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Aktuelle ASB-Nachrichten aus NRW

Theaterworkshops "Jung und Alt" im Rahmen von "Sozial macht Schule"

sms jung und alt theaterworkshop fwt 250Auch in 2016 ermöglichte das Projekt "Sozial macht Schule" wieder Theaterprojekte „Jung und Alt" für zwei Klassen der Hauptschule Ringelnatzstraße in Köln-Rodenkirchen.

Der Workshops fanden am 16. Juni 2016 und 21. September 2016 in Zusammenarbeit mit dem Freien Werkstatt Theater (FWT) in Köln statt. Die Schülerinnen und Schüler konnten die Schauspielerinnen und Schauspielern des FWT-Altenensemble zuerst bei der Aufführung verschiedener Sequenzen zum Thema "Alter" erleben. Danach tauschten sich die jungen und alten Menschen auf (schau-)spielerische Art über das Älter werden aus. Ein wichtiges Ziel der Aktion ist es, Jugendliche zum Nachdenken über Klischees und Vorurteile gegenüber älteren Menschen anzuregen. Das Altentheater des FWT ist im Internet unter www.altentheater.de zu finden.

Sozial macht Schule ist ein Projekt des Arbeiter-Samariter-Bund NRW und richtet sich an Schulen und soziale Einrichtungen mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler an soziale Verantwortung heranzuführen und ihre soziale Kompetenz zu stärken.
Foto: FWT Köln

Pflegestärkungsgesetz 2017: Wichtige Änderungen in der Pflege ab 2017

asb pflegeberatung foto b bechtloff 2502017 wird das Pflegestärkungsgesetz II umgesetzt. Die Pflegereform bringt viele Änderungen mit sich. Die Pflegeexperten des ASB-Bundesverbandes geben Pflegebedürftigen und Angehörigen Tipps, was zu beachten ist.

Auf Pflegebedürftige und ihre Angehörigen kommen im nächsten Jahr wichtige Änderungen zu. Denn ab dem 1. Januar 2017 wird das Pflegestärkungsgesetz II, das 2016 in Kraft getreten ist, umgesetzt. Im Mittelpunkt der Änderungen stehen der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsverfahren. Dabei orientiert sich die Begutachtung von Pflegebedürftigen ausschließlich an den Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit und den Fähigkeiten der Betroffenen. Bei der Begutachtung geht es deshalb nicht mehr um die Frage, welche körperliche Einschränkungen der Pflegebedürfte hat, sondern darum, wie die Fähigkeiten des Pflegebedürftigen sind, um seinen Alltag selbstständig zu bewältigen. „Von diesen Änderungen werden vor allem Menschen mit Demenz profitieren. Es wird mit zusätzlich 500.000 Menschen gerechnet, die nun Anspruch auf Pflegeleistungen haben", erklärt Holger Dudel, Fachreferent für Pflege beim ASB-Bundesverband.

Automatische Umstellung in Pflegegrade

Ebenfalls neu sind ab nächstem Jahr die fünf Pflegegrade. Sie ersetzen die bisherigen Pflegestufen. Die Umstellung von den bisherigen Pflegestufen in die neuen Pflegegrade erfolgt automatisch, ohne neue Begutachtung. „Pflegebedürftige und Angehörige brauchen dafür keinen Antrag zu stellen. Sie erhalten in den nächsten Wochen einen Bescheid der Pflegeversicherung", sagt Dr. Marion Wilhelm, ebenfalls Pflegereferentin im ASB-Bundesverband. Den Pflegegrad 1 erhalten ab 2017 Menschen, die geringe körperliche Einschränkungen haben und im alten System nicht begutachtet worden sind.

Bei der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade gelten folgende Faustregeln: Bei Menschen mit körperlichen Einschränkungen greift die Grundregel „+1". So wird zum Beispiel ein Pflegebedürftiger mit körperlichen Einschränkungen und Pflegestufe 2 ab 2017 dem Pflegegrad 3 zugeordnet.

