern gehört auch der Paritätische Gesamtverband, dem der Arbeiter-Samariter-Bund angehört. Die Organisationen konstatieren auf Grundlage der bisher bekannten Pläne, dass Ankerzentren keine geeigneter Orte für Kinder und Jugendliche sind. Ihre Rechte müssen in allen Verfahren berücksichtigt werden. Dazu gehören zum Beispiel der Besuch von Schulen und Kindergärten und eine Umgebung, in der Kinder sicher und gesund aufwachsen können.

Es steht für die Unterzeichner pädagogisch und rechtlich außer Frage, dass Kinder nicht nur besonderen Schutz benötigen, sondern ihnen elementare Rechte nicht vorenthalten werden dürfen. Das Kindeswohl muss Vorrang vor flüchtlingspolitischen Erwägungen haben. Die geplante Unterbringung von unbegleiteten minderjährige Flüchtlingen in Ankerzentren gemeinsam mit Erwachsenen widerspricht dem Vorrang der Kinder- und Jugendhilfe. 45 Prozent der 2017 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge waren Kinder und Jugendliche. Offener Brief als PDF
Foto: ASB Archiv/Stefanie Loos

ASB-Qualitätssiegel „Im Quartier – stark vernetzt – gut beraten“ erstmalig vergeben

asb qualitaetssiegel quartier 250Unter dem Motto „Im Quartier stark vernetzt und gut beraten“ haben sich Pflegedienste und -einrichtungen des ASB zu einem Netzwerk ASB Kompetenzzentren Leben und Pflegen zu Hause zusammengeschlossen.

Im Rahmen eines Pilotprojektes haben ASB-Gliederungen aus Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen in den zurückliegenden zwei Jahren ihre quartiersbezogenen Angebote zur Beratung und Unterstützung von älteren hilfs- und pflegebedürftigen Menschen ausgebaut. Der ASB Bundesverband unterstützte die Pilotphase aktiv.

Nach einer Auditierung der Piloteinrichtungen im Frühjahr 2018 wurden am 26. April 2018 im Rahmen eines Projektgruppentreffens beim ASB RV Münsterland e.V. in Münster die ersten Kompetenzzentren formal anerkannt. Damit können diese Einrichtungen aus Hamburg, Münster und Karben nun auch das verbandseigene Qualitätssiegel „Im Quartier – stark vernetzt – gut beraten“ verwenden. Leipzig und Neustadt in Sachsen sollen in den kommenden Monaten folgen.

Um ein solches Qualitätssiegel zu erhalten, muss ein ausgebildeter Case Manager vor Ort sein, um die Kunden fachgerecht beraten zu können. Diese Beratung geht über das eigene Leistungsspektrum hinaus, weshalb Kooperationen (Vernetzung) im Quartier vorausgesetzt werden. Daneben gibt es noch einige fakultative Angebote, wie z.B. das Organisieren von Besuchs- und Begleitdiensten sowie Pflegeschulungen oder das Vorhandensein von Begegnungsangeboten, welche vorgehalten werden müssen.

Die Initiatoren erhoffen sich nun zahlreiche Nachahmer innerhalb des Arbeiter-Samariter-Bund in ganz Deutschland, gilt es doch, das Profil des ASB im Bereich Pflege und Beratung weiter zu schärfen.

Regionale ASB-Gliederungen, die ihre Einrichtungen ebenfalls zertifizieren lassen möchten oder sich für das Projekt und das Rahmenkonzept interessieren, können sich gerne bei Frau Altendorf unter der E-Mail altendorf (at) asb-sachsen.de melden.
Foto: ASB

ASB Witten siegt beim Samariter Kick NRW 2018

samariter kick nrw 2018 siegerfoto 250150 Fußballfans, davon ca. 100 Spielerinnen und Spieler in 11 Mannschaften, kamen am 12. Mai 2018 zum mittlerweile fünften Samariter Kick NRW nach Witten. Das Turnier findet seit 2014 jährlich statt.

Den ersten Platz sicherte sich die Mannschaft "ASB Witten 2" in einem packenden Finalspiel mit 6:2 Treffern gegen das Team „ASB Bochum 1“. Schon zwei Jahre zuvor konnte "ASB Witten 2" das Siegerpodest erklimmen. Der Wanderpokal, feierlich überreicht von der stellvertretenden ASB-NRW-Landesvorsitzenden Renate Sallet, wird nun erneut für ein Jahr in der ASB-Geschäftsstelle in Witten stehen. Und: Die Siegermannschaft hat sich automatisch für den ASB-Bundescup 2018 am 21. Juli 2018 in Düssledorf qualifiziert (www.asb-bundescup.de).

