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Solidarität und Respekt kennen keine Grenzen: Flüchtlingshilfe des ASB

asb ahi fh201211 018 f hoferKriege, Naturkatastrophen und Verfolgung zwingen Menschen zur Flucht mit ungewissem Ausgang. Für den ASB ist das Engagement für diese Menschen ein wichtiges, grundlegendes Anliegen: Er sieht die Aufnahme von Flüchtlingen als eine humanitäre Pflicht Deutschlands und Europas an.

Flüchtlinge sind Menschen mit mannigfaltigen Potenzialen, die ein Anrecht auf ein Leben ohne Angst und existenzieller Armut haben und Deutschland bereichern können. Beim ASB arbeiten Haupt- und Ehrenamt Hand in Hand, um Flüchtlingen einen menschenwürdigen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. Dazu gehören neben der lebensnotwendigen Versorgung mit Kleidung, Lebensmitteln und einer Unterkunft auch spezielle Unterstützungsangebote für junge Flüchtlinge und die Betreuung von Kindern. Der ASB ist in der Flüchtlingshilfe Partner des Landes und der Kommunen und arbeitet im Bedarfsfall gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen zusammen.


Aktuelle Nachrichten zur ASB-Flüchtlingshilfe


 

Flüchtlingshilfe des ASB in NRW: neue Broschüre gibt Einblicke

broschuere fluechtlingshilfe april 2017 cover 250Der Arbeiter-Samariter-Bund ist seit 2014 verstärkt in der Flüchtlingshilfe aktiv. Zeitweise betreute er deutschlandweit über 50.000 Geflüchtete in über 170 Einrichtungen, davon allein 25.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASB unterstützen die Geflüchteten mit Kompetenz und Leidenschaft. Schon seit längerem rücken dabei Integrationsprojekte in den Vordergrund. Willkommenstreffpunkte, Arbeitsmarktintegration, Erste-Hilfe-Kurse und Jugendwohngruppen für Geflüchtete sind hier nur einige Beispiel für ASB-Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen.

Den Menschen im Mittelpunkt zu sehen, ist das Credo des ASB bei seinen Hilfeleistungen. Als politisch und konfessionell ungebundener Verband steht er für Vielfalt, Respekt und Solidarität. Er hilft jedem unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Religion und sexuellen/geschlechtlichen Identität.

Eine neue Broschüre des ASB NRW zeigt die Leistungen und die Haltung und Werte des ASB in NRW in der Flüchtlingshilfe und bei den Integrationsmaßnahmen. Ein Download des 28-seitigen Heftes ist hier als PDF möglich. Gedruckte Exemplare können, solange der Vorrat reicht, kostenfrei bestellt werden beim ASB NRW e.V. per E-Mail unter velte (at) asb-nrw.de.
Bild: ASB NRW

Workshop LSBTTI*-Geflüchtete: Besondere Herausforderungen in der Arbeit mit lesbisch, schwul und transident lebenden Menschen

workshop fluechtlingshilfe lsbtti maerz 2017Am 08. März 2017 führte der ASB NRW e.V. einen landesweiten Workshop zum Thema LSBTTI*-Geflüchtete im Essener Jugendhaus Harkortstraße der ASJ Ruhr durch.

Katja Schröder vom Beratungszentrum für Lesben und Schwule "rubicon" und der Kölner Initiative „Rainbow Refugees support group Cologne“ und Marco Kammholz, ebenfalls von der „Rainbow Refugees support group Cologne“, gaben notwendige Hintergrundinformationen zum Thema und der aktuellen Lage. Sie regten zudem zur Auseinandersetzung mit eigenen Werten und Normen in der interkulturellen Begegnung an. Die „Rainbow Refugees support group Cologne“ weist eine umfassende Expertise in diesem Bereich auf, berät LSBTTI*-Geflüchtete und führt Schulungen für Mitarbeiter/innen von Flüchtlingsunterkünften durch.