Bei Pflegebedürftigen mit zusätzlich beeinträchtigter Alltagskompetenz hingegen gilt „+2" Pflegegrade. Ein Pflegebedürftiger mit eingeschränkter Alltagskompetenz und Pflegestufe 2 wird dann dem Pflegegrad 4 zugeordnet. Durch die Umstellung wird kein Pflegebedürftiger finanziell schlechter gestellt.

Menschen mit Pflegestufe 1 profitieren vom Systemwechsel

„Vor allem Pflegebedürftige, die ambulant gepflegt werden und in niedrigen Pflegegraden eingestuft sind, werden ab 2017 mehr Pflegeleistungen als vorher erhalten", erklärt Pflegeexperte Holger Dudel. Wer heute Pflegestufe 1 hat, erhält im Moment monatlich 244 Pflegegeld oder Pflegesachleistungen in Höhe von 468 Euro. Mit der Einstufung in Pflegegrad 2 wird das Pflegegeld dann im nächsten Jahr 316 Euro betragen; die Pflegesachleistungen werden bei 689 Euro liegen.

Datum des Antrags auf Begutachtung ist entscheidend

Wer einen Antrag auf Begutachtung seiner Pflegebedürftigkeit noch in diesem Jahr stellt, wird nach dem alten System begutachtet, auch wenn die Begutachtung erst 2017 stattfindet. „Entscheidend ist das Datum der Antragstellung", betont Marion Wilhelm. Das sollten sich Menschen mit körperlichen Einschränkungen zunutze machen. Die Pflegeexpertin empfiehlt ihnen eine Antragstellung noch in diesem Jahr, um dann eine automatische Überleitung in die neuen Pflegegrade zu erhalten. „Bei der Antragstellung bis zum 31. Dezember können Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen mit mehr Leistungen aus der Pflegeversicherung rechnen", so Dr. Wilhelm weiter. Auch die zahlreichen Unsicherheiten, die das Neue Begutachtungs-Assessment (NBA) nach wie vor aufweist, sprechen für eine Antragstellung vor dem 31. Dezember 2016.

Einstiegspflegegrad 1

Das System der Pflegegrade hat im Vergleich zum alten System der Pflegestufen eine niedrigere Einstiegsschwelle: Den Pflegegrad 1 erhalten Personen leichter als die erste Pflegestufe nach dem alten System.

Hilfsbedürftige mit Pflegegrad 1 erhalten weder Pflegegeld, noch haben sie Anspruch auf Pflegesachleistungen. Sie haben aber Anspruch auf einen einheitlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro für Betreuungsleistungen – zum Beispiel durch einen Alltagsbegleiter – und für Entlastungsleistungen – zum Beispiel durch eine Haushaltshilfe. Außerdem steht ihnen ein einmaliger Zuschuss für Wohnraumanpassung in Höhe von bis zu 4.000 Euro zu. Medizinische Hilfsmittel werden mit 40 Euro gefördert. Außerdem werden Pflegehilfsmittel wie der Hausnotruf bezuschusst.

Weitere Informationen zu den Änderungen ab 2017 geben die Pflegedienste, Sozialstationen und Pflegeberatungsstellen des ASB in Ihrer Nähe.

Foto: ASB/Barbara Bechtloff

Zweites Netzwerktreffen ASB und ASJ

asj nrw treffen oktober 2016 250Am 26. Oktober 2016 fand das nun schon zweite Netzwerktreffen zwischen dem Arbeiter-Samariter-Bund in NRW und seinem Kinder- und Jugendverband, der Arbeiter-Samariter-Jugend, statt.

Kooperation stärken, die Jugendarbeit in NRW gemeinsam voran bringen und den Dialog zwischen den Generationen stärken sind die Ziele der Vernetzung zwischen dem Erwachsenen- und dem Kinder- und Jugendverband.