Weiterlesen: ASB Witten siegt beim Samariter Kick NRW 2018

Neu: ASB NRW präsentiert sich auf Instagram

instagram asb nrw 250pxDer ASB NRW erweitert sein Social-Media-Angebot und präsentiert sich nun auch auf Instagram. Auf dem neuen Account zeigen wir Fotos aus dem Leben der Samariterinnen und Samariter in Nordrhein-Westfalen.

Instagram ist eine Plattform, in der vor allem Fotos und Videos mit kurzen Texten geteilt werden. Die Bilder geben den Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, einen Einblick in das Leben unseres Verbandes zu bekommen und an besonderen wie auch alltäglichen Momenten Teil zu haben. Durch Kommentare, "gefällt mir"-Angaben in Form von Herzen und durch Nachrichten können die Instagram-Fans sich an der Diskussion beteiligen, gute Wünsche austauschen und mit dem ASB Kontakt aufnehmen.

Auch Mitglieder der Instagram-Community, die dem ASB NRW in dem Netzwerk bisher nicht folgen, können anhand von Hashtags (#) Bilder zu bestimmten Themen finden und so die Dienstleistungen und Angebote sowie das freiwillige Engagement im ASB kennenlernen.

Wir freuen uns über jede und jeden, der sich mit uns verbindet und die neue Möglichkeit wahrnimmt, mit dem ASB NRW in Verbrindung zu treten. Herzlich willkommen auf www.instagram.com/asb_nrw!

Podiumsdiskussion in Köln: „Rechtspopulist*innen in deutschen Parlamenten“

flyer veranstaltung rechtspopulisten in deutschen parlamenten 17 05 2018Rechtspopulist*innen sind in Rathäusern, in Landtagen und mittlerweile auch im Bundestag vertreten.

Am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT) wird bei der Veranstaltung „Rechtspopulist*innen in deutschen Parlamenten“ mit Blick auf LSBT-Fragen erörtert, wie es um die aktuelle rechtliche und gesellschaftliche Situation steht. Welche Bündnisse sind geschlossen worden und welche müssen noch erarbeitet werden? Und welche Lehren können bis hierhin gezogen werden?

Zeit: Donnerstag, 17. Mai 2018, 18:30 bis 20:00 Uhr
Tagungsort: Forum Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstr. 29-33, 50667 Köln

Es diskutieren:
• Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Nordrhein-Westfalen
• MdL Josefine Paul, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin für Frauen- und Queerpolitik bei der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
• Christian Werthschulte, Journalist bei der Stadtrevue
• Jürgen Rausch, Projektleitung LSVD-Projekt „Miteinander stärken“

Es moderiert Carolina Brauckmann. „Rechtspopulist*innen in deutschen Parlamenten“ ist eine gemeinsame Veranstaltung der VHS Köln und des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) und wird finanziert mit Mitteln von NRWeltoffen. Das Forum Volkshochschule ist barrierefrei zu erreichen.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter: https://vhs-koeln.de/Veranstaltung/titel-Rechtspopulisten+in+deutschen+Parlamenten+-/cmx59d52153bd542.html

Anzeigenaktion "Wachsam sein für Menschlichkeit"

vielfalt ohne alternative paritaet motiv anzeige 250Gemeinsam mit anderen Organisationen hat der Paritätische Gesamtverband am 22. April 2018 eine Anzeige mit dem Titel "Es geht uns alle an: Wachsam sein für Menschlichkeit" in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" geschaltet.

Der ASB NRW e.V. ist Mitglied im Paritätischen und unterstützt ausdrücklich die Position, die in dem Text zum Ausdruck gebracht wird.

Hintergrund für die Anzeigenaktion ist eine Kleine Anfrage von AfD-Bundestagsabgeordneten, in der eine Verbindung zwischen Behinderung, Inzest und Migration hergestellt wird. In der Bundestagsdrucksache vom 23. März 2018 wollten die Parlamentarier von der Bundesregierung wissen, wie sich die Anzahl der Menschen mit Behinderung in Deutschland seit 2012 entwickelt habe; insbesondere wurde dabei nach Fällen von Behinderungen „durch Heirat innerhalb der Familie“ gefragt.

Daran schloss sich die Frage an, wie viele der betroffenen Menschen einen Migrationshintergrund hätten. Diese Verknüpfung des Themas Behinderung mit Inzest und Zuwanderung löste sowohl bei Politikern als auch in der Zivilgesellschaft Empörung aus und führte zu der hier nachfolgend dokumentierten Anzeige der Sozialverbände:

Es geht uns alle an: Wachsam sein für Menschlichkeit

Wir sind entsetzt über die Anfrage der AfD im Deutschen Bundestag zur Schwerbehinderung in Deutschland. Die Fraktion der AfD erkundigt sich vordergründig nach der Zahl behinderter Menschen in Deutschland, suggeriert dabei jedoch in bösartiger Weise einen abwegigen Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migrantinnen und Migranten.