Ziel des Workshops war es, die Handlungssicherheit der TeilnehmerInnen zu stärken, für die spezifischen Herausforderungen zu sensibilisieren und zur Integration des Themas in Projekte oder der Entwicklung neuer Projekte anzuregen. Denn: LSBTTI*-Geflüchtete sind oftmals vor massiver Verfolgung in ihren Heimatländern geflohen und sind zu den besonders schutzbedürftigen Personengruppen zu zählen. Immer wieder wird über Anfeindungen und gewalttätige Übergriffe auf Geflüchtete mit einem LSBTTI*-Hintergrund berichtet. Die Betreuung und Beratung von LSBTTI*-Geflüchteten bedarf daher Hintergrundwissen zur rechtlichen, politischen und sozialen Situation in Deutschland und in den Herkunftsländern, aber auch zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.

„Die Situation von Flüchtlingen, die aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität verfolgt und diskriminiert werden, geht uns alle an. Der ASB steht für eine weltoffene, vielfältige und solidarische Gesellschaft und setzt sich dafür ein, dass hier in Deutschland aufgenommene Personen ein Leben in Sicherheit und Respekt führen können,“ so Renate Sallet, Vorstandsmitglied des ASB NRW e.V. anlässlich des Workshops.

Weiterführende Informationen zum Thema:

In Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), dem Paritätischen Gesamtverband und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, hat der ASB eine „Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen“ herausgegeben, die hier zum Download bereitsteht. Gefördert wurde die Erstellung der Publikation durch die Beauftrage der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Die vom ASB in NRW erarbeiteten „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“, geben praktische Empfehlungen für den Schutz vor und in erster Linie die Prävention von Gewalt in Flüchtlingseinrichtungen (Download hier).

Zudem hat der ASB, gemeinsam mit dem Paritätischen Gesamtverband und dem LSVD eine Orientierungshilfe zum Themenbereich „Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ in mehreren Sprachen entwickelt (Download hier). Unterstützt wurde die Erstellung der Publikation von www.refugeeguide.de und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Foto: ASB NRW/Solveig Velte

Flüchtlingshilfe des ASB Ruhr initiiert Projekte gegen sexualisierte Gewalt

tasse asb fotonachweis frank meinel 250Im Rahmen der Flüchtlingshilfe-Aktivitäten des ASB Ruhr e. V. wurden zum Jahresanfang 2017 Projekte gegen sexualisierte Gewalt in Bottrop und Hattingen auf den Weg gebracht.

Die zwei Maßnahmen laufen über einen Zeitraum von zwei Monaten und werden vom NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport gefördert.

In Bottrop sowie in Hattingen gibt es nun ein Frauencafé und einen Jugendtreff. Im Café treffen sich Frauen, um gemeinsam zu frühstücken, sich mit Freundinnen zu unterhalten und an gemeinsamen Ausflügen und Aktionen teilzuhaben. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Teilnahme an einem Selbstbehauptungskurs, der ebenso für die Jugendlichen in den Jugendtreffs angeboten wird. Auch hier haben das Treffen mit Freunden, Aktivitäten in der Gruppe und das Deutschlernen in Form von aktiver Sprachpraxis einen hohen Stellenwert.
Foto: ASB Archiv/Frank Meinel

Sparkasse spendet für Bibliothek in Flüchtlingsunterkunft

120915 MessebesucherDoppelter Grund zur Freude bei den Initiatoren der „Bibliothek für Flüchtlinge von Flüchtlingen“ in der ehemaligen York-Kaserne: Erst schafften sie es in der Kategorie „Alltagshelden“ unter die Top-Ten beim im Dezember verliehenen Deutschen Bürgerpreis 2016, als weiteres Zeichen der Anerkennung spendete die Sparkasse Münsterland Ost jetzt 1.000 Euro für das Integrationsprojekt.