Seit dem ersten Netzwerktreffen im März 2016 hat sich viel entwickelt, die meisten damals geäußerten Wünsche konnten verwirklicht werden. Unter anderem wurde ein Förderprogramm für Projekte von Jugendlichen mit und für Geflüchtete aufgesetzt, neue ASJ Gruppen haben sich gegründet und die Verbindung zwischen ASJ und den jugendlichen Teilnehmern in den Freiwilligendiensten des ASB wurde gestärkt.

Auch beim zweiten Netzwerktreffen fand ein reger und kreativer Austausch zwischen ASB und ASJ statt. Die Teilnehmer/innen, neben ASB-NRW-Vorstandsmitglied Renate Sallet die Geschäftsführer/innen, Jugendleiter/innen und weitere Engagierte aus den regionalen ASB- und ASJ-Verbänden in NRW, entwickelten gemeinsame Projekte und zukunftsweisende Ideen zur Kooperation. Diese werden nun weiterentwickelt und in die Umsetzung gebracht. Aufgrund des hohen Interesses und des produktiven Miteinanders wird das Netzwerktreffen auch im kommenden Jahr wieder zweimal stattfinden.
Foto: ASJ NRW

ASB NRW unterstützt Kampagne „Schule für alle": Das Recht auf Bildung kennt keine Ausnahme

schule fuer alle logoDie Kampagne „Schule für alle“ der Landesflüchtlingsräte, des Bundesfachverbands Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge und Jugendliche ohne Grenzen, unterstützt von der GEW und Pro Asyl, weist auf die vielen geflüchteten Kinder und Jugendliche hin, die keinen Zugang zum Bildungssystem in Deutschland haben.

Nach Aussagen des Flüchtlingsrats NRW waren Ende Juli in NRW 4500 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis achtzehn Jahren in Landesunterkünften untergebracht, teilweise für Monate, und sind damit systematisch vom Regelschulsystem ausgeschlossen. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betreut mehrere Landeseinrichtungen und hat eine Vielzahl von Angeboten, oftmals von ehrenamtlich engagierten Personen organisiert, geschaffen, um geflüchteten Kindern und Jugendlichen zumindest einen informellen Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Gerade Kinder und Jugendliche aus sicheren Herkunftsstaaten leben teilweise über einen langen Zeitraum in den Erstaufnahme- und Zentralen Unterbringungseinrichtungen. Das Recht auf Bildung ist aber ein Grundrecht. Es ist im Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention, in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und auch in Art. 14 der EU-Aufnahmerichtlinie (2013/33) festgeschrieben.

„Bildung und die Teilnahme an Regelsystemen, und damit auch am gesellschaftlichen Leben in Deutschland, tragen in erheblichem Maße zur Integration bei. Ein schnellstmöglicher Schulzugang ist für die Kinder und Jugendlichen für ihre zukünftigen Arbeitsmarktchancen, aber auch die Strukturierung ihres heutigen Alltags, von besonderer Bedeutung“, so Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW e.V.

Der ASB NRW begrüßt den Vorstoß der NRW-Landesregierung, 5700 neue Lehrerstellen zu schaffen, und befürwortet die im Integrationsplan NRW festgesetzten Ziele, die die den Kommunen zugewiesene Kinder und Jugendliche unterstützen sollen. Die Forderungen des Flüchtlingsrats NRW, im Rahmen der Kampagne „Schule für alle“, einen Schulplatz ab der Zuweisung in die Kommune und ein Regelschulangebot auch für Kinder und Jugendliche in Landesunterkünfte zu schaffen, unterstützt der ASB NRW e.V. Eine Bildung für alle jungen Menschen muss das gemeinsame Ziel von Politik und Gesellschaft in Deutschland sein. Weitere Informationen zu der Kampagne hier und hier

ASJ-Bubblefootballturnier: Das war eine runde Sache!

bubblefootball turnier 2016 250Kugeln, rollen, hüpfen und Tore schießen: Am 8. Oktober 2016 fand in Bielefeld das erste Bubblefootball-Turnier der ASJ in Nordrhein-Westfalen statt, gemeinsam veranstaltet von der ASJ Ostwestfalen-Lippe und der ASJ NRW.

