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Solidarität und Respekt kennen keine Grenzen: Flüchtlingshilfe des ASB

asb ahi fh201211 018 f hoferKriege, Naturkatastrophen und Verfolgung zwingen Menschen zur Flucht mit ungewissem Ausgang. Für den ASB ist das Engagement für diese Menschen ein wichtiges, grundlegendes Anliegen: Er sieht die Aufnahme von Flüchtlingen als eine humanitäre Pflicht Deutschlands und Europas an.

Flüchtlinge sind Menschen mit mannigfaltigen Potenzialen, die ein Anrecht auf ein Leben ohne Angst und existenzieller Armut haben und Deutschland bereichern können. Beim ASB arbeiten Haupt- und Ehrenamt Hand in Hand, um Flüchtlingen einen menschenwürdigen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. Dazu gehören neben der lebensnotwendigen Versorgung mit Kleidung, Lebensmitteln und einer Unterkunft auch spezielle Unterstützungsangebote für junge Flüchtlinge und die Betreuung von Kindern. Der ASB ist in der Flüchtlingshilfe Partner des Landes und der Kommunen und arbeitet im Bedarfsfall gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen zusammen.


Aktuelle Nachrichten zur ASB-Flüchtlingshilfe


 

ASJ Mettmann hilft jungen Menschen im Nordirak

asj mettmann spendenaktion nordirak september 2017 250Die ASJ Mettmann hat mit einem Benefiz-Kuchenverkauf auf Straßenfesten und anderen Aktionen über 350 Euro gesammelt. Das Geld wird nun in Kinder- und Jugendprojekte des ASB Deutschland für Flüchtlinge im Nord-Irak einfließen.

Am 28. September 2017 war die ASJ Mettmann zu Gast in der ASB-Auslandshilfe in Köln und hat die über den Sommer erhaltenen Spenden übergeben. Das Geld wird bei einem ASB-Projekt im Nordirak Verwendung finden. Aktuell baut der ASB Deutschland mit seinen lokalen Partnern ein Kinder- und Jugendzentrum im Flüchtlingscamp Gawilan für syrische Flüchtlingsfamilien, um Kindern einen sicheren Ort im Camp zu bieten.

Da es in dem Camp keine Angebote für die Kinder gibt und sie sich weitestgehend selbst über lassen werden, ist es notwendig, den jungen Menschen Perspektiven zu bieten. Neben Spielmöglichkeiten wird es ein Bildungsangebot für die Kinder geben, in die teilweise auch die Eltern mit einbezogen werden. In Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit wird zudem Winterkleidung verteilt.
Foto: ASB Deutschland/ASJ Mettmann

ASB Rhein-Erft/Düren: "Inter-Cultra"-Anbau mit Zeitkapsel versehen

logo tiere verdienen respekt asbDas ASB-Jugendkulturhauses Passwort Cultra in Brühl wird erweitert: Nach Fertigstellung eines Anbaus im Sommer 2018 wird dort das interkulturelle Begegnungs- und Stadtteilzentrum "Inter-Cultra" seinen Betrieb aufnehmen.

Am 01. September 2017 wurde durch den Brühler Bürgermeisterin Dieter Freytag und den Geschäftsführer des ASB Rhein-Erft/Düren, Martin Uhle, eine Röhre mit Alltagsgegenständen aus dem Jahr 2017, eine sogenannte "Zeitkapsel", in eine frische errichtete Wand der zukünftigen Einrichtung eingelassen. So sollen spätere Generationen an das engagierte Projekt erinnert werden.

Der Anbau wird über Multifunktionsräume, Büros und einen Cafébereich verfügen. Die Abteilung Integration der Stadt Brühl wird mit ihrem Team in die erste Etage des Gebäudes ziehen. "InterCULTRA" versteht sich als Impulsgeber für ein aufgeschlossenes, neugieriges und kreatives Miteinander. Im Sinne eines gemeinwesenorientierten Ansatzes ist es erklärtes Ziel, gemeinsam mit den Bewohner*innen des Stadtteils eine Einrichtung zu entwickeln, in der sich verschiedene Kulturen begegnen, in einen Austausch treten und Ideen für ein gemeinsames Leben im Stadtteil entwickeln. "InterCULTRA" richtet sich dabei auch explizit an Menschen mit Migrationshintergrund, etwa Geflüchtete in Flüchtlingseinrichtungen. Ein abwechslungsreiches Angebot an Kursen und Veranstaltungen sichert, dass sich verschiedene Zielgruppen angesprochen fühlen und aktiv in die Arbeit der Einrichtung einbezogen werden. Mehr über den ASB Regionalverband Rhein-Erft/Düren hier
Foto: ASB Rhein-Erft/Düren