Bücher lesen und so Schritt für Schritt die deutsche Sprache erlernen – das können Asylsuchende in der Notunterkunft auf dem York-Kasernen-Gelände seit einiger Zeit in ihrer eigenen Bibliothek. Das besondere daran: Sie selbst haben diese zusammen mit ehrenamtlichen Helfern aus Münster geschaffen. „Dieses Projekt zeigt, wie gelebte Integration vor Ort im Alltag aussehen kann, wenn Geflüchtete und Einheimische sich mit eigenen Ideen und viel Herzblut gemeinsam engagieren. Mit unserer Spende möchten wir diese Eigeninitiative fördern und einen Beitrag zum weiteren Gelingen des Projektes leisten“, betont Frank Butzlaff, Leiter des Sparkassen-Beratungscenters an der Rothenburg.

Der Startschuss fiel bereits vor etwas mehr als einem Jahr – mit einer Büchersammelaktion des Arbeiter-Samariter-Bund Münsterland (ASB), der die Asyleinrichtung gemeinsam mit weiteren Trägern betreibt. Um auch Bewohnern einen Zugang zu Büchern zu ermöglichen, die aufgrund fehlender Dokumente noch keine Bücher in öffentlichen Bibliotheken ausleihen konnten, riefen ASB-Mitarbeiter in sozialen Netzwerken dazu auf, Literatur zu spenden. Schnell kamen so mehr als 3.000 Bücher zusammen. Rodaleen Ellahib, aus dem Libanon geflüchtet und zu diesem Zeitpunkt in der York-Kaserne lebend, hatte die Idee, daraus eine echte Bibliothek zu machen. Gesagt, getan: Viele Stunden sortierte und katalogisierte sie den kompletten Buchbestand, der heute allen Bewohnern der Notunterkunft zur Verfügung steht. „Wir freuen uns, dass die Bibliothek für so viele Asylsuchende längst zu einem wichtigen Ort der Begegnung geworden ist", so ASB-Vorstandsvorsitzender André Weber.

Ende 2016 erreichte die „Bibliothek für Flüchtlinge von Flüchtlingen“ als Top-Ten- Finalist die Endrunde des Deutschen Bürgerpreises, der in diesem Jahr unter dem Motto „Integration gemeinsam leben“ stand. Die 2003 von der Initiative „für mich. für uns. für alle.“ ins Leben gerufene und von den Sparkassen unterstützte Auszeichnung gilt als größter deutscher Ehrenamtspreis. Mehr Informationen über den ASB Münsterland gibt es hier.
Foto: ASB Münsterland

Workshop zur Unterstützung von LSBTTI*-Geflüchteten am 08.03.2017

rainbow tasse 1LSBTTI*-Geflüchtete sind oftmals vor massiver Verfolgung aus ihren Heimatländern nach Deutschland geflohen und den besonders schutzbedürftigen Personengruppen zuzurechnen. Immer wieder wird in der Presse über Anfeindungen und gewalttätige Übergriffe auf Geflüchtete mit einem LSBTTI*-Hintergrund berichtet.

Die Betreuung und Beratung dieser Menschen bedarf Hintergrundwissen zur rechtlichen, politischen und sozialen Situation von LSBTTI*-Geflüchteten in Deutschland und in den Herkunftsländern, aber auch zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Der ASB NRW e.V. lädt daher zu einem

Workshop „LSBTTI*-Geflüchtete: Besondere Herausforderungen in der Arbeit mit lesbisch, schwul und transident lebenden Menschen“
am 08. März 2017,
von 14:00 bis ca. 18:00 Uhr
im Jugendhaus der ASJ Ruhr, Harkortstraße 14A, 45145 Essen

ein. Die Veranstaltung richtet sich an ehren- und hauptamtlich engagierte Samariterinnen und Samariter in der Flüchtlingshilfe. Ein Baustein des Workshops ist die Auseinandersetzung mit eigenen Werten und Normen in der interkulturellen Begegnung. Der Workshop wird durchgeführt von der „Rainbow Refugees support group Cologne“, die viel Expertise in diesem Bereich aufweisen kann und Schulungen für MitarbeiterInnen von Flüchtlingsunterkünften durchführt.