Satte zwölf Mannschaften aus NRW, darunter auch drei Teams mit Flüchtlingen aus ASB-Einrichtungen, waren mit dabei. Ab 11.00 Uhr spielten beziehungsweise rollten die Spieler/innen über das Feld: Beim Bubblefootball steckt man in überdimensionalen, kugelrunden Plastikbällen, die die manchmal nicht vermeidbaren Zusammenstöße abfedern. Ein Riesenspaß, bei dem einem allerdings auch schnell mal die Puste ausgeht. Gut, dass genügend Auswechselspieler/innen mit dabei waren :-)

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Aufgeteilt in drei Gruppen á vier Teams sah es im Halbfinale erst nach einem Endspiel der Mannschaften mit den engagiert und taktisch souverän aufspielenden Flüchtlingen um den großten Bubblefootball-Pokal aus. Sie wurden am Ende aber dann doch noch vom Team der ASJ-Landesjugend NRW und dem Team "Energie Kopfnuss" aus Witten geschlagen. Nach einem spannenden Elfmeterschießen stand der Sieger fest: Witten hatte mit Ausdauer und Geschicklichkeit die Nase vorn und den Pokal "in der Tasche"! Für eine super Stimmung während des Turniers sorgten die vielen Schlachtenbummler am Spielfeldrand, die die schnaufenden Spieler/innen enthusiastisch feierten!

Die  ASJ NRW freut sich über den zweiten Platz und gratuliert "Energie Kopfnuss" zum klasse Sieg. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Spieler/innen für die tollen und unterhaltsamen Spiele und an alle, die beim Organisieren mitgeholfen haben. Und weil es so schön war, ist das ganze im nächsten Jahr wieder geplant. Also ein guter Tipp: "Geht schon mal trainieren!"

Übrigens: Derzeit läuft die Kampagne #jungesnrw. Mehr unter www.junges-nrw.de.
Foto: ASJ NRW

Infos, Tipps und Downloads zur Vorort-Umsetzung der "Pflege-Kampagne" des ASB in NRW

pflegekampagne handbuch cover 250ASB-Regionalverbände aus Nordrhein-Westfalen haben in Zusammenarbeit mit dem ASB NRW e.V. im Jahr 2015 die Kampagne „Alle Achtung für die Pflege“ entwickelt und durch verschiedene Events zum Leben erweckt.

Die Ideen und Erfahrungen der Kampagne sind nun in einem Handbuch (Download hier) zusammengefasst worden. Die 32-seitige Broschüre will ermuntern, die Pflege und die Pflegenden in den Mittelpunkt zu rücken. Jeder ASB-Verband kann sich aus der Broschüre sein maßgeschneidertes Aktionspaket zur Umsetzung von „Alle Achtung für die Pflege“ zusammenstellen. In der konkreten Ausgestaltung der Veranstaltungen und Events ist man frei. Beibehalten werden sollte das gemeinsame Design der Materialien und die Kernaussagen, damit gewährleistet ist, dass die Aktion auch im größeren Zusammenhang gut wahrgenommen wird.

Ergänzend zu den Ideen und Tipps im Handbuch stehen im ASB-Mitarbeiterportal des Bundesverbandes (Bereich NRW) Vorlagen für Musteranzeigen, Pressetexte, Einladungsschreiben und einiges mehr zum Download bereit. Fragen zum Handbuch, den Materialien und allgemein zur Kampagne bitte an presse (at) asb-nrw.de richten.

Jugendverbände wetten mit den Landtags-Fraktionen für ein #jungesnrw

asj nrw landtag september 2015#jungesnrw – eine Perspektive für alle: Mit diesem Motto möchte der Landesjugendring NRW den Interessen junger Menschen im Zuge der Landtagswahl eine Stimme geben.