Es vermittelt sich darüber hinaus die Grundhaltung, Behinderung sei ein zu vermeidendes Übel. Die Anfrage der AfD-Fraktion erinnert damit an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde und sie zu Hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus wurden.

Wir rufen die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und sich entschlossen gegen diese unerträgliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit zu stellen. Wir sagen „Nein“ zu jeder Abwertung von Menschen mit Behinderung und zu jeglicher Form des Rassismus. Ideologien der Ungleichwertigkeit menschlichen Lebens haben keinen Platz in diesem Land.

Unterzeichnende Organisationen: Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland, BAG Selbsthilfe, Bundesverband evangelische Behindertenhilfe, Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter, Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, Bundesvereinigung Lebenshilfe, Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie, Dachverband Gemeindepsychiatrie, Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG), Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband, Deutsche AIDS-Hilfe, Deutscher Kinderschutzbund, Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie, Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, Der Paritätische Gesamtverband, Sozialverband Deutschland SoVD, Sozialverband VdK Deutschland und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.

Der ASB steht für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Migrationshintergrund, Frauen und Männern, unterschiedlicher sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität, jungen und alten Menschen ... Mit seiner Kampagne Arbeiter-Samariter-Bunt zeigt der ASB NRW, dass er Vielfalt als Bereicherung und Chance begreift. Der ASB NRW hat darüber hinaus die Charta der Vielfalt unterzeichnet, ein kultursensibler Umgang und der Respekt vor dem Anderssein sind für die Samariterinnen und Samariter selbstverständlich.

Ministerpräsident Armin Laschet würdigt Innovationskraft des ASB in NRW

asb nrw jahresempfang 2018 1 250Mit den Themen Digitalisierung und Vielfalt rücke der ASB zwei überaus bedeutsame Zukunftsthemen in den Mittelpunkt seiner Arbeit, betonte Ministerpräsident Armin Laschet in seiner Rede anlässlich des Jahresempfangs 2018 des ASB NRW e.V.

Über 200 Gäste aus Parlamenten, Verbänden, Ministerien, Verwaltungen, Firmen und befreundeten Hilfsorganisationen waren der Einladung der Samariterinnen und Samariter am 07. April 2018 in das Düsseldorfer Museum Kunstpalast gefolgt. Darunter auch die Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke und der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Fotogalerie auf Facebook

Twitter-Nachrichten der Staatskanzlei zum Jahresempfang hier und hier

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des 130-jährigen Jubiläums des Verbandes. „Die Gründungsväter von 1888 hätten es sich sicherlich nicht mal im Traum vorstellen können, dass sie das Fundament für eine so langandauernde Erfolgsgeschichte legen würden. Aus einer Selbsthilfeorganisation, die von sechs Zimmerleuten mit Unterstützung von jüdischen Ärzten gegründet wurde, ist ein Wohlfahrtsverband und eine Hilfsorganisation mit bundesweit 1,3 Million Mitgliedern, davon allein 166.000 in NRW, mit 40.000 hauptamtlichen und 17.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entstanden“, führte ASB-NRW-Vorsitzender Dr. Georg Scholz (Foto unten rechts) in seiner Begrüßungsrede aus. Er ging auch auf aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen ein, etwa die Herausforderungen in der Pflege durch den demografischen Wandel, die Integration von Geflüchteten in Deutschland und die Probleme für den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz bei der konkreten Umsetzung der EU-Bereichsausnahme im Vergaberecht.

asb nrw jahresempfang 2018 2 250Ministerpräsident Armin Laschet (Foto oben und zweites Foto links) zeigte sich in seiner Gastrede begeistert von dem breiten Hilfsspektrum des ASB und der weltoffenen, von Solidarität und Vielfalt geprägten Grundhaltung des Verbandes. Er würdigte den enormen Einsatz der vielen haupt- und ehrenamtlichen Samariterinnen und Samariter, unter anderem im Katastrophenschutz, in der ambulanten und stationären Pflege, bei der Jugendarbeit und in vielen anderen Bereichen. Das ASB-Wünschewagen-Projekt, entwickelt vom ASB Regionalverband Ruhr und mittlerweile in fast ganz Deutschland im Einsatz für todkranke Menschen, wurde von ihm besonders hervorgehoben.

Auch beim diesjährigen Jahresempfang wurden innovative und bewährte ASB-Projekte geehrt, dieses Mal aus dem Bereich der Kinderhilfe. Dies waren zum einen die Hebammenzentrale Bochum, ein gemeinsames Projekt des ASB Ortsverband Bochum und der Stadt Bochum, fips Köln, ein Kinder- und Familienprojekt mit Unterstützung des ASB Köln, und die gemeinsame Kita-App des ASB Regionalverband Münsterland und der Firma MW10 AG. Die Laudator/innen waren die Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke, der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Berger und ASB-NRW-Präsident Prof. Dr. Michael Stricker.