Die Anmeldung zur Veranstaltung bitte bis zum 15. Februar 2017 an die Landesgeschäftsstelle in Köln senden. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.
Foto: ASB NRW/Frank Hoyer

Orientierungshilfe für Flüchtlinge zu „Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ erschienen

foto broschuere 2 250 1Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen, benötigen praktische Unterstützung, ihrem Bedarf entsprechend aufbereitete Informationen und Orientierung in der für sie neuen Gesellschaft.

Vom Arbeiter-Samariter-Bund, dem Paritätischen Gesamtverband und dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) wurde nun eine Orientierungshilfe zum Themenbereich „Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität“ entwickelt. Unterstützt wurde die Erstellung der Publikation von www.refugeeguide.de und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Der Text erläutert den gleichberechtigten Status von Frauen und Männern und von Menschen verschiedener sexueller Orientierung bzw. geschlechtlicher Identität in Deutschland. Die Ausführungen betonen die gelebte Vielfalt der individuellen Lebensentwürfe in der deutschen Gesellschaft und fordern ein respektvolles Zusammenleben von Frauen und Männern als auch von Heterosexuellen, Lesben, Schwulen und Trans* ein.

Die Orientierungshilfe wurde in zehn Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Albanisch, Arabisch, Dari, Farsi, Kurdisch, Russisch und Serbisch) in einer 12-seitigen Broschüre veröffentlicht. Ergänzend ist eine Version des Textes in einfachem Deutsch hier verfügbar.

Die Publikation eignet sich zur Auslage in Beratungsstellen, an Treffpunkten und in Schulungseinrichtungen, die sich an Geflüchtete richten. Zum Einsatz kommen kann sie auch als Einleger für Willkommensmappen von Flüchtlingsunterkünften: In vielen Einrichtungen werden den Ankömmlingen Willkommensmappen überreicht um das Zurechtfinden in der Einrichtung und in der deutschen Gesellschaft zu erleichtern. Die Mappen bestehen zumeist aus einer für die Einrichtung individuell zusammengestellten Sammlung selbst erstellter Dokument (Begrüßungsschreiben, Hausordnung etc.) und Fremdmaterialien (Grundgesetz, Stadtplan etc). Sie können neben ganz praktischen Tipps, etwa über die Abläufe und Ansprechpartner/innen in der Flüchtlingsunterkunft, auch Erläuterungen und Dokumente über die Werte und das Zusammenleben von Menschen in Deutschland enthalten. Mehr zum Thema Willkommens-/Begrüßungsmappen findet man hier.

Ein Download der Orientierungshilfe als PDF-Dokument ist hier möglich und unter:
www.der-paritaetische.de/download/lsbtti
www.queer-refugees.de
Ein Download der einzelnen Texte in verschiedenen Sprachen gibt es hier: Deutsch, Englisch, Französisch, Albanisch, Arabisch, Dari, Farsi, Kurdisch, Russisch und Serbisch.

Gedruckte Exemplare können, solange der Vorrat reicht, kostenfrei bestellt werden beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. ausschließlich per E-Mail unter presse (at) asb-nrw.de.

Ergänzende Publikationen zum Themenkomplex, die von oder in Zusammenarbeit mit dem ASB erstellt wurden:

  • „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“: PDF-Download
  • "Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen": PDF-Download

ASB NRW unterstützt Kampagne „Schule für alle": Das Recht auf Bildung kennt keine Ausnahme

schule fuer alle logoDie Kampagne „Schule für alle“ der Landesflüchtlingsräte, des Bundesfachverbands Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge und Jugendliche ohne Grenzen, unterstützt von der GEW und Pro Asyl, weist auf die vielen geflüchteten Kinder und Jugendliche hin, die keinen Zugang zum Bildungssystem in Deutschland haben.