Den Auftakt der Kampagne bildete der Abschluss einer Wette im Landtag am 14.09.2016: Vertreter_innen der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP, Piraten und SPD wetten mit dem Landesjugendring NRW, dass mindestens die Hälfte der Parlamentarier_innen sich an der Kampagne #jungesnrw beteiligt. Die Fraktion, von der prozentual am meisten Abgeordnete teilnehmen, wird besonders ausgezeichnet. Mitmachen können die Abgeordneten zum Beispiel indem sie eine verbandliche Jugendgruppe besuchen, etwa in ihrem Wahlkreis.

„Wir freuen uns, dass alle Fraktionen bereit sind, mit jungen Menschen über ein #jungesnrw zu diskutieren – junge Menschen haben es verdient, dass man ihnen zuhört und sie ernstnimmt. Wir wollen mit der Kampagne auch zeigen, dass sie gute Ideen und wichtige Ansichten haben, mit denen es gilt, sich auseinanderzusetzen“, erklärt Sarah Primus, Vorsitzende des Landesjugendrings NRW.

Die im Landesjugendring NRW zusammengeschlossenen Verbände, darunter auch die Arbeiter-Samariter-Jugend NRW, wollen im Rahmen der Kampagne „#jungesnrw …Perspektive für alle!“ mit den Abgeordneten insbesondere zu den Themen Mitwirkung, Freiräume, gegen Rechts, soziale Teilhabe, Jugendcheck, Nachhaltigkeit, Bildung und Jugendverbandsarbeit ins Gespräch kommen. Neben den inhaltlichen Fragen betonen sie, dass sie für ihre Arbeit eine Erhöhung der Finanzmittel von mindestens 20 Prozent benötigen, um Kostensteigerungen auszugleichen und den Anforderungen gerecht zu werden.

„In Jugendverbänden organisieren sich junge Menschen selbst – sie lernen, Prozesse und Gemeinschaft demokratisch zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen. Das ist gerade in den Zeiten von wachsenden Rechtspopulismus besonders wichtig und muss noch stärker unterstützt werden“, macht Primus deutlich. Weitere Informationen zur Kampagne #jungesnrw finden sich unter www.junges-nrw.de.

Das Bild zeigt die nordrhein-westfälische Landtagspräsidentin Carina Gödecke (rechts) im Gespräch mit Maria Mandler von der ASJ NRW anlässlich einer Präsentation am 14.09.2016 im Landtag von NRW. Foto: privat

Vielfalt im ASB: 2. bundesweites LSBTTI-Netzwerktreffen

lsbtti netzwerktreffen 09 2016 250 3Sich vernetzen, Themen setzen und Handlungsstrategien entwickeln: Am 23. und 24. September 2016 fand in der Bundesgeschäftsstelle des ASB Deutschland in Köln das zweite bundesweite LSBTTI-Netzwerktreffen „Vielfalt im ASB“ statt.

Samariterinnen und Samariter aus vielen Bereichen des ASB − etwa dem Katastrophenschutz, der Pflege, der Flüchtlingshilfe, dem Sanitätsdienst, der Verwaltung − und aus verschiedenen Regionen, wie den Landesverbänden Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, der Arbeiter-Samariter-Jugend NRW, der ASB-Landesschule NRW und des ASB-Bundesverbandes, nahmen teil.

Dr. Marcus Kreutz, stellvertretender Geschäftsführer des ASB Deutschland, hob in seinem Grußwort hervor, dass das Netzwerk auf eine Initiative der ASB-Basis zurückgehe. Er zeigte sich angetan, in einem Verband mitzuwirken, wo alle Mitgliederinnen und Mitglieder und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich aktiv einbringen und neue Themen in den Verband tragen könnten. Er zeigte sich interessiert an den Ergebnissen der Tagung und wünschte den Teilnehmer/innen eine erfolgreiche Veranstaltung.