Workshop zu besonderen Herausforderungen in der Arbeit mit LSBTI*-Geflüchteten

regenbogen schirm 250Am 21. August 2017 führte die ASB Flüchtlingshilfe NRW gGmbH mit Unterstützung des ASB NRW e.V. eine Schulung in der vom ASB betreuten Zentralen Unterbringungseinrichtung in Kerpen zu den besonderen Herausforderungen in der Arbeit mit lesbisch, schwul und transident lebenden Geflüchteten durch.

In Deutschland angekommen, fühlen sich die Betroffenen häufig nicht sicher. In Unterkünften, in denen sich viele Menschen auf engem Raum aufhalten, besteht die Gefahr, dass weiterhin Diskriminierung stattfindet. In vielen Fällen besteht bei den Betroffenen eine Hemmschwelle sich an offizielle Stellen und den Betreuungsverband zu wenden. Daher dürfte die Dunkelziffer an von Diskriminierung und Gewalt betroffenen LSBTI*-Geflüchteten in Flüchtlingseinrichtungen wesentlich höher sein als die bisher bekannten Fallzahlen, die schon überdurchschnittlich hoch sind.

Es bedarf daher einer aktiven Beschäftigung der BetreuerInnen in den Flüchtlingseinrichtungen mit der Thematik und einer deutlichen Sichtbarmachung, dass man als Anlaufstelle zur Verfügung steht. Der Workshop der ASB Flüchtlingshilfe NRW gGmbH für 20 Mitarbeiterinnen war dabei ein Baustein.

Die Referentinnen* Katja Schröder und Merit Kummer vom Kölner Beratungszentrum rubicon gaben zu Beginn des Workshops Informationen zur rechtlichen, politischen und sozialen Situation von LSBTI*-Geflüchteten in Deutschland und in den Herkunftsländern. Auch Grundlegendes zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt wurde thematisiert. Das Konzept der Schulung basiert auf der Ausarbeitung der „Rainbow Refugees support group Cologne“, einer ehrenamtlichen Organisation, die seit ihrem Beginn im November 2015 mit dem rubicon kooperiert und ebenfalls eine umfangreiche Expertise aufweist.

Der Workshop regte zur Auseinandersetzung mit eigenen Werten und Normen an. Ziel war es, die Handlungssicherheit der TeilnehmerInnen zu stärken, für die spezifischen Herausforderungen zu sensibilisieren und zur Integration des Themas in Projekte oder der Entwicklung neuer Projekte anzuregen. Das auch kulturell vielfältige Team aus Kerpen konnte beim Workshop Erfahrungen im Umgang mit dem Thema aus mehreren Ländern beisteuern und war interessiert, Hintergründe zu erfahren. Ein zweiter Workshop wird im September 2017 mit Unterstützung des Flüchtlingsrats NRW stattfinden.

Hintergrundinformation

Lesbische, bisexuelle, schwule, trans- und intersexuelle Menschen (LSBTI*) werden in über 75 Staaten strafrechtlich verfolgt. Dort drohen Gefängnisstrafen, Zwangsverheiratung, Folter oder die Todesstrafe. Zugleich erleben sie auch im gesellschaftlichen Alltag Anfeindungen, soziale Ausgrenzung, Hetzkampagnen, psychische und körperliche Gewalt. Die Verfolgung aufgrund von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität ist als Asylgrund anerkannt.

Weiterführende Informationen zum Thema

In Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), dem Paritätischen Gesamtverband und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, hat der ASB eine „Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen“ herausgegeben, die hier zum Download bereitsteht. Gefördert wurde die Erstellung der Publikation durch die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Die vom ASB in NRW erarbeiteten „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“, geben praktische Empfehlungen für den Schutz vor und in erster Linie die Prävention von Gewalt in Flüchtlingseinrichtungen (Download hier).