Im Außenbereich des Museum Kunstpalast wurden den Veranstaltungsbesucherinnen und -besuchern verschiedene ASB-Leistungsbereiche präsentiert, zum Beispiel ein Katastrophenschutzfahrzeug des ASB Region Düsseldorf; der Regionalverband war zudem für den Sanitätsdienst der Veranstaltung zuständig. Im Saal konnte eine Beobachtungsdrohne des ASB Regionalverband Ostwestfalen-Lippe, die bei Rettungsdiensten eingesetzt wird, in Augenschein genommen werden und ein Informationsstand der Arbeiter-Samariter-Jugend NRW informierte über das kommende Sommer-Zeltfestival der ASB-Jugendorganisation. Zudem wurde die neue ASB-NRW-Kampagne Arbeiter-Samariter-BUNT vorgestellt.

Mehr Informationen zur traditionsreichen Geschichte des ASB finden Sie hier

Fotos: ASB/Michael Schuff

ASB NRW startet Diversity-Kampagne „Arbeiter-Samariter-BUNT“

plakat arbeiter samariter bunt 250Mit seiner neuen Kampagne „Arbeiter-Samariter-BUNT“ wirbt der Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. für eine vielfältige, solidarische und respektvolle Gesellschaft.

Der ASB versteht Vielfalt als Bereicherung und Chance und steht für ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern, von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Behinderung, unterschiedlicher sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität, jungen und alten Menschen ... auf den Punkt gebracht: Vielfalt ist gelebte Realität im ASB. Wichtig sind für die Samariterinnen und Samariter deshalb der Respekt vor dem Anderssein und ein kultursensibler Umgang.

Für die neue Kampagne spielt der Arbeiter-Samariter-Bund mit seinem Namen: Durch den Austausch von nur einem Buchstaben, aus „Bund“ wird „Bunt“, zeigt der ASB Flagge für eine bunte Gesellschaft und einen vielfältigen Verband. In einer ersten Phase wurden jetzt Plakate, Aufsteller, Tassen und Postkarten erstellt. Zum Einsatz wird das Material unter anderem beim ASB-NRW-Jahresempfang 2018, dem Deutschen-Diversity-Tag am 05. Juni 2018, bei CSD-Demonstrationen in verschiedenen deutschen Städten und bei ASB-Veranstaltungen in 2018 kommen. Weiteres Kampagnenmaterial ist in Vorbereitung. Im Laufe des April 2018 wird die Kampagne offiziell bei einem Präsentationstermin vorgestellt.

Poster anschauen

Postkarte anschauen

„Diversity ist eine Frage der Menschenrechte. Als Akteur im Hilfs- und Wohlfahrtsbereich ist es für den ASB Verpflichtung und Herausforderung zugleich, die Gesellschaft mitzugestalten und für einen respektvollen und solidarischen Umgang aller Menschen zu werben“, erklärt Renate Sallet, stellvertretende Vorsitzende des ASB NRW, zu den Hintergründen der Kampagne. „Vielfalt ist nicht das Problem, sondern die Lösung vieler wichtiger gesellschaftlicher Fragen.“

Und der ASB sieht die Chance, Unterschiede wie Alter, Herkunft und Geschlecht in Verbandsprozessen und der Weiterentwicklung des ASB als wichtiges kreatives Potenzial zu sehen – sowohl in Hinblick auf die Gewinnung von neuen Mitarbeiter/innen als auch in der Ansprache von neuen Kundengruppen und der Gewinnung von Mitgliedern.

Der ASB Deutschland e.V., der ASB NRW e.V. und weitere ASB-Verbände haben die Initiative „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Die Umsetzung der Charta hat zum Ziel, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität (www.charta-der-vielfalt.de).

Der Arbeiter-Samariter-Bund, so BUNT wie das Leben!

Lehrgänge

Aus- und Fortbildungen an der
ASB-Landesschule NRW

Die Termine für die Lehrveranstaltungen sind hier einsehbar.

Flüchtlingshilfe

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Der ASB ist in der Flüchtlingshilfe engagiert und betreut in NRW viele Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind. Mehr Infos und aktuelle Nachrichten dazu hier

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Mit dem Hausnotruf-Service des ASB fühlen Sie sich zu Hause sicher. Rund um die Uhr! Mehr Infos hier

trailer-100-hnr-1Arbeiter-Samariter-Jugend
Wir bewegen was: Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) ist der Jugendverband des ASB. Mehr Infos hier

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Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst
Der ASB in NRW bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Mehr Infos hier

Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. | Kaiser-Wilhelm-Ring 50  | 50672 Köln  | Tel. 0221-949 707-0  |  Fax: 0221-949 707-19
E-Mail: kontakt@asb-nrw.de | Internet: www.asb-nrw.de

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