Renate Sallet vom Landesvorstand des ASB NRW dankte in ihrem Grußwort dem Bundesverband für die organisatorische Unterstützung des Netzwerktreffens. Sie betonte, dass Vielfalt ein Kernelement einer lebendigen Demokratie und einer offenen Gesellschaft sei. Eine offene Gesellschaft biete keinen Nährboden für autoritäre Strukturen, Diskriminierung, Denunziation. Es wäre eine gesellschaftspolitische Verpflichtung für den ASB, entschlossen und offensiv Partei zu ergreifen für Menschen, die diskriminiert werden, zum Beispiel aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität, ihres Alters und ihrer Herkunft. Renate Sallet äußerte den Wunsch, dass der ASB-Bundesverband dem Thema „Vielfalt“ die dringend notwendige Aufmerksamkeit zukommen lasse und in Zukunft bei den entsprechenden ASB-Arbeitsbereichen, etwa der Seniorenhilfe oder der Mitarbeitergewinnung, das Thema LSBTTI selbstverständlich integriere.

lsbtti netzwerktreffen 09 2016 250 1Ein inhaltlicher Schwerpunkt beim Netzwerktreffen war die Situation und die Bedarfe von Regenbogenfamilien. In der deutschen Gesellschaft wird mittlerweile eine Vielzahl von Lebensweisen und Lebensentwürfen gelebt, die nicht mehr den gängigen Vorstellungen der heterosexuellen Kleinfamilie entsprechen. Diese Vielfalt spiegelt sich unter anderem auch bei den 50.000 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ASB wider, sowohl offen im Verband gelebt als auch diskret gehandhabt.

Anlass genug für den ASB, der in der Familienhilfe verschiedenste Dienstleistungen anbietet, das Thema aufzugreifen. Sarah Dionisius von der Kölner Beratungsstelle Rubicon und Gabriela Lünsmann, Fachanwältin für Familienrecht und im Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD), führten in das Thema ein und zeigten verschiedene Schnittstellen zur Arbeit des ASB auf. In der Debatte wurde klar, dass der Verband in seinen Einrichtungen und Beratungsstellen nicht nur für ein diskriminierungsfreies Klima zu sorgen hat, sondern Regenbogenfamilien durch klare Signale willkommen heißen sollte. Zudem kann dem Personal durch Schulungen die Vielfalt und die speziellen Erwartungen der heutigen Lebensentwürfe näher gebracht werden.

Die rechtliche und gesellschaftliche Situation von LSBTTI und Strategien gegen Homo- und Trans*Feindlichkeit wurden dann in einem Referat von Klaus Jetz, Bundesgeschäftsführer des LSVD, beleuchtet. Ein Schulterschluss aller demokratischen Kräfte wäre wichtig, um die aktuellen Entwicklungen in Politik und Gesellschaft, unter anderem die Zunahme von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Einhalt zu gebieten. Der Kampf gegen Homo- und Trans*-Feindlichkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, waren sich die Diskutant/innen einig.

lsbtti netzwerktreffen 09 2016 250 2Die Tagungsteilnehmer/innen beratschlagten auch die grundlegende inhaltliche und strukturelle Aussichtung des Netzwerkes. Sie sehen LSBTTI - generell das Thema „Vielfalt im ASB“ - als Querschnittsthema, dass letztendlich alle Bereiche des ASB und seiner Dienstleitungen betrifft. Bis zum Frühjahr wird nun eine Agenda entwickelt, wie die Belange von Mitarbeiter/innen, Mitglieder/innen und Kund/innen mit LSBTTI-Hintergrund besser in die Arbeit des ASB integriert werden kann. Diese Integration könnte zum Beispiel im Rahmen eines Diversity-Prozesses innerhalb des Verbandes geschehen, wie er zum Beispiel von der Charta der Vielfalt, der auch der ASB Deutschland und weitere ASB-Verbände angehören, kommuniziert wird.