Zudem hat der ASB, gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband und dem LSVD eine Orientierungshilfe zum Themenbereich „Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ in mehreren Sprachen entwickelt (Download hier). Unterstützt wurde die Erstellung der Publikation von www.refugeeguide.de und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Foto: Frank Hoyer

Broschüre "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" erschienen

mindeststandards fluechtlingsunterkuenfte broschuere cover 2017 250Im Rahmen der „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" haben das Bundesfamilienministerium und UNICEF „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ herausgegeben. 

Die unter der fachlichen Beteiligung des ASB NRW e.V. und vieler weiterer Partner erarbeitete Broschüre erweitert den Fokus auf besonders schutzbedürftige Personengruppen – wie Kinder, Jugendliche und Frauen – und enthält erstmals auch Leitlinien zum Schutz von geflüchteten Menschen mit Behinderung und LSBTI*-Geflüchteten. Die 52 Seiten umfassende Veröffentlichung kann hier als PDF herunterladen werden.

Ergänzend zum Thema sind folgende, vom ASB NRW teilweise mit Kooperationspartner herausgegebene Broschüren erhältlich: 

„Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“ Download als PDF

"Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen" Download als PDF

Orientierungshilfe für Flüchtlinge: „Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ Download als PDF (auch in einfacher deutscher Sprache Download als PDF)

"Von Mensch zu Mensch. Die ASB Flüchtlingshilfe in Nordrhein-Westfalen" Download als PDF

Für Rückfragen zum Thema steht Frau Solveig Velte vom ASB NRW e.V. unter Telefon 0221-94970712 und E-Mail velte (at) asb-nrw.de zur Verfügung.

Sommerfest in der Flüchtlingseinrichtung in Kerpen

asb sommerfest zue kerpen 250Bei strahlendem Sonnenschein fand am 07. Juli 2017 in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Kerpen ein Sommerfest statt.

Sich austauschen und kennenlernen stand im Mittelpunkt der Veranstaltung, bei der ein buntes und abwechslunsgreiches Programm für Jung und Alt geboten wurde. So gab es Mitmach-Aktionen des Cultra-Mobils vom ASB Regionalverband Rhein-Erft/Düren und einen Flashmob der Europaschule Kerpen. Die Arbeiter-Samariter-Jugend hatte eine rot-gelbeHüpfburg in Form eines Rettungswagens aufgebaut. Für Unterhaltung sorgten auch die Band „Die Handwerker“ und eine Bauchtanz-Performanz. Die jungen Gäste freuten sich über das Kinderschminken, die Darbietungen eines Clowns und die Aktionen der Freiwilligen Feuerwehr Kerpen. Kulinarische Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern rundeten das Fest ab.

Die ZUE in Kerpen wird von der ASB Flüchtlingshilfe NRW gGmbH getragen. Mehr Infos hier
Foto: Renate Sallet

Erste-Hilfe-Training in internationaler Vorbereitungsklasse

evt gymnasium koeln erste hilfe kurs juli 2017Am 13. Juli 2017 führte der Arbeiter-Samariter-Bund ein Erste-Hilfe-Training für die internationale Klasse des Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium (EvT) in Köln durch, in der Kinder und Jugendliche ohne bzw. mit sehr wenigen Deutschkenntnissen auf den Regelunterricht vorbereitet werden.

Ein Ausbilder des ASB Kreisverband Witten e.V. – der Verband bietet regelmäßig Erste-Hilfe-Trainings für Geflüchtete an – brachte den 16 motivierten Schüler/innen aus vielen Nationen, das richtige Verhalten im Notfall nahe. Unter anderem anhand der von der Arbeiter-Samariter-Jugend NRW entwickelten Piktogramme für die Erste-Hilfe-Schulung wurden verschiedene Notfallszenarien und die entsprechenden Hilfeleistungen besprochen. Interessiert legten die Schüler und Schülerinnen Verbände an und übten die stabile Seitenlage.