Nach Aussagen des Flüchtlingsrats NRW waren Ende Juli in NRW 4500 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis achtzehn Jahren in Landesunterkünften untergebracht, teilweise für Monate, und sind damit systematisch vom Regelschulsystem ausgeschlossen. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betreut mehrere Landeseinrichtungen und hat eine Vielzahl von Angeboten, oftmals von ehrenamtlich engagierten Personen organisiert, geschaffen, um geflüchteten Kindern und Jugendlichen zumindest einen informellen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Gerade Kinder und Jugendliche aus sicheren Herkunftsstaaten leben teilweise über einen langen Zeitraum in den Erstaufnahme- und Zentralen Unterbringungseinrichtungen. Das Recht auf Bildung ist aber ein Grundrecht. Es ist im Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention, in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und auch in Art. 14 der EU-Aufnahmerichtlinie (2013/33) festgeschrieben.

„Bildung und die Teilnahme an Regelsystemen, und damit auch am gesellschaftlichen Leben in Deutschland, tragen in erheblichem Maße zur Integration bei. Ein schnellstmöglicher Schulzugang ist für die Kinder und Jugendlichen für ihre zukünftigen Arbeitsmarktchancen, aber auch die Strukturierung ihres heutigen Alltags, von besonderer Bedeutung“, so Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW e.V.

Der ASB NRW begrüßt den Vorstoß der NRW-Landesregierung, 5700 neue Lehrerstellen zu schaffen, und befürwortet die im Integrationsplan NRW festgesetzten Ziele, die die den Kommunen zugewiesene Kinder und Jugendliche unterstützen sollen. Die Forderungen des Flüchtlingsrats NRW, im Rahmen der Kampagne „Schule für alle“, einen Schulplatz ab der Zuweisung in die Kommune und ein Regelschulangebot auch für Kinder und Jugendliche in Landesunterkünfte zu schaffen, unterstützt der ASB NRW e.V. Eine Bildung für alle jungen Menschen muss das gemeinsame Ziel von Politik und Gesellschaft in Deutschland sein. Weitere Informationen zu der Kampagne hier und hier

Stellungnahme des ASB NRW e.V. zum Integrationsplan der NRW-Landesregierung

asb fluechtlingshilfe schmidt mauz 250Am 15. September 2016 verabschiedete die Rot-Grüne Landesregierung in NRW den bundesweit ersten Integrationsplan. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) NRW e.V. begrüßt den Vorstoß der Landesregierung der dringlichen gesellschaftlichen Herausforderung mit einem fachbereichsübergreifenden Integrationsplan den notwendigen Stellenwert einzuräumen.

Integration ist eine Querschnittsaufgabe und betrifft alle Bereiche des Zusammenlebens. Jede gesellschaftliche Kraft ist gefordert einen Beitrag zu leisten. Daher wäre eine gemeinsame Verabschiedung des Integrationsplans über alle Parteien hinweg wünschenswert gewesen.

Auch der ASB in NRW stellt sich als Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation seiner Verantwortung. Er betreute und betreut noch mehrere tausend Geflüchtete in Unterbringungseinrichtungen und setzt Integrationsprojekte um, wie beispielsweise im Bereich der Arbeitsmarktintegration. Dabei stehen für den ASB NRW seine Werte einer offenen, gleichberechtigten, vielfältigen, auf gegenseitigem Respekt gründenden Gesellschaft im Vordergrund. Vor diesem Hintergrund lehnt der ASB NRW die klare Abgrenzung von Flüchtlingen mit „guter“ und „schlechter“ Bleibeperspektive, die sich vor allem in der Bundesgesetzgebung aber auch im Integrationsplan NRW wiederfindet, ab. Der oftmals monatelange Aufenthalt in den Flüchtlingseinrichtungen, macht einen Zugang zu Angeboten auch für Menschen mit geringer Bleibeperspektive unabdingbar. „Die Menschenwürde muss in jedem Fall gewahrt bleiben und es sollte alles daran gesetzt werden, Konflikte und damit verbundene hohe gesellschaftliche und soziale Folgekosten, präventiv zu vermeiden“, so Dr. Stefan Sandbrink, Landesgeschäftsführer des ASB NRW e.V.

Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren, die in der Praxis der Flüchtlingshilfe und Integration tätig sind, und der Politik ist dabei nicht nur wünschenswert, sondern unabdingbar. Integration beginnt mit dem ersten Tag der Einreise der Flüchtlinge, es sollten nicht erst Monate des Wartens und der Frustration vergehen, bis die ersten Integrationsangebote greifen. Die ausführlichen Positionen des ASB NRW e.V. zum Integrationsplan der NRW-Landesregierung finden Sie hier als PDF-Download.
Foto: ASB/Schmidt-Mauz

„Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“ veröffentlicht

broschuere gewaltschutz fluechtlingshilfe cover 250Der Schutz vor Gewalt und die Berücksichtigung von Bedürfnissen besonders schutzbedürftiger Personen ist ein grundlegendes Thema in Flüchtlingseinrichtungen.

Die Unterkünfte bergen durch das Zusammenleben von Personen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Sprachen, dem engen Zusammenleben, der oftmals mangelnden Privatsphäre, der Unsicherheit über den Aufenthaltsstatus und weiterer Faktoren Konfliktpotentiale. Zudem sind Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und rechtsradikal motivierte Straftaten traurige Realität. Ein Gewaltschutzkonzept, das auf Prävention und ein respektvolles Miteinander setzt und in Krisensituationen praktikable Handlungsempfehlungen gibt, ist daher essentiell.

Aus diesem Grund haben der ASB Regionalverband Münsterland und der ASB NRW die Broschüre „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“ entwickelt und stellt diese ab sofort allen mit dem Thema befassten ASB-Gremien, aber auch Institutionen außerhalb des ASB, zur Verfügung. Der Gewaltschutz geht dabei über das Eingreifen bei tatsächlichen Tätigkeiten hinaus und beinhaltet unter anderem ein Konzept zur Raumaufteilung und ein Bekenntnis zu einem harmonischen und respektvollen Umgang innerhalb der Einrichtung. Die Handreichung enthält daher auch Empfehlungen für präventive Maßnahmen.

Anlässlich der Veröffentlichung der Handreichung am 25.08.2016 in Münster erklärt Solveig Velte, Referentin für Flüchtlingshilfe beim ASB NRW e.V: „Beim ASB arbeiten Haupt- und Ehrenamt Hand in Hand, um Flüchtlingen einen menschenwürdigen Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen. Wenn Menschen in Flüchtlingseinrichtungen auf engem Raum zusammenleben, kann dies leider auch zu Konflikten führen. Unsere Handreichung will hier den Helferinnen und Helfern in den Einrichtungen eine Übersicht über die Problematik und zudem einen praxisorientierten Handlungsleitfaden geben.“

Ergänzend erklärt Karsten Berndt, Fachbereichsleiter Flüchtlingshilfe und Migration vom ASB Regionalverband Münsterland e.V.: „Die Menschen, die zu uns gekommen sind, haben in ihren Heimatländern und auf der Flucht oftmals schlimme Gewalterfahrungen gemacht. Mit unseren Handlungsempfehlungen wollen wir alle Beteiligten für das Thema sensibilisieren und Sicherheit vermitteln: Einerseits den Helferinnen und Helfern die Sicherheit im Umgang mit konkreten Gewaltsituationen geben und andererseits den Gästen in unseren Einrichtungen ein friedvolles, durch Wertschätzung und Respekt geprägtes Zusammenleben in der neuen Gemeinschaft ermöglichen.“

Die Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen werden. Gedruckte Einzelexemplare können (solange der Vorrat reicht) kostenfrei bestellt werden beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. per E-Mail: kontakt (at) asb-nrw.de