Von besonderer Bedeutung für die LSBTTI-Community sind die in vielen Städten jährlich durchgeführten Christopher-Street-Day-Demonstrationen. Regionale Gliederungen des ASB haben in der Vergangenheit vereinzelt dort immer wieder Flagge gezeigt, durch Sanitätsdienste, Infostände oder eine Paradeteilnahme wie in 2016 in Köln und Mannheim. Die Tagungsteilnehmer/innen waren sich einig, dass diese Aktivitäten ausgebaut und in der Öffentlichkeit verstärkt dargestellt werden müssten. Insbesondere sollte der ASB bei einer der großen bundesweiten CSD-Demonstrationen, also in Berlin oder Köln, durch einen regelmäßigen und repräsentativen Auftritt positive inner- und außerverbandliche Signale aussenden.

Die Veranstalter danken dem Bundesverband für die gelungene Unterstützung des zweiten LSBTTI*-Netzwerktreffens. Die nächste Tagung wird im Frühjahr 2016 stattfinden. Ort und Termin werden demnächst bekanntgegeben. Egal ob lesbisch, schwul, trans* oder hetero, ob Frau oder Mann, ob ehren- oder hauptamtlich, von Nah oder Fern: Die Organisatoren freuen sich über die Teilnahme beim nächsten Treffen!

Für Fragen und Anregungen zum Netzwerk kann man einfach über die zentrale E-Mail-Adresse queer (at) asb-nrw.de eine Nachricht senden; zudem steht Frank Hoyer vom Netzwerk unter der Telefonnummer 0221-949707-21 für Auskünfte gerne zur Verfügung.

Das bundesweite LSBTTI*-Netzwerk „Vielfalt im ASB“ im Internet:
www.asb-queer.de
Facebook-Seite "asbqueer"

Stellungnahme des ASB NRW e.V. zum Integrationsplan der NRW-Landesregierung

asb fluechtlingshilfe schmidt mauz 250Am 15. September 2016 verabschiedete die Rot-Grüne Landesregierung in NRW den bundesweit ersten Integrationsplan. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) NRW e.V. begrüßt den Vorstoß der Landesregierung der dringlichen gesellschaftlichen Herausforderung mit einem fachbereichsübergreifenden Integrationsplan den notwendigen Stellenwert einzuräumen.

Integration ist eine Querschnittsaufgabe und betrifft alle Bereiche des Zusammenlebens. Jede gesellschaftliche Kraft ist gefordert einen Beitrag zu leisten. Daher wäre eine gemeinsame Verabschiedung des Integrationsplans über alle Parteien hinweg wünschenswert gewesen.

Auch der ASB in NRW stellt sich als Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation seiner Verantwortung. Er betreute und betreut noch mehrere tausend Geflüchtete in Unterbringungseinrichtungen und setzt Integrationsprojekte um, wie beispielsweise im Bereich der Arbeitsmarktintegration. Dabei stehen für den ASB NRW seine Werte einer offenen, gleichberechtigten, vielfältigen, auf gegenseitigem Respekt gründenden Gesellschaft im Vordergrund. Vor diesem Hintergrund lehnt der ASB NRW die klare Abgrenzung von Flüchtlingen mit „guter“ und „schlechter“ Bleibeperspektive, die sich vor allem in der Bundesgesetzgebung aber auch im Integrationsplan NRW wiederfindet, ab. Der oftmals monatelange Aufenthalt in den Flüchtlingseinrichtungen, macht einen Zugang zu Angeboten auch für Menschen mit geringer Bleibeperspektive unabdingbar. „Die Menschenwürde muss in jedem Fall gewahrt bleiben und es sollte alles daran gesetzt werden, Konflikte und damit verbundene hohe gesellschaftliche und soziale Folgekosten, präventiv zu vermeiden“, so Dr. Stefan Sandbrink, Landesgeschäftsführer des ASB NRW e.V.

Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren, die in der Praxis der Flüchtlingshilfe und Integration tätig sind, und der Politik ist dabei nicht nur wünschenswert, sondern unabdingbar. Integration beginnt mit dem ersten Tag der Einreise der Flüchtlinge, es sollten nicht erst Monate des Wartens und der Frustration vergehen, bis die ersten Integrationsangebote greifen. Die ausführlichen Positionen des ASB NRW e.V. zum Integrationsplan der NRW-Landesregierung finden Sie hier als PDF-Download.
Foto: ASB/Schmidt-Mauz

Beeindruckende ASB-Aktion: Friedenstaube wurde in Burscheid sichtbar

asb bergisch land aktion friedenstaube 250Hundert Menschen waren am 15. September 2016 um 21 Uhr in den Luchtenberg-Richartz-Park in Burscheid gekommen um gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Zu Aktion eingeladen hatte der ASB Regionalverband Bergisch Land. Die Teilnehmer/innen bildeten die Form einer Friedenstaube. Auf ein gemeinames Zeichen hin zündeten sie eine kleine Papierfackel an − und so wurden die Umrisse der Taube deutlich sichtbar. Anschließend ließen die Menschen die Papiere in die Luft steigen. Das besondere daran: Jede Fackel war mit einem persönlichen Wunsch beschriftet worden.

In den Tagen vor dem Event hatte Samariterin Angela Borchert vom ASB Bergisch Land, die die Aktion entwickelt hatte, auch Wünsche von geflüchteten Menschen gesammelt, die in den vergangenen Monaten in den drei vom ASB Bergisch Land betreuten Erstaufnahmeeinrichtungen in Burscheid gelebt haben, jetzt aber in anderen Städten wohnen. Darunter waren Zeilen wie „Ich wünsche mir, meine Mutter wiederzusehen“, „Ich möchte, dass der Krieg in Syrien aufhört“, oder „Wir Menschen auf dieser Welt sind alle gleich, und ich wünsche mir, dass sie in Frieden miteinander leben.“

Der ASB Bergisch Land bedankt sich bei allen Teilnehmer/innen, die ein Teil der beeindruckenden Friedenstaube waren. Ein herzliches Dankeschön auch an die Kolleg/innen der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid und den ASB Regionalverband Ostwestfalen-Lippe für die Unterstützung.
Foto: ASB Bergisch Land

Der ASB NRW ist Mitglied im

Der ASB NRW e.V. ist Mitglied im Verband Der Paritätische NRW

ASB-Broschüre „Pflegebedürftig – was nun?“

asb nrw broschuere pflegebeduerftig was nun 2017 180

Die ASB-Broschüre „Pflegebedürftig – was nun?“ beinhaltet die Neuerungen durch das Pflegestärkungsgesetz seit 01. Januar 2017. Mehr Infos hier

Download der Broschüre als PDF

Lehrgänge

landesschule 180

Kommende Aus- und Fortbildungen an der
ASB-Landesschule NRW
Die Termine für die Lehrver-
anstaltungen sind hier
online einsehbar.

Flüchtlingshilfe

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Der ASB ist in der Flüchtlingshilfe engagiert und betreut in NRW viele Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind. Mehr Infos und aktuelle Nachrichten dazu hier

Diversity

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Auch der ASB Deutschland e.V. und der ASB NRW e.V. haben die Unternehmensinitiative "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. Die Umsetzung der Charta hat zum Ziel, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller und geschlechtlicher Identität. mehr

Die "Charta für Vielfalt" ruft jedes Jahr zur Teilnahme am Deutschen Diversity-Tag auf. Am 30. Mai 2017 ist es wieder soweit.

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Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst
Der ASB in NRW bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Mehr Infos hier

trailer-100-hnr-1Arbeiter-Samariter-Jugend
Wir bewegen was: Die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) ist der Jugendverband des ASB. Mehr Infos hier

trailer regenbogen 100 1LSBTTI-Netzwerk im ASB
Schwule, Lesben und Trans* bringen sich auf allen Ebenen des ASB ein, ob haupt- oder ehrenamtlich, ob sichtbar als LSBTTI oder nicht – sie sind ein fester Bestandteil des Verbandes. Mehr Infos hier

Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V. | Kaiser-Wilhelm-Ring 50  | 50672 Köln  | Tel. 0221-949 707-0  |  Fax: 0221-949 707-19
E-Mail: kontakt@asb-nrw.de | Internet: www.asb-nrw.de

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