Der Erste-Hilfe-Kurs war Teil eines gemeinsamen Projekts des ASB NRW e.V. und der internationalen Klasse des EvT-Gymnasium, das schon seit Ende 2016 läuft. Der ASB NRW e.V. fördert dabei die Anschaffung von Unterrichtsmaterialien, aber auch Ausflüge in die Umgebung, damit die Schülerinnen und Schüler ihr neues Umfeld besser kennenlernen können. „Die LehrerInnen leisten hervorragende Arbeit in der internationalen Klasse und versuchen den SchülerInnen vieles zu ermöglichen. Gerne unterstützen wir hier, denn eine gute Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, auch und gerade mit Fluchthintergrund, trägt enorm zu einer gelungenen Integration und einer gemeinsamen Zukunft bei“, so Dr. Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW e.V.
Foto: Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium Köln

Erweiterung der Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften

asb figuren klein 250Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und UNICEF haben im Rahmen der „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ die 2016 veröffentlichten Mindeststandards erweitert.

Unter fachlicher Begleitung des Paritätischen Gesamtverbandes und der inhaltichen Beteiligung des ASB NRW e.V. und vieler weiterer Partner wurde der Fokus auf besonders schutzbedürftige Personengruppen – wie Kinder, Jugendliche und Frauen, Menschen mit Behinderungen und LSBTTI* – gezielt gerichtet.

„Der Gewaltschutz und die Sicherheit besonders schutzbedürftiger Personengruppen sind dem ASB bei der Betreuung von Geflüchteten ein großes Anliegen. Wir begrüßen die Initiative des BMFSFJ und UNICEF und die neue Auflage der Mindeststandards ausdrücklich und freuen uns, dass wir uns einbringen konnten“, so Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW.

Die Neuauflage der „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ steht hier zum Download bereit. Konkrete Hilfestellungen bei der Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten bietet zudem eine Materialiensammlung des BMFSFJ und UNICEF. Diese bauen auf den Mindeststandards auf und geben praktische Unterstützung, unter anderem zur Risiko- und Ressourcenanalyse. Die Materialien können hier eingesehen werden.

Flüchtlingshilfe des ASB in NRW: neue Broschüre gibt Einblicke

broschuere fluechtlingshilfe april 2017 cover 250Der Arbeiter-Samariter-Bund ist seit 2014 verstärkt in der Flüchtlingshilfe aktiv. Zeitweise betreute er deutschlandweit über 50.000 Geflüchtete in über 170 Einrichtungen, davon allein 25.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASB unterstützen die Geflüchteten mit Kompetenz und Leidenschaft. Schon seit längerem rücken dabei Integrationsprojekte in den Vordergrund. Willkommenstreffpunkte, Arbeitsmarktintegration, Erste-Hilfe-Kurse und Jugendwohngruppen für Geflüchtete sind hier nur einige Beispiel für ASB-Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen.

Den Menschen im Mittelpunkt zu sehen, ist das Credo des ASB bei seinen Hilfeleistungen. Als politisch und konfessionell ungebundener Verband steht er für Vielfalt, Respekt und Solidarität. Er hilft jedem unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion und sexuellen/geschlechtlichen Identität.

Eine neue Broschüre des ASB NRW zeigt die Leistungen und die Haltung und Werte des ASB in NRW in der Flüchtlingshilfe und bei den Integrationsmaßnahmen. Ein Download des 28-seitigen Heftes ist hier als PDF möglich. Gedruckte Exemplare können, solange der Vorrat reicht, kostenfrei bestellt werden beim ASB NRW e.V. per E-Mail unter velte (at) asb-nrw.de.
Bild: ASB NRW

Workshop LSBTTI*-Geflüchtete: Besondere Herausforderungen in der Arbeit mit lesbisch, schwul und transident lebenden Menschen

workshop fluechtlingshilfe lsbtti maerz 2017Am 08. März 2017 führte der ASB NRW e.V. einen landesweiten Workshop zum Thema LSBTTI*-Geflüchtete im Essener Jugendhaus Harkortstraße der ASJ Ruhr durch.

Katja Schröder vom Beratungszentrum für Lesben und Schwule "rubicon" und der Kölner Initiative „Rainbow Refugees support group Cologne“ und Marco Kammholz, ebenfalls von der „Rainbow Refugees support group Cologne“, gaben notwendige Hintergrundinformationen zum Thema und der aktuellen Lage. Sie regten zudem zur Auseinandersetzung mit eigenen Werten und Normen in der interkulturellen Begegnung an. Die „Rainbow Refugees support group Cologne“ weist eine umfassende Expertise in diesem Bereich auf, berät LSBTTI*-Geflüchtete und führt Schulungen für Mitarbeiter/innen von Flüchtlingsunterkünften durch.