Praxishilfen zur Erstellung von Willkommensmappen

willkommenmappe deckblatt cover 250Ergänzend zur Broschüre „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“ wurden vom ASB NRW mit Unterstützung des ASB Regionalverband Münsterland auch Empfehlungen und Dokumente für Willkommensmappen erarbeitet. Willkommensmappen können Flüchtlingen die Orientierung in einer Einrichtung und in der deutschen Gesellschaft erleichtern und für mehr Transparenz sorgen. Die Dokumente sind hier herunterladbar:

Allgemeine Empfehlungen für die Erstellung von Willkommensmappen (PDF)

Titelseite/Deckblatt für Willkommensmappe (JPG) (PDF)

Nachfolgend sind Muster für Einleger (Begrüßungsschreiben, Inhaltsverzeichnis, ASB-Leitbild, ASB-Selbstdarstellung) für Willkommensmappen  eingestellt (wahlweise als PDFs in einer PDF-Datei oder als einzelne Worddokumente in einer ZIP-Datei zusammengefasst):

Albanisch PDF-Datei bzw. Word-Dokumente (ZIP)

Arabisch PDF-Datei bzw. Word-Dokumente (ZIP)

Dari PDF-Datei bzw. Word-Dokumente (ZIP)

Deutsch PDF-Datei bzw. Word-Dokumente (ZIP)

Englisch PDF-Datei bzw. Word-Dokumente (ZIP)

Farsi PDF-Datei bzw. Worddokumente (ZIP)

Französisch PDF-Datei bzw. Worddokumente (ZIP)

Kurdisch PDF-Datei bzw. Worddokumente (ZIP)

Russisch PDF-Datei bzw. Worddokumente (ZIP)

Serbisch PDF-Datei bzw. Worddokumente (ZIP)

Nach und nach werden zusätzliche Einleger zu weiteren Themen veröffentlicht.

Fragen? Anregungen? Zum Thema steht Frau Solveig Velte, Fachreferentin für Flüchtlingshilfe beim ASB NRW, gerne zur Verfügung unter velte (at) asb-nrw.de.

ASB-Integrationsprojekt "Erste Hilfe für Flüchtlinge“ gestartet

asb witten erste hilfe für fluechtlinge 2016 250Integration beginnt mit sich gegenseitigem Kennenlernen, gemeinsam Aufgaben bewältigen und Vertrauen entwickeln.

Diesem Ansatz folgend hat der ASB Kreisverband Witten das Pilotprojekt "Erste Hilfe für Flüchtlinge" gestartet. Denn was liegt näher und verbindet mehr, als zusammen das Helfen von in Not geratenen Menschen zu üben.

Die ersten Interessierten, die meisten waren aus Syrien nach Deutschland geflüchtet, trafen sich am 18. August 2016 in den Räumen des ASB Witten in der Westfalenstrasse 43. Sie übten viele praktischen Handgriffen, wie z.B. die Versorgung und Warmhaltung einer verletzten Person am Unfallort. Geleitet wurde der Kurs von Samariter Marlon Kahnert mit Unterstützung des Dolmetschers Simo Bouchbouk.

Die Ausbildungsabteilung des ASB hatte im Vorfeld des Kurses ein Konzept entwickelt, das ermöglicht, ohne viele Worte Erste-Hilfe-Maßnahmen Menschen, die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschen, nahe zu bringen. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert vom Angebot.

Der ASB Witten bedankt sich bei allen am Projekt Beteiligten und möchte in Zukunft sein Integrationsangebot weiter ausbauen. Mehr über den ASB Witten hier
Foto: ASB Kreisverband Witten

Freiwilligendienste

asb freiwilligendienste 180

Der ASB bietet den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) in den unterschiedlichsten Einsatzgebieten an. mehr

Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. | Kaiser-Wilhelm-Ring 50  | 50672 Köln  | Tel. 0221-949 707-0  |  Fax: 0221-949 707-19
E-Mail: kontakt@asb-nrw.de | Internet: www.asb-nrw.de

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