Ziel des Workshops war es, die Handlungssicherheit der TeilnehmerInnen zu stärken, für die spezifischen Herausforderungen zu sensibilisieren und zur Integration des Themas in Projekte oder der Entwicklung neuer Projekte anzuregen. Denn: LSBTTI*-Geflüchtete sind oftmals vor massiver Verfolgung in ihren Heimatländern geflohen und sind zu den besonders schutzbedürftigen Personengruppen zu zählen. Immer wieder wird über Anfeindungen und gewalttätige Übergriffe auf Geflüchtete mit einem LSBTTI*-Hintergrund berichtet. Die Betreuung und Beratung von LSBTTI*-Geflüchteten bedarf daher Hintergrundwissen zur rechtlichen, politischen und sozialen Situation in Deutschland und in den Herkunftsländern, aber auch zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.

„Die Situation von Flüchtlingen, die aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität verfolgt und diskriminiert werden, geht uns alle an. Der ASB steht für eine weltoffene, vielfältige und solidarische Gesellschaft und setzt sich dafür ein, dass hier in Deutschland aufgenommene Personen ein Leben in Sicherheit und Respekt führen können,“ so Renate Sallet, Vorstandsmitglied des ASB NRW e.V. anlässlich des Workshops.

Weiterführende Informationen zum Thema:

In Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), dem Paritätischen Gesamtverband und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, hat der ASB eine „Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen“ herausgegeben, die hier zum Download bereitsteht. Gefördert wurde die Erstellung der Publikation durch die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Die vom ASB in NRW erarbeiteten „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“, geben praktische Empfehlungen für den Schutz vor und in erster Linie die Prävention von Gewalt in Flüchtlingseinrichtungen (Download hier).

Zudem hat der ASB, gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband und dem LSVD eine Orientierungshilfe zum Themenbereich „Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ in mehreren Sprachen entwickelt (Download hier). Unterstützt wurde die Erstellung der Publikation von www.refugeeguide.de und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Foto: ASB NRW/Solveig Velte

Flüchtlingshilfe des ASB Ruhr initiiert Projekte gegen sexualisierte Gewalt

tasse asb fotonachweis frank meinel 250Im Rahmen der Flüchtlingshilfe-Aktivitäten des ASB Ruhr e. V. wurden zum Jahresanfang 2017 Projekte gegen sexualisierte Gewalt in Bottrop und Hattingen auf den Weg gebracht.

Die zwei Maßnahmen laufen über einen Zeitraum von zwei Monaten und werden vom NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport gefördert.

In Bottrop sowie in Hattingen gibt es nun ein Frauencafé und einen Jugendtreff. Im Café treffen sich Frauen, um gemeinsam zu frühstücken, sich mit Freundinnen zu unterhalten und an gemeinsamen Ausflügen und Aktionen teilzuhaben. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Teilnahme an einem Selbstbehauptungskurs, der ebenso für die Jugendlichen in den Jugendtreffs angeboten wird. Auch hier haben das Treffen mit Freunden, Aktivitäten in der Gruppe und das Deutschlernen in Form von aktiver Sprachpraxis einen hohen Stellenwert.
Foto: ASB Archiv/Frank Meinel

Freiwilligendienste

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Der ASB bietet den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) in den unterschiedlichsten Einsatzgebieten an. mehr

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Mit dem Hausnotruf-Service des ASB fühlen Sie sich zu Hause sicher. Rund um die Uhr! Mehr Infos hier

trailer-100-hnr-1Arbeiter-Samariter-Jugend
Wir bewegen was: Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) ist der Jugendverband des ASB. Mehr Infos hier

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Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst
Der ASB in NRW bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Mehr Infos hier

Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. | Kaiser-Wilhelm-Ring 50  | 50672 Köln  | Tel. 0221-949 707-0  |  Fax: 0221-949 707-19
E-Mail: kontakt@asb-nrw.de | Internet: www.asb-nrw.de

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